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21.03.2011

www.MachGeisweid.de - Neue Internetpräsenz zum Jugendbeteiligungsprojekt der Innovationsagentur Stadtumbau NRW in Siegen Geisweid online
Ein weiteres Modellprojekt der Innovationsagentur Stadtumbau NRW kann nun auch online verfolgt werden: Nach einem letzten „Style-Tuning“ durch die Geisweider Jugendlichen ist nun auch die Internetplattform zur Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Siegen-Geisweid online. In dieser Woche beginnt das Team der Innovationsagentur Stadtumbau NRW mit einer Gruppe sehr interessierter Jugendlicher, das Drehbuch für den ersten Geisweid-Film zu entwickeln, der dann anschließend von den Jugendlichen – begleitet von der Innovationsagentur – gefilmt, geschnitten und vertont wird. Genauso groß ist das Interesse vom Jugendlichen, für einen begrenzten Zeitraum ein leerstehendes Ladenlokal als „Public Living Room“ zu erhalten. Als Voraussetzung erwarten die Stadt Siegen und die Innovationsagentur Stadtumbau NRW die Entwicklung eines Konzeptes durch die Jugendlichen, aus dem deutlich wird, was sie in dem Ladenlokal unternehmen und wie sie sich der Stadtgesellschaft präsentieren möchten. Konzepte werden schon fleißig geschrieben und vielleicht wird ja schon bald der erste Public Living Room seine Fenster öffnen und der Siegener Stadtgesellschaft einen neuen Blick auf ihre Jugendlichen erlauben. Es bleibt also spannend und lohnt mit Sicherheit, ab und zu mal auf der Webseite zu verfolgen, wie die engagierten Geisweider Kinder und Jugendlichen das Motto des Projekts – „Schenk Geisweid ne Idee!“ – in die Praxis umsetzen. Einen Link zu diesem neuen Online Living Room der Geidweider Jugendlichen haben wir hier für Sie programmiert.

Programm des Workshops „Neue Zukünfte für innerstädtische Mischgebiete im Stadtumbau“ der Innovationsagentur Stadtumbau NRW online
Im nordrhein-westfälischen Stadtumbau gibt es eine große Anzahl von Programmgebieten, für die es kein „weiter wie bisher“ gibt. Diese Stadtteile – häufig innenstadtnahe Mischgebiete oder Nebenzentren – haben viele ihrer Funktionen verloren, sind durch Desinvestition geprägt und haben noch keine neue Rolle in ihrem städtischen Umfeld gefunden. Solche Stadtteile gilt es mutig ganz neu zu denken, anstatt aufwändige Versuche zu unternehmen, das zurückzuholen, was man verloren hat. Es gilt also, neue Zukünfte für solche Gebiete zu entwickeln, was sicherlich keine leichte oder kurzfristige Lösung ist. In dem vor-Ort-Workshop, den die Innovationsagentur Stadtumbau NRW am 12. April 2011 im Dortmunder Programmgebiet „Rheinische Straße“ veranstaltet, können zahlreiche Aspekte dieser Aufgabe wie die mögliche Rolle von Leuchtturmprojekten, die Schaffung neuer ökonomischer Aktivitäten und auch die Entwicklung von neuen Perspektiven für vernachlässigte Wohnungsbestände – besichtigt und mit Kolleginnen und Kollegen diskutiert werden. Das Programm des Workshops mit Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier.

Arbeitsbuch „Problemimmobilien in der nordrhein-westfälischen Stadterneuerung“ der Innovationsagentur Stadtumbau NRW online
In den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden gibt es eine große Anzahl von Immobilien, für die kaum noch eine wirtschaftliche Zukunft vorstellbar ist. Dies betrifft sowohl Bauten des Geschosswohnungsbaus, Handelsimmobilien und industrielle Gebäude wie in wachsendem Maße auch Einfamlienhäuser im ländlichen Raum. Solche vielfach als „Schrottimmobilien“ bezeichneten Gebäude stellen gerade dann, wenn sie sich in sichtbarer Lage befinden, ein großes Problem für die betroffenen Kommunen dar: Die Immobilienbesitzer haben in den „besseren Zeiten“ vielfach ihre Rendite mit diesen Objekten erwirtschaftet und sind jetzt nicht bereit oder in der Lage, sich der Verantwortung zu stellen, die mit dem Eigentum an diesen Liegenschaften verbunden ist. Opfer sind zumeist die Kommunen und die Eigentümer der umliegenden Immobilien, die mit der oft großen negativen Ausstrahlung solcher Gebäude umgehen müssen. Selbst bei einer Bereitschaft und Fähigkeit der Kommunen, den Abriss zu übernehmen und die dadurch entstehenden Kosten im Sinne einer Standortaufwertung zu tragen, ist es in den meisten Fällen nicht einfach, in die Verfügungsgewalt über solche Immobilien zu gelangen. Ein Lösungsansatz „in der Breite“ wäre dies ohnehin nicht, weil es eindeutig sowohl die Leistungsfähigkeit der kommunalen Haushalte als auch der Städtebauförderung überschreiten würde. Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW widmet sich nun diesem immer wichtiger werdenden Thema. In einem ersten Schritt hat sie ein „Arbeitsbuch Problemimmobilien“ erstellt, das die Ergebnisse einer telefonischen Umfrage bei Städten und Gemeinden in NRW zu Ausmaß und Struktur dieses Problems ebenso beinhaltet wie eine Vielzahl von Fallstudien, mit denen das Ziel verfolgt wird, sukzessive einen Überblick über Struktur, Umfang und Handlungspotenziale zum Thema „Problemimmobilien“ zu erarbeiten. Das Arbeitsbuch ist als Einladung zur Beteiligung konzipiert: Das Team der Innovationsagentur Stadtumbau NRW ist an Rückmeldungen aus der kommunalen Praxis interessiert, die entweder noch nicht erfasste Typen von Problemimmobilien zur Aufnahme in das Arbeitsbuch vorschlagen, Feedback zu den Inhalten geben oder die Interesse bekunden, unter Regie der Innovationsagentur Stadtumbau NRW dazu im Rahmen einer neu zu gründenden städteübergfreifenden thematischen Arbeitsgruppe aktiv zu werden. Den Link zum Download finden Sie hier. Gebunden Exemplare des Arbeitsbuchs können Sie unter info@StadtumbauNRW.de unter Erstattung der Druck- und Versandkosten bestellen.

