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19.11.2012

Workshop: Städtebauliche Verträge
Am Mittwoch, den 28. November 2012, veranstaltet die Innovationsagentur Stadtumbau NRW – gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner für rechtliche Fragen, Herrn Dr. Jens Wahlhäuser – einen Workshop, der sich mit dem Thema der „Städtebaulichen Verträge“ befasst. Solche Verträge werden in zahlreichen Stadtumbauprojekten des Landes Nordrhein-Westfalen erforderlich, werfen aber im Hinblick auf ihre rechtssichere Ausgestaltung zahlreiche Probleme und Fragen auf, deren differenzierte und belastbare Klärung das Ziel dieses Workshops ist. Ausführliche Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Stadtumbau Werdohl: Wettbewerbssieger „Werdohl an die Lenne“ gekürt
Der Gewinner des freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Projekt „Werdohl an die Lenne/Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes“ in Werdohl steht fest: der Bereich des Brüninghaus-Platzes und des Ludwig-Grimm-Platzes sowie die Verbindungsachse zur Lenne soll nach dem Wunsch der Jury nach dem Entwurf des Berliner Landschaftsarchitekturbüro „Geskes und Hack“ gestaltet werden. Bürgermeister Griebsch zeigte sich erfreut und sieht in dem Büro, das bereits die Landschaftsgartenschau in Hemer umgesetzt hat, einen kompetenten Partner. Laut Griebsch besticht der Entwurf nicht zuletzt „durch seine Schlichtheit“. Zukünftig würde der Brüninghausplatz multifunktional nutzbar und durch im Boden eingelegte Stahlbänder als ansprechendes und verbindendes Gestaltungselement mit dem neu angelegten Lennestrand verbunden sein. Nun haben auch die Werdohler Bürger noch Gelegenheit, alle vier Entwürfe zu begutachten, bevor im Dezember der Stadtrat endgültig entscheidet, welcher der insgesamt vier Wettbewerbsbeiträge tatsächlich umgesetzt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Stadt machtlos gegenüber Schrottimmobilien
NRW-Bauminister Groschek hatte zu seinem Amtsantritt dem Kampf gegen sogenannte Schrottimmobilien Priorität eingeräumt. Dafür ist eine Gesetzesinitiative in Planung, die den Städten größere Handlungsspielräume bis hin zur Abrissverfügung ermöglichen soll. Dass dies dringend notwendig ist, zeigt sich auch in Gelsenkirchen-Buer. Dort stehen seit langem die „Käseglocke“ an der Goldbergstraße oder das Hochhaus an der Ecke Horster Straße/Emil-Zimmermann-Allee leer. So verfallen die von den Eigentümern aufgegebenen Gebäude selbst inmitten guter Lagen der Stadt. Dieses Problem ist auch der Stadt bewusst, doch wie Stadtdirektor Michael von der Mühlen betont, könne man „gegen solche Einzelfälle nur ganz eingeschränkt vorgehen.“ Eine Option schöpft die Stadt aktuell im Bereich der Bochumer Straße aus: Das vom Verfall bedrohte Wohnquartier wird zum Sanierungsgebiet erklärt, um es mit Mitteln der Städtebauförderung nachhaltig zu sanieren und aufzuwerten. Ein solches Verfahren ist jedoch aufwändig und kostenintensiv und zudem nicht auf Einzelimmobilien anwendbar. Daher fordert auch Stadtdirektor von der Mühlen eine zeitnahe Verbesserung der aktuellen Rechtsinstrumente zum Kampf gegen Schrottimmobilien. Weiteres dazu finden Sie hier.

Altena: Protest gegen Nahversorgungszentrum in Städtisch Rahmede
Zwar ist noch keine Entscheidung über die Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums in Städtisch Rahmede in Altena gefallen, schon jetzt formiert sich jedoch Widerstand unter den Händlern des Innenstadtbereichs in Altena. Sie fürchten einen Kaufkraftverlust und eine weitere Schwächung des Standortes Innenstadt. Bevor die Pläne für die Ansiedlung eines 1800 Quadratmeter große Lebensmittel-Vollsortimenters und eines Drogerie- oder Getränkemarktes mit einer Verkaufsfläche von ca. 600 qm konkretisiert werden können, muss allerdings zunächst die Bezirksregierung Arnsberg dem Vorhaben einer Ansiedlung außerhalb des Kerngebiets Altenas zustimmen. Uwe Scholz, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat, sieht die Pläne dabei weniger kritisch als die Händler. Scholz ist der Ansicht: „Wenn jemand in Altena investieren will, ist das erst einmal nicht schlecht.“ Zudem seien die verfügbaren Ladenflächen von maximal 350qm in der Altenaer Innenstadt für größere Anbieter einfach nicht geeignet. Weiter Informationen dazu finden Sie hier.

