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19.05.2008

Projekt der Woche: Mieterbindung durch Brachflächenaktivierung
Viele Städte erfahren schon heute oder auch in den kommenden Jahren Bevölkerungsrückgänge. Dies bedeutet auch, dass viele Infrastruktureinrichtungen nicht mehr gebraucht werden und über Umnutzungskonzepte nachgedacht werden muss. Aber nicht nur die Gebäude können neuen Nutzungen zugeführt werden, sondern auch die großen Freiflächen, die zum Beispiel bei Kindergärten oder Schulen bestehen, sind für neue Nutzungen attraktiv. Gerade in Wohnsiedlungen mit hoher baulicher und Bevölkerungsdichte können Gartennutzungen für die Mieter ein interessantes Angebot sein, um die Bindung an den Stadtteil zu erhöhen. Das Projekt der Woche beschreibt diesmal die Erfahrungen eines solchen Projektes in Berlin Marzahn-Hellersdorf. Weitere Details können Sie wie immer hier nachlesen.

Broschüre ExWoSt: Bilanz im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West
Ende April 2008 ist die vierte und letzte Broschüre zu den Pilotstädten im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West erschienen. Unter dem Titel "Stadtumbau in 16 Pilotstädten - Bilanz im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West" sind die Ergebnisse des nun abgeschlossenen fünfjährigen Forschungsfeldes umfangreich und unter Verwendung zahlreicher Bilddokumente zusammengefasst worden. Dabei wurden vor allem die Themenfelder Entwicklungskonzepte, Handlungsräume, Impulsprojekte, Einbeziehung der Öffentlichkeit, Finanzierung oder auch Instrumente im Stadtumbau betrachtet. Die Broschüre kann kostenlos bei der Forschungsagentur Stadtumbau West bestellt oder hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Einweihungsfest der Parkzwischennutzung auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Schalke Süd, Gelsenkirchen
Am ehemaligen Güterbahnhof in Gelsenkirchen-Schalke tut sich wieder etwas. Das Stadtumbaubüro der Gelsenkirchener City lädt alle Interessierten ein, gemeinsam die neue Parkzwischennutzung einzuweihen. Das Einweihungsfest wird am 24. Mai auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs stattfinden. Von 14-19 Uhr wird es ein umfangreiches Programm für alle Besucher geben. Der Bürgermeister Frank Baranowski wird mit ein paar Begrüßungsworten das Fest eröffnen. Danach wird es verschiedene Darbietungen im sportlichen sowie musikalischen Bereich geben. Den Zugang zur Veranstaltung erreichen Sie über die Rheinische oder Schmiedestraße. Weitere Informationen zum Einweihungsfest bekommen Sie direkt über Frau Wend, die unter der Adresse stadtumbaubuero@gelsennet.de die Ansprechpartnerin der Veranstaltung für Sie ist.

Tagung: Städtebau und Handel
In allen Bereichen des Handels findet ein tiefgreifender Strukturwandel statt, der die Standorte der Nahversorgung, der Stadtteilzentren, der Kernstädte und der peripheren Versorgungszentren unterschiedlich, aber nachhaltig beeinflusst. Dieser Strukturwandel im Handel vollzieht sich bei den Anbietern und Verbrauchern verhältnismäßig schnell, während die städtebaulichen Strukturen hierauf unverhältnismäßig langsam reagieren. Beschleunigt wird der Strukturwandel durch die Veränderungen der soziodemographischen Strukturen und die Polarisierung des Verbraucherverhaltens, bei gleichzeitiger Unternehmens- und Umsatzkonzentration. Die Ansiedlungsbedingungen für Fachmärkte und Discounter an nicht integrierten Standorten in Gewerbe- und Sondergebieten sowie auf Bahn- und Konversionsflächen haben deren Entwicklungsbedingungen erheblich begünstigt. Gleichzeitig haben sich die Standorte in den Innenstädten durch Verkehrs- und Parkprobleme, hohe denkmalpflegerische Anforderungen, nachlassende Sicherheit und Sauberkeit sowie fehlende Expansionsmöglichkeiten verschlechtert. Erforderlich ist eine schnelle und gezielte Steuerung der Standorte für den Handel. Dabei sind insbesondere die Anforderungen des Handels, des Städtebaus und des Baurechts vor dem Hintergrund der nationalen und internationalen Entwicklungstendenzen im Handel und in der aktuellen Rechtsprechung des BVerwG Gegenstand der Tagung am 16. und 17. Juni in Berlin. Weitere Details zur Tagung des Instituts für Städtebau in Kooperation mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag finden Sie hier.

Fachpolitischer Dialog zum Stadtumbau Ost. Ergebnisse der Evaluierung>
Das Programm Stadtumbau Ost ist seit seiner Einführung im Jahr 2002 eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklungspolitik in den neuen Bundesländern. Nach fünf Jahren Programmlaufzeit wurde im Frühjahr 2007 die Evaluierung des Programms als Gemeinschaftsinitiative von Bund und Ländern eingeleitet. Sie wird im Mai 2008 abgeschlossen. Auf dem Fachpolitischen Dialog zum Stadtumbau Ost werden die zentralen Ergebnisse präsentiert sowie die Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung des Programms ab 2009 vorgestellt. Unter Beteiligung der Partner und Akteure des Stadtumbaus und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung werden die Empfehlungen zur Zukunft des Stadtumbaus einschließlich der Frage einer Zusammenführung der Programme Stadtumbau Ost und West anschließend zur Diskussion gestellt. Ausgehend von der Bilanz der bisherigen Umsetzung des Stadtumbaus werden damit die Weichen für die Fortführung des Programms gestellt. Weiterführende Informationen zur Veranstaltung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 17. Juni in Berlin bekommen Sie hier.

Zuhause in der Stadt – Herausforderungen, Potenziale, Strategien
Die Konferenz der Schader-Stiftung findet in Kooperation mit den wohnungswirtschaftlichen Verbänden, den Verbänden der Planer und Architekten, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Mieterbund statt. Ihre gemeinsame Verantwortung für das Gemeinwesen Stadt angesichts der aktuellen ökonomischen, gesellschaftlichen und demografischen Herausforderungen als Akteure aus Stadt- und Quartiersentwicklung, Immobilienwirtschaft und Wohneigentum, ist Grundlage dieser Kooperation. Die Konferenz erörtert und reflektiert Strategien, Instrumente sowie konkrete Handlungsansätze zur Stärkung und Weiterentwicklung der Städte als attraktive Wohn- und Lebensräume. Ziel ist es, Perspektiven und Handlungsempfehlungen zur Förderung des Lebens und Wohnens in der Stadt in einem kooperativen Prozess herauszuarbeiten, darauf aufbauend weiterführende Projekte und Modellvorhaben anzuregen sowie Impulse für lokale und regionale Initiativen zu geben. Mit der Einbindung sehr unterschiedlicher Partner in die Konzeption und Durchführung verknüpft die Konferenz das Anliegen, die Kommunikation der Akteure miteinander sowie die Kommunikation in die Zivilgesellschaft hinein auf eine tragfähige Grundlage zu stellen und auf diesem Wege Impulse zur Entwicklung und Gestaltung einer Nationalen Stadtentwicklungspolitik geben. Weitere Informationen zur Veranstaltung am 17. und 18. Juni in Darmstadt finden Sie hier.