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20.07.2015

Stadtumbau Bottrop: Der Bund fördert Bottroper Nahwärmenetz
Das Bundesumweltministerium fördert den Aufbau des Nahwärme-Netzes im Bottroper Rheinbaben-Quartier. Ministerin Barbara Hendricks hat dafür zwei Millionen Euro in Aussicht gestellt. Das Geld aus Berlin soll auch direkt an jene Eigentümer ausgeschüttet werden, die ihre Wohnungen und Häuser modernisieren wollen, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Stadt Bottrop will als Innovation-City-Modellstadt den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung [KWK] bei der dann klimaschonenderen Produktion von Strom und auch Wärme in diesem Stadtquartier erhöhen. Dazu sollen Eigentümer ihre Häuser mit modernen und KWK-Anlagen ausstatten. Stellen die Anwohner damit mehr Energie her, als sie selbst verbrauchen, können sie diese an ihre Nachbarn verkaufen oder ins Netz einspeisen. Mit dem Projekt können Anwohner vor allem auch die denkmalgeschützten Bauten in der Siedlung einfacher auf den neuesten energetischen Stand bringen. Ausführliche Informationen zu diesem sicherlich modellhaften Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Entwicklungs-Schub für die Bochumer Straße

Das Stadtumbaugebiet „Bochumer Straße“ in Gelsenkirchen Ückendorf ist eine Meile der begrabenen Geschäftsideen. In Haus Nummer 109 wurden kürzlich im Rahmen einer Informationsveranstaltung die Zukunftspläne für diesen Stadtteil vorgestellt. Ein gehöriges Stück Zukunft ist in ausladender Klinkeroptik schon zu sehen: Das neue Justizzentrum wächst der Vollendung 2016 entgegen. Als neues Tor zum Stadtteil soll es Ankerfunktion entwickeln – mit dem Wissenschaftspark, mit der Heilig-Kreuz-Kirche, die ein Multifunktionshaus für den Stadtteil werden soll. In Sichtweite ist der erste kommunale Pflock eingeschlagen worden. Die Stadt hat drei Schrottimmobilien erworben und im April abreißen lassen, um Platz zu schaffen für eine viergruppige Kita und Seniorenwohnungen. Als Instrument der Revitalisierung Ückendorfs soll dabei die [von Stadt, Sparkasse und städtischer Wohnungsbaugesellschaft ggw] gegründete Stadterneuerungsgesellschaft [SEG] dienen. Sie wird in Bereichen aktiv, die besondere städtebauliche Fehlentwicklungen aufweisen und in denen private Akteure nicht tätig werden. Mehr Informationen zu diesem ambitionierten Vorhaben finden Sie hier.

Quartierserneuerung NRW: Treffen im Tante-Emma-Laden
Leben, Wohnen und Arbeiten in den Quartieren der Zukunft, zu diesem Thema hatte NRW-Stadtentwicklungsminister Michael Groschek in ein Ladenlokal von „Emmas Enkeln" eingeladen. Besonderer Gast bei dem Treffen war die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Professor Gesche Joost. Sie berät als Digital Champion für Deutschland die gleichnamige Initiative der Europäischen Kommission, die das Ziel verfolgt, den Zugang zu digitalen Technologien und Diensten für Alle zu erleichtern sowie die Medienkompetenz der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Im Ladenlokal „Emmas Enkel" an der Berliner Allee in Düsseldorf hat der Gründer des Start-Up-Unternehmens, der Architekt Benjamin Brüser, das Tante-Emma-Ladenkonzept mit den Erkenntnissen aus dem Online-Handel und dem Kaufverhalten heutiger Kunden verknüpft. „Hier wird Digitalisierung vorbildlich mit Tradition und sozialen Bedürfnissen von Menschen verknüpft. Wir müssen vernetztes Denken in die gute Stube tragen. Emmas Enkel sind so eine gute Stube", sagte Minister Groschek. Gesche Joost ergänzte: „Mit der Digitalisierung entsteht vernetzte Nachbarschaft neu. Es ist heute viel leichter, zunächst digital Angebote in der Umgebung zu erkunden. Aus digitaler kann aber auch wieder analoge Nachbarschaft entstehen. Solche Treffpunkte wie hier erleichtern echte Nachbarschaft.“ Ausführlichere Informationen zu diesem sicherlich bemerkenswerten Projekt finden Sie hier.