Projekt der Woche: „einfach – mehrfach“ – Temporäre Zwischennutzungen von Brachen durch Jugendliche
Wien ist eine wachsende Stadt, die sich auch in ihrem Kern weiterhin verdichtet. Freiräume für spezifische Nutzergruppen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, sind daher sehr rar und werden immer knapper. Die großen Erholungsräume sind für die Bewohner vieler Wohnquartiere weit entfernt und vergleichbare, fußläufig erreichbare Freiräume innerhalb der Stadtteile fehlen oft. Das Modell der Mehrfachnutzung von städtischen und privaten Grün-, Frei- und umbauten Räumen dient daher vor allem der Schaffung von Spiel- und Aktionsräumen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das Prinzip “einfach – mehrfach” wird seit mehreren Jahren bedarfsabhängig in allen Wiener Bezirken umgesetzt. Die Partizipation der Jugendlichen ist zentraler Bestandteil dieses Prozesses und maßgeblich für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte. In Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen und Streetworkern werden die Kinder und Jugendlichen an den Entscheidungsprozessen beteiligt. Dabei können sie nicht nur ihr Expertenwissen als Nutzer äußern, sondern lernen gleichzeitig das Verhandeln und die Durchsetzung ihrer Interessen. Eine ausführliche Beschreibung dieses sehr nachahmenswerten Projektes finden Sie hier.

Das BürgerForum Bochum ist mit großer Resonanz erfolgreich gestartet
400 Bürgerinnen und Bürger aus Bochum kamen am Samstag, den 12. März 2011, zur Auftaktveranstaltung des BürgerForums 2011 in den RuhrCongress Bochum. In allen 25 mitwirkenden Städten fand zeitgleich die Auftaktveranstaltung statt. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz begrüßte die Teilnehmenden und betonte noch einmal den Wert der Veranstaltung für Bochum: „Die Stadt geht neue Wege bei der Bürgerbeteiligung. Wir wollen viele Dinge, die wichtig sind, auf einer breiteren Basis erörtern.“ Zu sechs Themenfeldern – Bildung, Integration, Demografie, Solidarität und Gerechtigkeit, Demokratie und Beteiligung sowie Familiäre Lebensformen – haben die Teilnehmenden in Ausschüssen jeweils eine zentrale Herausforderung festgelegt. Für jede dieser Herausforderungen sollen im Anschluss während einer mehrwöchigen Online-Diskussion konkrete Lösungsvorschläge gefunden werden. Bundespräsident Christian Wulff wurde per Videoübertragung live zugeschaltet und hat sich persönlich an die circa 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BürgerForums an allen 25 Veranstaltungsorten gewandt. Einen Link zu dieser außergewöhnlichen und vielversprechenden Initiative in Bochum finden Sie hier.

Buchtipp: Blicke zum Anfang – Zeitzeugenberichte der Generation 60 plus
Wer sich für das Thema der „Neuen Alten“ in unseren Städten interessiert und die Potenziale, die damit auch für unsere Stadtgesellschaften verbunden sind, der sollte dieses wunderbare Buch nicht versäumen: „Wir waren die Bewohner des Hauses DDR. Nun sind wir seit 20 Jahren Bewohner des reichen Hauses BRD und blicken auf die Jahre nach 1990 zurück ...“, sagen die Autorinnen und Autoren von sich. Sie schildern ihre Überlegungen, Empfindungen, ihr "Ankommen" in diesem Staat und bringen natürlich ihre subjektiven Wahrheiten, ihre Gefühle und ihren Vergleich mit ein. Sie zeigen auf, wie eine hochgebildete Generation erst einmal "abgewickelt", "umgeschult" und als "überqualifiziert" bezeichnet wurde und keine Chance hatte, im Wirtschaftsstandort Deutschland anzukommen aber trotzdem nicht resignierte, "ALLES AUF ANFANG" setzte und nun sagen kann: "Wir haben es geschafft." Die Autoren engagieren sich ehrenamtlich in sozialen und politischen Feldern, haben Mandate als Stadträte, sind Seniorenvertreter und bringen sich ein in Behörden, Vereinen und Verbänden. Sie sind ein unerschöpflicher Quell an Energien und Ideen. Mehr Informationen zu diesem bemerkenswerten Buch und auch eine Gelegenheit zur Bestellung finden Sie hier.