News Service Abstandshalter

21.04.2008

Herdecke als neues Mitglied der Innovationsagentur
Die Stadt Herdecke ist der Innovationsagentur Stadtumbau NRW als neuer Kooperationspartner beigetreten und kann ab sofort von den umfangreichen Leistungen der Agentur profitieren. Die Stadt hat derzeit zwei Gebiete im Stadtumbau West-Programm. Zum einen das Gebiet um den Herdecker Bahnhof herum mit dem Titel „Wohnen am Steinbruch“, wo neben der geplanten Wohnbebauung und einem Park die verkehrlichen Anbindung des Bahnhofs an die Fußgängerzone die Gesamtsituation städtebaulich aufwerten soll. Das zweite Projekt trägt den Titel „Neues Stadtquartier an der Ruhr“, ein südlich der Innenstadt und nördlich der Ruhr gelegenes Areal, das durch die Verlagerung eines Produktionsstandortes brachgefallen ist und einer städtebaulichen Neuordnung bedarf. Durch die geplante Reaktivierung der früher gewerblich genutzten Flächen eröffnet sich für die Stadt die Möglichkeit, ein modernes und zukunftsfähiges Stadtquartier am Wasser zu entwickeln. Näheres zur die Stadt Herdecke erfahren Sie hier und weitere Informationen zu den Projekten im Stadtumbau West erfahren Sie hier.

Aktionstag in Bielefeld-Sennestadt ist für alle Beteiligten ein großer Erfolg
Der Aktionstag Sennestadt als vorläufiger Höhepunkt im kooperativen Quartiersentwicklungsprozess Bielefeld Sennestadt wurde von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Sennestadt [Herr Schäffer], der Sennestadt GmbH [Herr Neugebauer] und dem Sennestadtverein [Herr Klemens] organisiert. Mehrere hundert engagierte Sennestädter folgten dem Aufruf und besuchten die sechs dezentralen Veranstaltungen in der Sennestadt. Die Gruppe der islamischen Sennestädter mussten sich zwischenzeitlich sogar ein neues Domizil suchen, da weit mehr interessierte Bürger vorbeischauten und mit diskutierten als erwartet. Jede Gruppe zeigte auf ihre Weise, was sie an der Sennestadt toll findet, was noch verbesserungswürdig ist, und was generell noch fehlt. Junge Eltern diskutierten in einem Gymnasium, in dem ihre Kleinsten bunte selbstgemalte Impressionen der Sennestadt ausgestellt hatten. Die Senioren und Seniorinnen der Sennestadt versammelten sich im AWO-Treff, um die Möglichkeiten der ehemaligen Modellstadt ausführlich zu erörtern. Die Jugendlichen der Sennestadt hatten sich vor allem künstlerisch dem Thema Stadtumbau genähert. So wurden von einer Fotodokumentation zu „Orten, die Angst machen“ oder auch „Orte, die ich mag“ bis hin zu einem selbstgedichteten Sennestadt-Rap alle künstlerischen Mittel ausgeschöpft. Im Sennestadtsalon hatten etwa 60 Personen die Möglichkeit direkt mit ihren Lokalpolitikern und dem Baudezernenten der Stadt Bielefeld ins Gespräch zu kommen und bei der Mennonitengemeinde unterhielt man sich ebenfalls sehr engagiert über zukünftige Veränderungen im Stadtteil. Weitere Impressionen zum Aktionstag können Sie hier in der Lokalpresse nachlesen.

Projekt der Woche: Das neue Scharnhorst Ost
Großwohnsiedlungen sehen sich in der heutigen Zeit verschiedenen Problemen gegenübergestellt. Die einstigen Vorzeigeprojekte leiden vielfach unter einen sehr schlechten Image. In die Jahre gekommen fehlt vielen von ihnen eine gezielte und abgestimmte Modernisierungsstrategie. Im Dortmunder Norden in der Großwohnsiedlung Scharnhorst Ost konnten sich vier Wohnungsbauunternehmen auf eine gemeinsame Linie einigen und investierten daraufhin in ihren Wohnungsbestand. Abgestimmte Konzepte bei der Farbgebung oder auch bei den Außenanlagen gaben der Siedlung ein neues Gesicht. Auch das Image konnte dadurch aufgebessert werden, was sich für die Unternehmen insbesondere in der verbesserten Vermietbarkeit widerspiegelte. Ausführliches zum Projekt der Woche finden Sie hier.

