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18.08.2008

Projekt der Woche: Das Konzept der Breiten Schule in den Niederlanden
Die Infrastruktur in unseren Stadtteilen verändert sich schon heute vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Einrichtungen werden teilweise aufgrund der schlechten Auslastung oder aufgrund von finanziellen Engpässen geschlossen. In den Niederlanden wird daher seit einigen Jahren der Ansatz der „Brede School“ [Breite Schule] verfolgt, der unterschiedliche Bildungs- und Freizeiteinrichtungen kombiniert. Auf diese Weise wird ein neues Zentrum für Jung und Alt geschaffen, das effizient durch die unterschiedlichen Nutzergruppen ausgefüllt wird. Die Details zu diesem spannenden Ansatz können Sie wie immer hier am Beispiel Malburgen-West in Arnheim in unserem Projekt der Woche nachlesen.

Tagung: Sportstätten und demographischer Wandel – Probleme und Chancen
Was der demographische Wandel für die Infrastruktur in einer Kommune bedeuten kann - besonders für die Versorgung mit Sportstätten und sonstigen Freizeiteinrichtungen - wird zwar von Fachleuten häufig diskutiert, ist aber bisher kaum ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gedrungen. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft [BISp] veranstaltet am 29. August gemeinsam mit dem Innenministerium und dem Landessportbund NRW in Düsseldorf eine Tagung zu diesem Thema. Auch im bevölkerungsreichsten Bundsland NRW muss bereits jetzt Vorsorge getroffen werden, dass insbesondere angemessene Schwimmbäder, Sporthallen und -plätze für eine älter werdende Bevölkerung zur Verfügung stehen. Dazu muss vor allem die Frage nach einer Gestaltung neuer Sportstätten für diese sich verändernde Bedürfnisse geklärt werden. Die Vorträge und Diskussionen am 29. August in Düsseldorf werden dazu diese und andere Fragen aufgreifen und diskutieren. Die Anmeldung zur Tagung sollte bis zum 22. August erfolgen. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

3. Demographie-Kongress „Best Age“
Der demographische Wandel, als eine der bedeutendsten Herausforderungen der Zukunft, ist in der Gesellschaft, der Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft angekommen. Nun gilt es, die vielfältigen Überlegungen, Expertisen, Leitbilder und Strategien umzusetzen und Best Practice in Common Practice umzuwandeln. Die kongressbegleitende Fachmesse bietet zusätzlich die Gelegenheit, den rund 700 Kongressteilnehmern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft Produkte, Dienstleistungen, Initiativen, Projekte und Aktionen im Themenfeld "demographischer Wandel" zu präsentieren. Außerdem wird es zum ersten Mal eine Weiterbildungsbörse zum Thema geben. In diesem Jahr stehen die Themen Personalpolitik/-management sowie die Stadt- und Regionalentwicklung im Mittelpunkt. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel und das rasant steigende Durchschnittsalter der Beschäftigten zwingt Unternehmen und Behörden zur Anpassung ihrer Personalpolitik. Nach dem regen Interesse 2007, baut der 3. Demographie-Kongress seine Kompetenz für “demographiefestes Personalmanagement” weiter aus. Darüber hinaus müssen sich Städte und Landkreise auf eine schrumpfende Bevölkerung einstellen und gleichzeitig altersgerechte Strukturen aufbauen. Weitere Informationen zur Veranstaltung am 2. und 3. September im dbb forum Berlin erhalten Sie hier.

