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19.04.2010

Kongress: 2nd hand spaces – nachhaltige Gestaltung des städtischen Wandels durch Zwischennutzung
Zwischennutzungen bieten die Chance, Räume auf Zeit zu beleben, wovon sowohl die Immobilieneigentümer und Zwischennutzer als auch die Stadtentwicklung profitieren. Die ZwischenZeitZentrale [ZZZ], die in Bremen seit März 2010 als Zwischennutzungsagentur arbeitet, veranstaltet zu diesem Thema am 5. und 6. Mai 2010 die interdisziplinäre Konferenz „2nd hand spaces“. Am erste Tag soll u. a. die Diskussion folgender Fragen erfolgen: Welchen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten Zwischennutzungen? Wie können Zwischennutzungen besser in die Stadtentwicklung eingebunden werden? Welchen stadtgesellschaftlichen Potentialen können Zwischennutzungen Raum geben? Inwieweit können aktuelle stadtgesellschaftliche Veränderungen durch Zwischennutzungen nachhaltiger gestaltet werden? Am zweiten Tag findet, im Anschluss an einen Stadtrundgang, ein Workshop zur Konzeption einer Zwischennutzung statt, der durch Erfahrungsberichte verschiedener Experten ergänzt wird. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Handlungskatalog: Optionen erneuerbarer Energien im Stadtraum
In allen Städten und Gemeinden bilden Freiflächen und Brachen, Fassaden- und Dachflächen, der Erdboden sowie Wasserläufe ein hohes Potenzial an "energetischen Nutzflächen" zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Mit dem Handlungskatalog: „Optionen erneuerbarer Energien im Stadtraum“ hat das BBSR kürzlich eine Publikation veröffentlicht, die kommunalen Akteuren, die verstärkt erneuerbare Energien in urbanen Räumen nutzen möchten, einen praxisnahen Einstieg in dieses Thema ermöglicht. Die Veröffentlichung umfasst verschiedene Hilfen zur Analyse und Umsetzung von Maßnahmen, wie eine Roadmapping zur Vorgehensweise bei der Analyse und Bewertung der in einer Kommune vorhandenen Potenziale, Steckbriefe zu den einzelnen Energieoptionen und die Dokumentation verschiedener Good-Practice-Beispiele, die die gelungene Umsetzung verschiedener Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie im urbanen Raum aufzeigen. Einen Link zum kostenlosen Download des Handlungskatalogs finden Sie hier.

Projekt der Woche: Soziokulturelles Zentrum „Kulturfabrik Fürstenwalde“
Die Revitalisierung brach gefallener Fabrikgebäude ist weiterhin eines der zentralen Themen des Stadtumbaus. Leerstehende Fabrikgebäude an innerstädtischen Standorten bieten die Chance zur funktionalen Ergänzung und Stärkung des Stadtzentrums sowie zur städtebaulichen Aufwertung der Quartiere. Die Wiedernutzung solcher Immobilien, das zeigen auch zahlreiche andere Projekte der Woche, kann mithilfe unterschiedlichster Akteursgeflechte und Nutzungskonzepte erfolgen. Das Beispiel der Kulturfabrik Fürstenwalde zeigt, wie durch das gemeinsame Engagement von privaten Akteuren, Vereinen und der öffentlichen Hand die Sanierung und der dauerhafte Betrieb eines soziokulturellen Zentrums in einer ehemaligen Malzfabrik möglich wurde. Mit der Kulturfabrik ist ein neuer Frequenzbringer in der Fürstenwalder Innenstadt entstanden. Die Kombination unterschiedlicher Nutzungen in einer Immobilie ermöglicht zudem die Generierung von Synergieeffekten zwischen privaten und öffentlichen Angeboten. Eine ausführliche Darstellung dieses Projekts finden Sie hier.

Stadtteilzentren und Ortsteile mit Zukunft: Praxisbeispiele und Handlungsansätze zwischen Erlebniseinkauf und Nahversorgung
Die klassische Funktion von Stadtteil- und Nebenzentren als Nahversorgungsstandort für die umliegenden Siedlungsbereiche ist vielerorts stark bedroht. In zahlreichen Stadtteilzentren sind Qualität und Quantität der Einzelhandelsangebote in der Vergangenheit bereits deutlich zurückgegangen und Trading-Down-Prozesse schreiten unverkennbar voran. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels kommt den Stadtteilzentren jedoch zukünftig eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung zu, weshalb ihre Attraktivierung und Stärkung eine bedeutende Aufgabe der Stadtentwicklung darstellt. Solche Aufwertungs- und Lenkungsbemühungen müssen ein breites Spektrum, von der Gestaltung über das Sortiment bis hin zum Image, umfassen. Im Rahmen des vhw-Seminars „Stadtteilzentren und Ortsteile mit Zukunft“, das am 6. Mai 2010 in Essen stattfindet, sollen differenzierte Strategien, Lösungen und Praxisbeispiele zur Wiederbelebung und Aufwertung von Stadtteilzentren vorgestellt und diskutiert werden. Das Programm sowie weitere Informationen zu diesem Seminar stehen Ihnen hier zur Verfügung.