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20.07.2009

Blitzlicht: Umnutzung von Kaufhäusern
Der Strukturwandel im Einzelhandel und die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen führen vielerorts dazu, dass Kaufhäuser in exponierter Lage brach fallen. Kommunale und private Akteure müssen über Nachnutzungskonzepte nachdenken, um die negative Ausstrahlung des Leerstands zu vermeiden und die Chance zu nutzen, das Leben in der Stadt an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. In diesem Blitzlicht erhalten Sie Informationen zu vier nationalen und drei internationalen Beispielen, in denen eine erfolgreiche Umnutzung stattgefunden hat bzw. durchgeführt wird. Es werden Beispiele aus Düsseldorf, Chemnitz, Eschweiler, New York [USA], Den Haag [Niederlande] und Wetzikon [Schweiz] präsentiert. Die Beispiele zeigen verschiedene Umnutzungskonzepte und Nachnutzungstypen, die die Funktionen Wohnen, Versorgung, Dienstleistung und Büro sowie Bildung und Unterhaltung vorsehen. Das Blitzlicht können Sie hier herunterladen.

Projekt der Woche: Charrette als Entwurfs- und Beteiligungsverfahren
Beteiligungsverfahren werden mehr und mehr zum selbstverständlichen Bestandteil in Stadtumbauprozessen. Allerdings ist die Qualität und damit auch die konkrete Verwertbarkeit von Ergebnissen aus den verschiedenen Beteiligungsverfahren sehr unterschiedlich. Das bereits mehrfach angewendete Charette-Verfahren ermöglicht die gemeinsame Interaktion von Bürgern, Entscheidungsträgern und Planern, um ein Konzept für die jeweilige Situation vor Ort zu entwickeln. Dazu gliedert sich das Verfahren in eine interdisziplinäre Problemanalyse, eine öffentliche Planungswerkstatt sowie eine umsetzungsorientierte Aufbereitung und eignet sich auch für die Erarbeitung von Freiraum- oder regionalen Entwicklungskonzepten. Mehr Informationen zu dem Verfahren und der Anwendung im ostdeutschen Gräfenhainichen finden Sie hier.

Transferwerkstatt: Rechtliche Aspekte des Stadtumbaus in Ost und West
Die Bundestransferstelle Stadtumbau West veranstaltet ihre dritte und letzte Transferwerkstatt am 15. September 2009. Das Thema dieser Veranstaltung in Fulda lautet „Rechtliche Aspekte des Stadtumbaus in Ost und West“. Dabei handelt es sich um die erste gemeinsame Veranstaltung von Stadtumbau Ost und West. Im Rahmen der Werkstatt berichten kommunale Vertreter aus ost- und westdeutschen Bundesländern von ihren langjährigen Erfahrungen im Stadtumbau, renommierte Rechtsexperten zeigen rechtliche Lösungswege für bestimmte Problemstellungen auf und es werden neue Wege zur Einbindung privater Initiativen in den Stadtumbau vorgestellt. Das Veranstaltungsprogramm mit näheren Informationen zur Veranstaltung sowie das Anmeldeformular finden Sie hier.

Buch: Supermärkte und Lebensmitteldiscounter - Wege der Städtebaulichen Qualifizierung
Selten treffen Profitmaximierung und städtebaulich-planerische Interessen so stark aufeinander wie bei den Bauten des Lebensmitteleinzelhandels. Kleine Lebensmittelmärkte in zentralen Lagen werden durch gesichtslose, immer gleiche „Einkaufskisten“ an auto-orientierten Standorten ersetzt. Als Orte des alltäglichen Einkaufs, als Treffpunkte der Nachbarschaft und Anker für weitere Angebote haben sie jedoch eine große Bedeutung für Ortszentren und Quartiere. Die Integration von Supermärkten und Lebensmitteldiscountern mit ihrem Stellplatzbedarf in zentralen Lagen stellt Stadtplaner vor große Herausforderungen. Das Buch thematisiert diese Herausforderungen und ergänzt die planerische Diskussion um die Entwicklung der Nahversorgung und der Ortszentren aus städtebaulich-stadtgestalterischer Sicht. Es werden Wege diskutiert, wie sich Lebensmittelmärkte städtebaulich qualitätvoll in zentrale Lagen integrieren lassen. Weitere Details zu der Veröffentlichung erhalten Sie hier.