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18.02.2008

Projekt der Woche: Qualität im Quartier – Wohnsiedlungen mit TÜV-Plakette
Mittlerweile gibt es viele Plaketten und Zertifizierungen, die unterschiedliche Aspekte rund ums Wohnen bewerten. Sei es die Niedrigenergiebauweise oder die Barrierefreiheit eines Hauses, die mit speziellen Normen und Etiketten zertifiziert werden. Diese unterschiedlichen Einzelaspekte wurden nun erstmals von der THS in Gelsenkirchen zu einer ganzheitlichen Qualitätsplakette zusammengefasst. Aber nicht nur physische Aspekte des Hauses, sondern auch wichtige Merkmale des Wohnumfeldes sowie soziale Aspekte, wie z.B. die Mitwirkungsmöglichkeit von Bewohnern, fließen in diese Bewertung mit ein. Auf diese Weise soll privatwirtschaftlich verantwortete Quartiersarbeit messbar gemacht werden. Mehr zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier.

Aufruf zur Projektmeldung: Forschungsprojekt „ Renaturierung als Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung"
Stadtentwicklung wird zunehmend durch die Gleichzeitigkeit und räumliche Nachbarschaft von Wachstums- und Schrumpfungsprozessen geprägt. Im Falle flächenhafter Abrisse von leer stehenden Wohngebäuden und nicht verwertbaren Gewerbebrachen stellen der konsequente Rückbau und die Aufwertung mit nachfolgenden Renaturierungsmaßnahmen eine immer bedeutendere Option dar. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat daher – vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) – im Rahmen des ExWoSt-Forschungsprogramms das Projekt „Renaturierung - als Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung“ ins Leben gerufen. Hierfür werden einschlägige Projekte gesucht, die geeignet sind, als Fallstudien ausgewertet zu werden. Für weitere Informationen zur Projektmeldung klicken Sie hier.

Politik des strategischen Schrumpfens? Demographischer Wandel und Infrastrukturausstattung in der Kommune
Das Spektrum der durch den demographischen Wandel betroffenen Bereiche ist weit und vielfältig: Es reicht von Wohnen, Verkehr, Ver- und Entsorgung, Gesundheit und Pflege, Kinder und Jugend über die Wirtschaft bis hin zu Bildung, Kultur, Sport und Freizeit. In die Abhängigkeit von der jeweiligen "demographischen Diagnose" wird dabei deutlich, dass ein Paradigmen- und Leitbildwechsel von der "Wachstumsplanung" zu einer "Governance des strategischen Schrumpfens" auf nahezu allen Planungsebenen unabdingbar ist. Die Frage, wie dies in der kommunalen Praxis umzusetzen ist, wird wesentlicher Bestandteil des Seminars „Politik des strategischen Schrumpfens“ vom 14.-16. März in Gummersbach sein. Weitere Informationen zur Veranstaltung der Theodor-Heuss-Akademie finden Sie hier.

Neuerscheinung Graue Reihe der TU Berlin: Erneuerung der Erneuerung - Eine neue Rolle der Stadterneuerung im Kontext von Benachteiligungsphänomenen in der Stadtentwicklung
Startpunkt der Arbeit von Arvid Krüger ist die Überlegung, dass wenn seit den 1970er Jahren eine neue räumliche Ordnung entsteht und Stadtplanung einen aktiven Einfluss auf den Raum nehmen kann sie an dieser neuen Ordnung nicht ganz unschuldig zu sein scheint. Tatsächlich hat sich seit dem Ende der "Kahlschlagsanierung" die Stadterneuerung in Deutschland ausdifferenziert; und die drei programmatischen Säulen "Behutsame Stadterneuerung", "Soziale Stadt" und "Stadtumbau" entwickelt. Jedoch besitzt diese Erneuerung oftmals nur eine relativ geringe Problemvermeidungskompetenz. Künftige Probleme eines Quartiers werden nämlich in der herkömmlichen Erneuerungslogik dadurch vermieden, dass es nach Abschluss eines Programms eine nachhaltig verbesserte Situation mit einer gesünderen Umgebung und einer netzwerklich besser organisierten Quartiersbürgerschaft gibt, die dann selbständig, bzw. in selbsttragenden Strukturen arbeitend, sich um die möglichen Zukunftsprobleme kümmern kann. Dieser an sich richtige Ansatz scheint aber wirkungslos an den Orten zu sein, die regelrechte Programmkarrieren in der Erneuerungsgeschichte durchlaufen. Das Buch von Arvid Krüger versucht deshalb, die soziologische Perspektive neu auf die planungsgeschichtliche Perspektive zu projizieren. Die Veröffentlichung in der Grauen Reihe können Sie hier auch als PDF herunter laden.

Buchveröffentlichung: Stadtmanagement – Strategien zur Modernisierung der Stadt[-Region]
Das Buch „Stadtmanagement“ mit Heidi Sinnig als Herausgeberin beschäftigt sich mit der Frage, ob es sich bei dem Begriff lediglich um ein Modewort oder um neue Qualitäten für die Stadtentwicklung handelt. Auf der Suche nach Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der Stadt haben zuletzt verschiedene Aspekte an Bedeutung gewonnen: Lebensqualität als qualitativer Anspruch strategischer Steuerung, ressortübergreifendes Handeln, Umsetzungs- und Prozessorientierung, Akteurs-Kooperation, Kommunikation, Planung durch Projekte sowie die stadt-regionale Handlungsebene. Finden sich hier Kennzeichen für ein Stadtmanagement? Was sind neue Qualitäten, die mit Stadtmanagement verbunden sein könnten? Wo liegen Unterschiede zu Stadtplanung und Stadtentwicklung? Diesen und anderen Fragestellungen werden im Buch ausführlich nachgegangen. Bestellen können Sie es im Verlag Dorothea Rohn unter der ISBN 978-3-939486-20-6 für ca. 38 Euro.