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19.10.2009

Projekt der Woche: Wohnkirche Mönchengladbach

Die Umnutzung einer Kirche zu Wohnzwecken ist eine planerische und technische Herausforderung. Denn in der Regel ist die Umnutzung mit erheblichen und kostenintensiven Eingriffen in die Bausubstanz verbunden. In Mönchengladbach-Rheydt konnte durch den gebündelten öffentlichen Mitteleinsatz von Wohnraumförderung und Städtebauförderung für die denkmalbedingten Mehrkosten ein Beispiel für eine Umnutzung zu Wohnzwecken in innenstadtnaher Lage realisiert werden. In zentraler Lage sind hier abwechslungsreiche und hochwertige öffentlich geförderte Wohnungen entstanden. Nähere Erläuterungen und einen Link zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier.

Seminar: Zertifizierung von Stadtquartieren
In den vergangenen Jahren haben Zertifikate bei der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen erheblich an Bedeutung gewonnen. Inzwischen lässt sich diese Entwicklung, insbesondere in Bezug auf bauliche Qualitäten, auch im Planungssektor und in der Immobilienwirtschaft beobachten. Im europäischen Ausland etablieren sich zunehmend Zertifizierungssysteme für gesamte Stadtquartiere. Eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung kommt jedoch zu dem Ergebnisse, dass sich diese Modelle kaum auf deutsche Quartiere übertragen lassen. Im Rahmen des Seminars „Zertifizierung von Stadtquartieren – Qualitätskriterien und Gütesiegel als Instrument einer nachhaltigen Stadtentwicklung?“ werden die Ergebnisse der Studie vorgestellt und diskutiert, um darauf aufbauend denkbare Verfahren und Anwendungsvoraussetzungen für eine Zertifizierung deutscher Stadtquartiere zu entwickeln. Ein detailliertes Programm der Veranstaltung am 4. November 2009 in Berlin steht Ihnen hier zur Verfügung.

Veranstaltung: Zukunft des Stadtumbaus West
In Zuge des demografischen Wandels und der gestiegenen Bedeutung von Stadtumbauprojekten ist die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zu einem zentralen Akteur der Stadtentwicklung geworden. Vor allem seit der Initiierung des Programms Stadtumbau West sehen sich die Unternehmen mit ständig neuen Fragestellungen konfrontiert. Aus diesem Grund thematisiert eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Hessen bisherige Erfahrungen und zukünftige Herausforderungen im Umgang mit Stadtumbauprojekten. Auf Grundlage von bisherigen Erkenntnissen aus dem Stadtumbau West und mit Hilfe von Beispielprojekten liegt ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Frage, wie sich die Unternehmen auch in Zukunft in Projekte einbringen und diese mitgestalten können. Weitere Informationen zu der Veranstaltung am 3. November 2009 in Wiesbaden finden Sie hier.

Veröffentlichung: 10 Jahre Soziale Stadt. Das Bund-Länder-Programm in der Praxis
Das Difu hat im Auftrag des BMVBS sowie des BBSR die Dokumentation zum Jubiläumskongress „10 Jahre Soziale Stadt“ veröffentlicht. Darin finden sich Redebeiträge von Wolfgang Tiefensee und Franz Müntefering - 1999 bei Start des Programms amtierender Bundesbauminister - sowie von Lutz Lienenkämper. Im Mittelpunkt der Veröffentlichung steht die Zwischenbilanz des Bund-Länder-Programms anhand von ausgewählten Projekten aus den Bereichen Wohnen, Bildung, Lokale Ökonomie, Integration vor Ort sowie Gesundheit. So zeigt zum Beispiel das Projekt „Ostpol - Gründercampus Offenbach“ wie auf Basis einer leer stehenden Immobilie ein funktionierender Verbund aus Ausbildung, Förderung von Existenzgründungen und Revitalisierung eines Quartiers erfolgreich entwickelt werden kann. Im Bereich der Gesundheitsförderung zeigt das Kleemobil in Stralsund, eine aufsuchende Sozialarbeit, wie wichtig direkte Ansprache, Erreichbarkeit und Vertrauensbildung sind. Diese und andere Beispiele sowie die Diskussionsrunde zur Zukunft der Sozialen Stadt aus Sicht der Politik finden Sie als Onlinedokument hier. Eine inspirierende Lektüre!