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16.11.2009

Dokumentation: 3. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

Im Juni 2009 trafen sich Fachleute aus ganz Deutschland auf der Essener Zeche Zollverein zum 3. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik, um aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu diskutieren. Als Initiator der Veranstaltung hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung nun eine umfangreiche Dokumentation des Kongresses veröffentlicht. Die Dokumentation umfasst neben den Fachvorträgen zu Handlungsfeldern und Tendenzen innerhalb der nationalen Stadtentwicklungspolitik auch die Vorstellung der im Rahmen des Wettbewerbs „Stadt bauen. Stadt leben“ prämierten Projekte. Diese nicht nur für Teilnehmer des Kongresses interessante Dokumentation steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Projekt der Woche: Park der Sinne in Laatzen
Der Park der Sinne in Laatzen ist Kernstück und gestalterischer Schwerpunkt des Expo-Projektes Regionaler Landschaftsraum am Kronsberg, der die Leineaue und den Kronsberg über einen abwechslungsreich gestalteten Grünzug verbindet. Vor dem Park der Sinne befand sich an gleicher Stelle eine Mülldeponie. Heute lädt hier der Park nicht nur zu einem Spaziergang im Grünen ein, sondern will auch die Sinne schärfen. Luft - Wasser - Feuer - Erde: Die vier Elemente können und sollen an verschiedenen Erlebnisstationen gesehen - gehört - gefühlt - geschmeckt - gerochen, kurz: mit allen Sinnesorganen wahrgenommen werden. Interessant an diesem Park ist insbesondere, dass er sich seit März 2000 in der Trägerschaft eines Vereins befindet, der sich zu dem Zweck gegründet hat, diesen Park durch eigenes Engagement und durch eingeworbene Sponsorenbeiträge zu erhalten und weiter zu entwickeln. Eine gemeinnützige Einrichtung der Altenpflege betreibt ergänzend ein Café für die Besucher des Parks. Hier das Dokument mit weiteren Details zu diesem interessanten Projekt.

Fachtagung: Vielfalt des demografischen Wandels
Aktuelle Forschungen zeigen, dass sich in Deutschland sowohl in den Stadtzentren als auch im suburbanen Raum vielfältige demografische Strukturen und Trends identifizieren lassen. Besondere Herausforderungen ergeben sich für die Stadtentwicklung vor allem aus Schrumpfungs- und Wachstumsprozessen, der Alterung sowie der Internationalisierung und der Veränderung von Haushaltsstrukturen. Obwohl diese Entwicklungen lokal sehr unterschiedlich ausgeprägt sind, beeinflussen sie nahezu alle Aufgabenfelder der regionalen und kommunalen Daseinsvorsorge. Die Fachtagung „Vielfalt des demografischen Wandels“ diskutiert, welche Strategien und Projektansätze für Städte und Regionen, auch unter Einbindung der Privatwirtschaft, existieren, um auf die demografischen Herausforderungen reagieren zu können. Ein ausführliches Programm der Fachtagung vom 30. November bis 1. Dezember 2009 in Berlin steht Ihnen hier zur Verfügung.

Seminar: Wem gehört die Stadt?
Über mehrere Jahrzehnte gehörte der Wohnungsbau zu den wichtigsten öffentlichen Aufgaben und wurde maßgeblich durch staatliche oder staatsnahe Unternehmen bestimmt. In der Gegenwart liegen die Schwerpunkte der öffentlichen Arbeit längst in anderen Bereichen. Große Wohnungsbestände wurden und werden an private Unternehmen oder ausländische Investorengruppen verkauft, die dadurch erheblichen Einfluss auf die Entwicklung gesamter Quartiere nehmen können. Vor diesem Hintergrund thematisiert das Seminar „Wem gehört die Stadt“ anhand der Stadt Hamburg, wie die kommunale Wohnungsmarktpolitik zukünftig gestaltet werden kann. Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf dem in Hamburg erstmalig angewandten Instrument des „Housing Improvement Districts“. Ein detailliertes Programm der Veranstaltung am 3. Dezember 2009 finden Sie hier.