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20.06.2011

2011 mehr Geld für Stadtentwicklung und Stadterneuerung
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will in diesem Jahr mehr Geld in die Stadtentwicklung und Stadterneuerung investieren als im Vorjahr. Das bestätigte Harry K. Voigstberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, in einer Presseerklärung. Laut Voigtsberger stehen im laufenden Jahr 255 Millionen Euro für insgesamt 169 Maßnahmen der integrierten Stadterneuerung bereit. Während die Landeszuschüsse für das Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren und für den städtebaulichen Denkmalschutz gestiegen sind, erhalten die Programme Soziale Stadt und Stadtumbau West weniger finanzielle Mittel. Konkret bedeutet das für den Stadtumbau in NRW eine Gesamtfördersumme von 63 Millionen Euro, was einem Verlust von vier Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ausführliche Informationen zu diesem Thema können Sie in der Presseerklärung des Ministeriums nachlesen, zu der Sie über diesen Link gelangen.

Eine neue Perspektive für den Hüstener Handel
Mittlerweile drei Jahre ist es jetzt her, dass der Edeka-Neukauf-Markt seinen Standort in der Ludgeri-Passage am Hüstener Schützenwerth aufgegeben hat. Entgegen der Hoffnungen der Händler in der Ludgeri-Passage und der angrenzenden Marktstraße auf eine baldige Nachfolge, steht das Ladenlokal seit Mitte 2008 leer. Der Verlust des zentralen Frequenzbringers hat den Handel in der Hüstener Innenstadt erheblich geschwächt. Jetzt ist ein Ende des Leerstandes in Sicht. Ein Soester Geschäftsmann ist auf die Immobilie aufmerksam geworden und möchte für den von ihm für diesen Standort geplanten Bekleidungseinzelhandel sogar die Verkaufsfläche erweitern. Derzeit laufen die Verhandlungen über das notwendige Bebauungsplanverfahren. Eine erfolgreiche Ansiedlung hätte für die gesamte Innenstadt und damit auch für das Modellprojekt der Innovationsagentur Stadtumbau NRW zur „Standortprofilierung Arnsberg-Hüsten“ eine große Bedeutung. Mehr Informationen hier.

Projekt der Woche: Multibus – Das Nahbussystem für den ländlichen Raum
Zur Sicherung eines selbstständig geführten Lebens mobilitätseingeschränkter Bevölkerungsgruppen wie älterer, körperlich beeinträchtigter und einkommensschwacher Menschen im ländlichen Raum, können Bürger- oder Multibusse einen großen Beitrag leisten. Mit ihrem am Bedarf der Bewohnerschaft orientierten Fahrtsystem entsteht eine im Vergleich zu den wenig flexiblen und teils schwach ausgelasteten Linienverkehrssystemen deutlich effizientere und damit auch klimafreundlichere Alternative im öffentlichen Personennahverkehr ländlicher Gebiete. Von der unkomplizierten Funktionsweise solcher Systeme können Sie sich am Beispiel des Heinsberger Multibusses an dieser Stelle ein eigenes Bild machen.

res:publica – Bürgerinnen und Bürger als Akteure der Stadtentwicklung
Auf die Frage "Wer entwickelt die Stadt?" gibt es eine einfache Antwort: Alle. Alle Menschen einer Stadt wirken auf verschiedene Weise und unterschiedlichem Gewicht an der Entwicklung der Städte mit - als der »Souverän«, als Planungsbeteiligte und -betroffene, als Marktakteure und als Engagierte. Wer heute Stadtentwicklung verstehen und gestalten will, muss die Bürgerinnen und Bürger in dieser Rollenvielfalt wahrnehmen und als Kooperationspartner einbeziehen. Ob und wie auf diese Weise der alten Vision der europäischen Stadt als "gemeinsame Angelegenheit" ihrer Bewohnerschaft, als "res publica" näher zu kommen ist, soll während der Tagung „res:publica – Bürgerinnen und Bürger als Akteure der Stadtentwicklung“ erörtert werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Handlungsfeldern der Praxis sowie aus Hochschulen und Forschungsinstituten werden ihre unterschiedlichen Sichtweisen einbringen und so zu einem facettenreichen Bild beitragen. Hintergrundinformationen zu der am 7. Juli in Aachen stattfindenden Veranstaltung können Sie hier abrufen.

TV Hinweis: Kultur oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt
Ob in Berlin, Paris oder London - überall in Europa werden ganze Stadtviertel von Investoren verändert oder maßgeblich beeinflusst. Steigende Mieten zwingen viele Bewohner zu einem Wechsel ihres Wohnstandortes, das bisherige soziale Gefüge samt seiner eigenen lebendigen Stadtkultur gerät aus dem Gleichgewicht. Die Dokumentation "Kunst oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt" von der Regisseurin Claudia Dejá zeigt, wie sich Künstler gegen diese Prozesse wehren. Denn sie sind die Pioniere, die Viertel mit günstigen Mieten entdecken und ihnen ein besonderes Flair geben - bis die ersten Investoren kommen. Die Reportage zeigt verschiedene kulturelle Projekte aus Hamburg, London, Paris und Berlin, die sich zum Teil erfolgreich gegen die Gentrifizierungsprozesse behaupten konnten. Dabei werden Perspektiven aufgezeigt, wie die Stadt von morgen sozial gerechter zu gestalten wäre. Weitere Informationen zu der Reportage, die heute Abend um 22:45 Uhr auf ARTE ausgestrahlt wird, erhalten Sie hier.