Projektaufruf: Konferenz Projektaufruf „Gute Geschäfte
Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW lädt nicht nur zu einer Konferenz zum Thema „Gute Geschäfte“ am 25. September 2015 in der Alten Samtweberei in Krefeld ein, sie verbindet dies auch mit einem Projektaufruf: Im Rahmen der Konferenz „Gute Geschäfte - Neue Perspektiven für leer stehende Ladenlokale“ soll eine Messe für „Gute Geschäfte“ durchgeführt werden. Praktiker, Künstler und Wissenschaftler sind eingeladen, in der alten Samtweberei in Krefeld ihre Ideen vorzustellen, zu diskutieren und weitere Ideen zu generieren. Die Messe bietet die Chance, das eigene Projekt einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen und sich auf der Messe mit anderen Projekten kurzschließen und so neue Kontakte knüpfen. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung und auch das Bewerbungsformular zum Projektaufruf, das bis zum 6. August 2015 eingereicht werden muss, finden Sie hier.

Veranstaltung: Neueröffnung nach Umbau? – Konzepte zum Umbau von Warenhäusern und Einkaufscentern
Seit Jahren verringern sich die Anzahl und der Umsatz der großen Warenhäuser stetig. Aktuell stehen die Karstadt-Häuser in Bottrop und Recklinghausen vor der Schließung. Ihnen droht, was in vielen anderen nordrhein-westfälischen Städten schon lange Realität ist: nicht nur der Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch der Leerstand großer, stadtbildprägender Immobilien mitten in der Innenstadt. Wie können solche Gebäude sinnvoll weitergenutzt werden? Wie können die betroffenen Standorte zu einem Nukleus der innerstädtischen Revitalisierung werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, großflächige Einzelhandelsbauten zukünftig sinnvoll und nachhaltig von den städtebaulichen und architektonischen Fehlern der Vergangenheit zu befreien? Diesen Fragen sind Rolf Junker, Nicole Pöppelmann und Holger Pump-Uhlmann in der von StadtBauKultur NRW herausgegebenen Studie „Neueröffnung nach Umbau“ nachgegangen. Vorgestellt wird die Publikation im Rahmen einer Veranstaltung am 19. August 2015 in Lünen, wo gerade das ehemalige Hertie-Gebäude zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wird – ein erfolgreicher Ansatz für einen Warenhausumbau, der als eines von sechs Best-Practice-Beispielen von den Autoren untersucht wurde. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung und auch den Link zum Anmeldeformular finden Sie hier.

Veranstaltung: Nachhaltiges Flächenmanagement in der Stadterneuerung
Nachhaltiges Flächenmanagement in Konzepte und Planungen der Stadtentwicklung zu integrieren, stellt zahlreiche Anforderungen an das Handeln der verantwortlichen kommunalen Akteure. Die strategische Steuerung der Stadtentwicklung durch nachhaltiges Flächenmanagement basiert auf relevanten Informationen über Flächenpotenziale und unterstützt bei der Entwicklung stadtentwicklungspolitischer Ziele sowie bei der Festlegung von räumlichen und zeitlichen Entwicklungsprioritäten. Die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen, Anforderungen an die Infrastrukturauslastung und -anpassung sowie Wechselwirkungen zwischen Innenentwicklung und dem notwendigen Erhalt klimatischen Ausgleichs und von Erholungsflächen führen nicht selten zu Ziel-, Interessen- und Nutzungskonflikten. Ein vom Deutschen Institut für Urbanistik [DIFU] am 1. und 2. Oktober 2015 in Berlin organisierter Erfahrungsaustausch widmet sich den inhaltlichen sowie prozess- und akteursbezogenen Schnittstellen beim Flächenmanagement in der kommunalen Planungspraxis. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung und auch den Link zum Anmeldeformular finden Sie hier

Veröffentlichung: Instrumente des Zentrenprogramms - Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis
„Instrumente des Zentrenprogramms - Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis“ lautete das Thema der elften Transferwerkstatt zum Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ am 22. und 23. April 2015 in Haldensleben [Sachsen-Anhalt]. Über 50 Teilnehmende tauschten sich zu integrierten Handlungsansätzen der Zentrenentwicklung, zum Zentrenmanagement und Verfügungsfonds aus. Vorträge zu konkreten Umsetzungsbeispielen, Diskussionsrunden sowie ein Rundgang durch den historischen Stadtkern von Haldensleben boten Einblicke in die Praxis vor Ort. Die Dokumentation der Veranstaltung einschließlich der Präsentationen der Referentinnen und Referenten finden Sie hier.