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19.03.2012

Bunt wie der Frühling!“ Baustellen-Fahnen an der Honsberger Straße!
Der Abriss des evangelischen Gemeindehauses im Remscheider Stadtumbaugebiet Honsberg ist vollbracht, bis zum ersten Spatenstich für das interkulturelle Gemeinschaftshaus „Neue Mitte Honsberg“ dauert es aber voraussichtlich noch bis zur Mitte des Jahres. Nun schauen die Anwohner des Honsbergs auf eine riesige Baustelle und die aktive Stadtteilkonferenz am Honsberg hat verschiedene Ideen entwickelt, um im Quartier trotz Brache und Stillstand ein Gefühl des Neubeginns zu verankern. Die Kinder der OGGS Honsberg haben sich zusammen mit der Stadtteilkonferenz eine erste Aktion ausgedacht, um dort ein bisschen mehr Farbe und auch Vorfreude auf das Kommende zu verbreiten. Am vergangenen Donnerstag haben sie bunte, selbst gemalte Fahnen entlang der Baustelle angebracht. Die Fahnen zeigen die Vielfalt der Nationalitäten und Kulturen auf dem Honsberg, aber auch Dinge, die der Stadtteil trotz Verlust des Gemeindehauses noch zu bieten hat, sowie Eindrücke, wie das neue „Zentrum“ aus Sicht der Kinder aussehen könnte. Weitere Informationen zu dieser schönen Aktion finden Sie hier.

Caritas gibt die Schließung des integrativen „Carekauf“-Supermarkts in Gelsenkirchen bekannt
Wie die Caritas, Träger des integrativen „Carekauf“-Supermarkts im Tossehof, am vergangenen Donnerstag bekannt gab, muss der Supermarkt zum 30. April 2012 geschlossen werden. Das Projekt war als Vorzeigemodell der Integration schwer vermittelbarer und behinderter Menschen im April 2009 initiiert worden. Allerdings konnte der Supermarkt in den letzten drei Jahren keinen ausreichenden Umsatz zur Sicherung der langfristigen Tragfähigkeit des Geschäfts erwirtschaften. Auch Versuche die Schließung durch Warenumlaufanalysen und Sortimentsanpassungen zu verhindern, scheiterten und die Caritas kann das diesjährige Defizit nicht mehr stemmen. Fraglich ist nun, wie der Wegfall dieses insbesondere für ältere Menschen wichtigen Nahversorgungsangebots mit Lieferservice im Stadtumbaugebiet Gelsenkirchen-Tossehof zukünftig kompensiert werden kann. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Krefelder Norbertuskirche wird als eine der ersten Kirchen in Nordrhein-Westfalen zum Mehrgenerationenhaus umgebaut
Die ehemalige Krefelder Kirche St. Norbertus im Westbezirk wird eine der ersten Kirchen in Nordrhein-Westfalen, in der ein Mehrgenerationenhaus eingerichtet wird. Die Bauarbeiten am Blumenplatz im Krefelder Stadtumbaugebiet sind vor wenigen Tagen gestartet. In der Kirche entsteht ein Mehrgenerationenhaus mit 22 öffentlich geförderten Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Das Bauvorhaben ist öffentlich gefördert, die künftigen Mieter müssen also einen Wohnberechtigungsschein vorweisen. 2013 soll der Umbau abgeschlossen sein. Weitere Informationen zu diesem bemerkenswerten Projekt finden Sie hier.