Migration und Alter: Chancen und Herausforderungen für die demographische Entwicklung im Ruhrgebiet
Der demographische Wandel spielt für das Ruhrgebiet eine herausragende Rolle und wird die Entwicklungspotentiale dieser Region nachhaltig verändern. Kann man mit diesen Veränderungen Schritt halten? Wie sehen die weiteren Perspektiven aus? Innerhalb des Symposiums soll über neue Wege und Möglichkeiten der demographischen Herausforderung diskutiert werden. Das Frühjahrssymposium „Migration und Alter: Chancen und Herausforderungen für die demographische Entwicklung im Ruhrgebiet“ findet dazu am Mittwoch, den 7. Mai 2008 an der Ruhr Universität Bochum statt. In diesem Symposium steht der Zusammenhang zwischen demographischer Entwicklung und Migration auf dem Programm. Kann die Alterung des Ruhrgebiets durch Zuwanderung abgemildert oder verzögert werden? Durch welche spezifischen Merkmale ist Migration im Ruhrgebiet gekennzeichnet? Wie leben und altern Migrantinnen und Migranten im Ruhrgebiet? Und nicht zuletzt: Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch für die soziale, wirtschaftliche und politische Integration? Weitere Informationen und Formulare zur Anmeldung finden Sie hier.

bcsd-Frühjahrstagung mit Erfahrungsaustausch zum Thema: Event – nein danke!?
Heimsuchung, Notwendigkeit oder Chance für das Stadtmarketing?

Ob Stadtfest, Blues-Nacht, verkaufsoffener Sonntag oder Weihnachtsmarkt – Städte und Stadtmarketing funktionieren immer auch über Veranstaltungen. Wenn die Stadt lebt, die Bauten, Plätze und Straßen bespielt oder wichtige Stadtthemen inszeniert werden, kann sich eine Stadt profilieren. Aber längst nicht jedes Event ist auch Bestandteil des Stadtmarketings. Die Eventisierung und Privatisierung unserer Innenstädte hat Grenzen. Dabei stellen sich die Fragen, wann eine Veranstaltung zur Identität der Stadt passt, und welche Kriterien für die Nutzung des öffentlichen Raums gelten. Außerdem gilt es zu klären, wie man solche Veranstaltungen in der Praxis umsetzt, und wie Stadtmarketing auf private Freizeitparks und Unternehmenswelten reagieren kann. Diese und andere Themen werden am 8. und 9. Mai in Esslingen im Neckar Forum aufgegriffen und diskutiert. Weiterhin werden in einer Reihe von Best-Practice-Beispielen neue Veranstaltungsideen vorgestellt. Geladene Experten geben ihr Know-how in der Organisation von Veranstaltungen weiter. Weitere Informationen zur Veranstaltung der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. [bcsd] finden Sie hier wie gewohnt auf unserer Homepage.

Symposium: Integration – Sta(d)tt – Segregation
Die Städte stehen vor der Herausforderung, mit zunehmenden sozialen Ungleichheiten umzugehen. Dabei entwickeln sich deutliche und weniger deutlich sichtbare soziale und ethnische Grenzen, die durch das Miteinander der Stadtbewohner verlaufen. Im Zentrum dieses Symposiums stehen die Fragen nach der Qualität und nach den Gestaltungsperspektiven des Zusammenlebens in der Stadt. Unter anderem wird dabei die Frage zu klären sein, unter welchen Voraussetzungen ein gelungenes soziales und ethnisches Miteinander funktionieren kann. Das Symposium bietet außerdem den Rahmen für die Vorstellung einer neuen Studie zur sozialen Segregation, die der vhw in Zusammenarbeit mit Sinus Sociovision [Heidelberg] durchgeführt hat. Ziel des Symposiums am 8. Mai in Berlin ist es, bei dem Thema der Integration in die Stadtgesellschaft nicht nur folgenlose Erkenntnisrichtigkeit zu produzieren, sondern konkrete Handlungsansätze zu thematisieren und Perspektiven einer integrativen Stadtgesellschaft zu diskutieren. Detaillierte Informationen zur Veranstaltung des vhw können Sie hier nachlesen.

Neuer Master an der Hochschule für angewandte Wissenschaften [FH] München zu Gemeinwesenentwicklung, Quartiersmanagement und Lokale Ökonomie
Der Masterstudiengang „Gemeinwesenentwicklung, Quartiermanagement und Lokale Ökonomie“ qualifiziert zu Tätigkeiten in der Praxisentwicklung, Forschung und Lehre in Feldern der Gemeinwesenentwicklung und der Lokalen Ökonomie. Er vermittelt relevantes Analyse- und Handlungswissen zur Konzeption und Umsetzung integrierter sozialräumlicher Ansätze und eigenständiger lokalökonomischer Lösungen insbesondere in sozial und ökonomisch benachteiligten städtischen und ländlichen Gebieten. Es handelt sich um einen interdisziplinären Studiengang an den Schnittstellen der Theorien und Handlungsfelder nachhaltiger sozialer, ökonomischer, politischer und ökologischer Entwicklung [Community Development]. Das Studium ist berufsbegleitend konzipiert und umfasst sechs Semester. Vertiefende Informationen zum Master finden Sie hier.