Symposium 2008: Ressourcen der Stadt – Klimaschutz, Grün und Lebensqualität.
Unter der Fragestellung „Was können Städte gegen den Klimawandel tun?“ werden zu den Themenfeldern Klimaschutz, Grün und Lebensqualität Vorträge und Diskussionsrunden veranstaltet. Der 2. Bericht des UN-Klimarates hat die Konsequenzen des heutigen Lebenswandels für die Zukunft prognostiziert. Vorhandene Langfriststrategien für die Umwelt- und Energiepolitik und ihr Verhältnis zu prosperierenden Wirtschaftssystemen stehen daher teilweise auf dem Prüfstand. Grün prägt seit jeher Lebensqualität und Image der Städte. Inzwischen wird städtisches Grün mehr und mehr auch zu einer strategischen Größe der Stadtentwicklung und zu einem Standortfaktor für Tourismus, Wohnen und Wirtschaft. Dem öffentlichen Grün kommt zudem eine wichtige soziale Rolle zu – wobei Grünanlagen je nach Konzeption Kommunikation und Zusammenhalt fördern oder aber zu Kristallisationsorten sozialer Konflikte werden können. Unter den Begriff Lebensqualität fallen alle Faktoren, welche die Lebensbedingungen der Gesellschaft und des Einzelnen ausmachen. Die WHO umschreibt „Lebensqualität“ mit dem körperlichen, psychischen und sozialen Befinden eines Individuums. Eine intakte Umwelt, genügend Arbeitsplätze, ausreichend Wohnraum, ein vielfältiges Freizeitangebot, die nötige soziale und kulturelle Infrastruktur sind Faktoren, die Auswirkung auf die Lebensqualität des Einzelnen haben. Weitere Details zum Symposium, das vom 10. bis zum 12. September von der Stiftung lebendige Stadt in Abstimmung mit dem Deutschen Städtetag in Dresden ausgerichtet wird, können Sie hier nachlesen.

Seminar: Hausmeistertraining – Tägliche Arbeit mit nicht-deutschen Mietern
Das friedliche Zusammenleben in großen oder mittleren Wohnkomplexen und -gebäuden ohne die nicht-deutschen Mieter ist über kurz oder lang nicht machbar. Dies ist schon lange kein Geheimnis mehr. Beide Seiten sind längst aufgefordert aufeinander zuzugehen und sich besser zu verstehen. Die Hausmeister und ihre verantwortlichen Sachbearbeiter sollten über Kenntnisse verfügen, die ihnen beim Vermieten, Betreuen und Reparieren von Wohnanlagen weiterhelfen. Hausmeister und nicht-deutsche Mieter sind gemeinsam aufgefordert sich gegenseitig besser zu verstehen und dadurch Probleme kompetenter zu lösen. Zur Verbesserung dieser interkulturellen Fähigkeiten bietet das Seminar verschiedene Bausteine an, die ein besseres gegenseitiges Verständnis fördern. Weitere Informationen zum Seminar des EBZ am 16. September in Bochum finden Sie hier.

ExWoSt-Forschungsfeld Eigentümergemeinschaften im Stadtumbau – Modellvorhaben gesucht
Im Rahmen des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau [ExWoSt] beabsichtigt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung [BBR] im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] Modellvorhaben zu „Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau“ durchzuführen und entsprechende Projekte zu unterstützen. Eigentümerstandortgemeinschaften können insbesondere in solchen Quartieren einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung von Stagnation leisten, in denen ohne eine Kooperation verschiedener Akteure keine positive Entwicklung des Gebietes und der Bestände zu erwarten ist. Für die Aufwertung innerstädtischer Wohnquartiere mit Stadtumbauaufgaben wird deshalb die Aktivierung und Zusammenarbeit verschiedener Eigentümer immer wichtiger. Private Eigentümer und Wohnungsunternehmen äußern zunehmend Interesse, im Rahmen von Eigentümerstandortgemeinschaften [ESG] gemeinsam Objekte zu entwickeln, das Wohnumfeld zu verbessern und Quartiere aufzuwerten. Viele Quartiere weisen eine negative Entwicklungsdynamik auf und notwendige Investitionen einzelner Eigentümer rentieren sich erst bei hinreichenden Perspektiven für das Gesamtquartier. Einsendeschluss für die Einreichung von Modellvorhaben zu diesem Themenkomplex ist der 15. September. Zusätzliche Informationen des BBR finden Sie hier.