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18.01.2010

Tagung: Gemeinsam den demographischen Wandel gestalten
Der demographische Wandel bildet eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Überalterung der Gesellschaft wirkt sich auf unterschiedlichste Bereiche aus und erfordert weitreichende Veränderungen in den Städten und Regionen. Diese reichen von der Anpassung von Verkehrs- und Versorgungsinfrastrukturen über die Schaffung altengerechter Wohnformen bis hin zu Veränderung von Erholungs- und Freizeitangeboten. Mit der Tagung "Gemeinsam den demographischen Wandel gestalten" möchten die Bergische Entwicklungsagentur und die Innovationsagentur Stadtumbau NRW gemeinsam mit den Städten des Bergischen Städtedreiecks und weiteren Kommunen einen strukturierten Dialog zu Fragen des Umgangs mit den Herausforderungen des demographischen Wandels auf kommunaler Ebene einleiten. Hier finden Sie ein detailliertes Programm sowie weiterführende Informationen zu unserer Tagung. Den Link zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

Neue EU-Verordnung zu Schwellenwerten bei öffentlicher Auftragsvergabe
Am 1. Januar 2010 haben sich die Schwellenwerte für die Vergabe öffentlicher Aufträge verändert. Seit diesem Tag sind Bauaufträge bereits ab einem Volumen von 4,845 Millionen Euro und Dienstleistungsaufträge ab einem Volumen von 193.000 Euro europaweit auszuschreiben. Die detaillierten Regelungen können Sie der neuen EU-Verordnung (EG) Nr. 1177/2009 der Kommission vom 30. November 2009 - zur Änderung der Richtlinien 2004/17/EG, 2004/18/EG und 2009/81/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Schwellenwerte für Auftragsvergaben entnehmen, die Sie hier ansehen können.

Publikation: Stadtentwicklung mit Eigentümerstandortgemeinschaften in Deutschland
Der Einbindung von Immobilieneigentümern in die Stadt- und Standortentwicklung kommt, insbesondere vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Haushaltslage vieler Kommunen, eine steigende Bedeutung zu. In den vergangenen Jahren ist in NRW mit der Immobilien- und Standortgemeinschaft [ISG] ein wirkungsvolles Instrument zur kollektiven Entwicklung von Handels- und Dienstleistungsstandorten geschaffen worden. In Ergänzung dazu werden momentan so genannte Housing-Improvement-Districts [HID] als Ansatz zur Einbindung von Immobilieneigentümern in die Entwicklung von Wohnquartieren modellhaft erprobt. Mit dem Instrument der HIDs verbindet sich die Erwartungshaltung, dass sich erforderliche Anpassungsprozesse im Quartier - wie zum Beispiel der Rückbau leer stehender Bausubstanz, die altengerechte Anpassung von Wohnungen, die Aufwertung des öffentlichen Raums oder auch positive Imagebildung – kollektiv besser bewältigen lassen als individuell. Elena Wiezorek gibt in ihrem aktuellen Beitrag in “ifo Dresden berichtet 6/2009” eine erste Einschätzung zu den Hemmnissen, Erfolgsfaktoren und Realisierungschancen des neuen Instruments. Den Link zu diesem Beitrag finden Sie hier.

Projekt der Woche: Innenstadtrevitalisierung auf Basis jährlich wechselnder Initiativen
Der Niedergang von Innenstädten als kulturelle, soziale und kommerzielle Zentren der Stadt lässt sich vor allem in vielen Klein- und Mittelstädten in strukturschwachen Räumen beobachten. Die Zunahme leerstehender Ladenlokalen macht diesen Funktionsverlust deutlich sichtbar. In der Stadt Dannenberg konnte mithilfe eines Stadtmarketingprozesses, der seit 2002 jährlich wechselnde Initiativen zur Innenstadtrevitalisierung durchführt, die hohe Anzahl an Ladenleerständen einer neuen Nutzung zugeführt werden. Darüber hinaus ist es mithilfe der thematischen Initiativen gelungen, traditionelle Angebote im historischen Stadtzentrum dauerhaft zu sichern und neue Angebote zu schaffen. Auf diese Weise konnte die Funktion der Innenstadt als multifunktionales Zentrum der Stadt dauerhaft wieder hergestellt werden. Mit der Ansiedlung von Manufakturen hat sich zudem aus einer der Initiativen heraus ein Alleinstellungsmerkmal der Dannenberger Innenstadt entwickelt. Eine ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie hier.