Frühstückstreffen im Stadtumbaugebiet Werdohl-Ütterlingsen mit großem Erfolg gestartet
Die Idee entstand eigentlich schon im vergangenen Herbst. Die 78-jährige Renate Backes, die schon seit mehr als 50 Jahren in Ütterlingsen wohnt, dachte über ein Frühstückstreffen nach. Die Idee fand bei Ahmet Tasdemir von der Wohnungsgesellschaft Werdohl und der Quartiersmanagerin Silke Kreikebaum sofort Anklang. Es dauerte dann aber doch eine ganze Weile, bis die Idee von Renate Backes in die Tat umgesetzt wurde. Am vergangenen Donnerstag traf sich dann die überraschend große Runde im Ütterlingser Stadtteiltreff zum ausgiebigen Frühstück. Der kleine Raum war voll, einige Gäste mussten sogar auf der Fensterbank oder in zweiter Reihe Platz nehmen. Weitere Informationen zu dieser neuen Frühstücksgelegenheit in Werdohl finden Sie hier.

Die Stadt Neuss setzt eine Enquête-Kommission Demographie ein
Weniger, älter, bunter: Die markanten Schlagworte müssen oft als Erklärung für die demographische Entwicklung der kommenden Jahrzehnte herhalten. Und sie haben für Stadtentwicklung und auch eine vorausschauende Planung von Infrastruktureinrichtungen weitreichende Folgen. Die Stadt Neuss reagiert darauf unter anderem mit der Einsetzung einer Enquête-Kommission Demografie, in der Politiker wie Wissenschaftler künftig konkretes Handeln von absehbaren Fakten ableiten sollen. Im Kern geht es darum, vorhandene Infrastruktur zu erhalten – Veränderungen eingeschlossen. Eine „Notwendigkeitskontrolle“ sei unabdingbar, so der Neusser Bürgermeister Herbert Napp. Weitere Informationen zu dieser sicherlich nachahmenswerten kommunalen Initiative finden Sie hier.

Projekt der Woche: Krämerdorf in Altena
Die Stadt Altena ist von starken Schrumpfungstendenzen betroffen, die gerade im Bereich der Fußgängerzone zu einer hohen Anzahl von Ladenleerständen und zunehmender Verödung geführt haben. Mit der Schaffung eines neuen multimedialen Aufzugs, der seinen Ausgangspunkt in dieser Fußgängerzone hat und durch den Felsen zur touristischen Hauptattraktion der Stadt Altena – der historischen Burg – führt, soll sich dies nun ändern. Durch diese Neuerung werden die großen Touristenströme dann erstmals aus der Peripherie ins Zentrum geholt und durch die Fußgängerzone geleitet. Die soll sich – ganz im Sinne der anspruchsvollen Ziele des Gesamtprojektes – dann aber nicht mit billigen Souvenirläden und Fast-Food-Restaurants füllen, sondern zu einem attraktiven Krämerdorf entwickeln. Auch bei dieser Entwicklung eines Krämerdorfs und der Revitalisierung der Innenstadt insgesamt setzt die Stadt Altena wieder gezielt auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger Altenas und deren bürgerschaftliches Engagement. Weiter Informationen zu diesem Projekt, das unsere Reihe zu bemerkenswerten Projekten bürgerschaftlichen Engagements in Altena abschließt, finden Sie hier.

Kommunale Kassenkredite: Von der Ausnahme zur Regel
Um die Differenz zwischen laufenden Einnahmen und laufenden Ausgaben zu schließen, greifen immer mehr Kommunen auf so genannte Kassenkredite zurück. Bis Mitte der 1990er Jahre kam diesem Instrument noch jene Rolle zu, die es eigentlich hat: kurzfristige Sicherung der Zahlungsfähigkeit. Jetzt ist Realität: In vielen Städten, Gemeinden oder Landkreisen überragen die Kassenkredite gar die für die Investitionen aufgenommenen sogenannten fundierten Schulden. Eine Online-Veröffentlichung des BBSR zeigt, in welch beängstigenden Maße sich diese kommunalen Kassenkredite in den letzten Jahren entwickelt haben und differenziert diese Analyse auch räumlich nach Bundesländern und Städten. Ausführliche Informationen zu dieser Online-Veröffentlichung finden Sie hier. Was dies konkret für die besonders betroffenen Kommunen bedeutet, können Sie hier am Beispiel der Stadt Altena nachlesen.