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19.09.2011

Ambitionierte Stadtumbaupläne für Herne-Mitte
Ambitionierte Pläne für den Stadtumbau hat die Stadt Herne entwickelt und nun veröffentlicht: In einem Stadtumbaugebiet Herne-Mitte sollen in den kommenden acht bis zehn Jahren knapp 20 Millionen Euro öffentlicher und 90 Millionen Euro privater Mittel verbaut werden. Auf knapp 90 Seiten hat die Stadt ihre Vorstellungen detailliert aufgelistet. Durch die einzelnen Maßnahmen, so das Ziel, soll die Herner Innenstadt in Zeiten zunehmender Geschäftsleerstände und einer stärkeren sozialen Benachteiligung der Bewohner als Stadtzentrum sowie Wohnstandort gestärkt werden. Die Stadt müsste bei grünem Licht durch die Bezirksregierung 20 Prozent der öffentlichen Kosten schultern. Und genau dies wird die große Hürde sein, die es zur Realisierung dieser ambitionierten Pläne auf dem Weg zu einer Bewilligung der beantragten Fördermittel im Rahmen des Bund-Länder-Programms Stadtumbau West nun zu nehmen gilt. Weitere Informationen zu diesen Plänen der Stadt Herne finden Sie hier.

Veröffentlichung: PPP-Projektmanagement - Leitfaden für Kommunen
Der Erhalt und die Verbesserung der Infrastruktur stellen für alle Kommunen in Deutschland die wichtigsten, aber auch mit wachsendem Tempo schwieriger werdenden Aufgaben dar. Bei der Auswahl der wirtschaftlichsten Variante spielt in Deutschland seit dem Jahr 2002 auch Public Private Partnership (PPP) eine Rolle. 6,7 Mrd. Euro flossen seitdem mit Hilfe der Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) in Hochbau- und Straßenbauprojekte. In den ersten Monaten des Jahres 2011 betrug das Investitionsvolumen bereits 674 Mio. Euro. Es deutet sich an, dass die guten Zahlen der Jahre 2007 bis 2009 wieder erreicht werden könnten. Die deutsche Sparkassenorganisation hat nun gemeinsam mit ihrem kommunalen Beratungsdienstleister Deka Kommunal Consult GmbH ergänzend zum bereits bestehenden „PPP-Handbuch“den Leitfaden „PPP Projektmanagement - Ein Leitfaden für Kommunen“ veröffentlicht. Die in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten und kommunalen Praktikern entwickelten Handlungsempfehlungen sind eine Arbeitshilfe, mit der eine effektive, auf die individuellen Bedürfnisse angepasste Projektorganisation aufgebaut werden kann. Ausführlichere Informationen zu diesem neuen Leitfaden und zu den Bezugsmöglichkeiten finden Sie hier.

Projekt der Woche: Rollender Supermarkt – Heiko mein Kaufzuhaus
In vielen ländlichen Gebieten gibt es große Bemühungen, die Lebensmittelnahversorgung – etwa durch den eigenständigen Betrieb eines Dorfladens – vor Ort zu sichern. Trotz des großen Einsatzes gelingt es aber nicht immer, vor Ort ein neues Lebensmittelgeschäft zu etablieren. Aus diesem Grund gibt es schon seit geraumer Zeit so genannte rollende Supermärkte, mit denen es möglich ist, auch entlegene Gebiete mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Gerade für ältere Menschen, aber auch für sonstige in Ihrer Mobilität eingeschränkte Personen, ist dies die einzige Möglichkeit, auch weiterhin in ihrer gewohnten Lebensumgebung ein eigenständiges Leben führen zu können. ‚Heiko mein Kaufzuhaus’ ist einer dieser mobilen Anbieter. Genaueres dazu gibt es hier im aktuellen Projekt der Woche.

Kommunaltagung: „Bürgerbeteiligung neu denken – Kommunale Genossenschaften und Bürger-Finanzinstrumente“
Angesichts der Herausforderungen an die Finanzierung bestehender und neuer Aufgaben für die immer handlungsunfähiger werdenden Kommunen kommt der Frage, wie zivilgesellschaftliches Potential für die kommunale Leistungserbringung besser erschlossen werden kann, eine immer größer werdende Aufmerksamkeit zu. Daher veranstalten der Städte- und Gemeindebund NRW, der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband, die NRW.Bank und die Rechtsanwaltskanzlei Wolter & Hoppenberg am Dienstag, den 11. Oktober 2011 eine Tagung, die sich genauer den Chancen, wie auch den Grenzen einer solchen verbesserten Aktivierung von zivilgesellschaftlichen Potenzialen widmet. Neben einer allgemeinen Diskussion dieses Themas und einer Vorstellung von Beispielen guter Praxis umfasst das Tagungsprogramm auch eine Beschäftigung mit den Möglichkeiten von Bürger-Finanzierungsinstrumenten und ihrer rechtlichen Besonderheiten aus juristischer Sicht. Nähere Informationen wie auch einen Vordruck zur Anmeldung finden Sie hier.

Videobeitrag: Temporäre Bauten – Basislager Zürich
Auf einer brachgefallenen Industriefläche in der Zürcher Binz ist das Dienstleitungsgebäude ‹Räffelpark› geplant. Der Baubeginn soll im Herbst 2011 erfolgen.Das zwischenzeitlich in einen Dornröschenschlaf versunkene Gelände hat geradezu eingeladen, entdeckt und vorübergehend als Spielraum und Experimentierfläche genutzt zu werden. So schaffen seit Ostern 2009 mobile Container temporäre Mietflächen. Dies für junge Leute mit vielen Ideen aber wenig Geld, die alleine, locker oder intensiv vernetzt mit Gleichgesinnten ein Projekt entwickeln wollen. Das von privater Seite initiierte Projekt startete mit wenigen Containern, die auf leichten Fundamenten über den Pionierpflanzen der Brache ruhen. Zwischen Birken und Brombeerbüschen, am Rande eines Naturschutzgebietes entwickelte es sich weiter. Heute umfasst die mobile Atelier-Siedlung über 130 Module mit weit mehr als 200 Nutzern. Entstanden ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Basislager für innovative Ideen und Menschen. Einen Videobeitrag zu diesem bemerkenswerten und vorbildhaften Projekt finden Sie hier.