Grund: Dorfgemeinschaft will Zukunft selbst aktiv gestalten
Im Rahmen eines Dorfworkshops fanden sich in der vergangenen Woche Grunder Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen zusammen, um über die Zukunft ihres Dorfes zu diskutieren und die Grundlage für ein Dorfentwicklungskonzept zu erarbeiten. Dabei war ein zentrales Thema des Abends die Jugend und ihre Erwartungen an die Zukunft. Interessanterweise zeigten die Jugendlichen eine hohe Verbundenheit zu Grund und nannten viele positive Aspekte. Problematisch sehen sie dagegen das Kulturangebot sowie die teuren Fahrtkosten in angrenzende Städte. Ihr Vorschlag: die Einführung eines „Rentner-Taxis“ – ältere Bürger könnten die „Jungen“ chauffieren. Weitere Themen waren die Verbesserung des gastronomischen Angebots sowie neue Orte der Begegnung in Grund, um gerade in den Wintermonaten Raum für Treffpunkte und Veranstaltungen zu haben. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Gladbeck: Stadtkonferenz zur Neugestaltung der Fußgängerzone
Fast vier Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in die City-Neugestaltung Gladbecks fließen. Nun wurde im Rahmen einer Stadtkonferenz mit etwa 100 Besuchern der erste Planungsschritt gemacht. Auf der Basis einer Grund-Entwurfsplanung eines externen Planungsbüros wurde im Rahmen der Veranstaltung in den Arbeitsgruppen „Flanieren und Pausieren: Horster Straße und Kirchplatz“ sowie „Willkommen in der City: Tore in der Innenstadt“ intensiv diskutiert und geplant. Zentrale Themen waren dabei unter anderem der Wunsch nach mehr Wasserspielen in der Fußgängerzone, die attraktive Neugestaltung von Plätzen sowie die mögliche Öffnung der Friedrich-Ebert-Straße. Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen die Basis für die nun anstehende konkrete Entwurfsplanung bilden, um die Gladbecker City nachhaltig aufzuwerten und den Standort zu stärken. Weiteres dazu finden Sie hier.

Lüdenscheid: Flächendeckender Austausch der Straßenlaternen schreitet voran
Es ist eine Mammutaufgabe für die Stadtwerke Lüdenscheid: Im Laufe dieses Jahres wurden mehr als 1100 veraltete Straßenlaternen, die zum Teil noch Quecksilber enthielten, gegen moderne Modelle ausgetauscht. Die neuen Laternen verbrauchen nur etwa ein Drittel der Strommenge und in manchen Bereichen Lüdenscheids kommen sogar LED-Lampen zum Einsatz, die einen noch geringeren Stromverbrauch aufweisen. Somit wird sich auf lange Sicht der immense finanzielle Kraftakt amortisieren – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Strompreise. Neben einem Beitrag zum Klimaschutz, den die Stadt damit leistet, profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger von nun deutlich besser beleuchteten Straßen. Für das kommende Jahr plant die Stadt den Austausch von 2000 weiteren Laternen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Jenfelder Au – Quartier mit Weitsicht“
Im Rahmen des Projektes „Jenfelder Au – Quartier mit Weitsicht“ soll auf einem ehemaligen Kasernengelände im Hamburger Stadtteil Jenfeld ein urbanes Quartier mit insgesamt 700 Wohnungen entstehen. Neben einem hohen stadtgestalterischen Anspruch soll das Projekt auch durch ein vorbildliches quartiersbezogenes Klimaschutzkonzept begleitet werden. Teil dieses Klimaschutzkonzeptes ist das innovative Schmutzwasser-Entsorgungskonzept "Hamburg Water Cycle", das auf diesem Gebiet als eines der größten Referenzprojekte Europas gilt. Darüber hinaus soll das neue Quartier durch die Kombination von individuellen Stadthäusern, Eigentumswohnungen und Geschosswohnungsbauten sowohl für Familien als auch für verschiedene Generationen, Nationalitäten und Einkommensschichten einen attraktiven und bezahlbaren Wohnstandort bieten. Ausführlichere Informationen zu diesem Projekt der Woche finden Sie hier.