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22.02.2010

Siegen: Abriss des ehemaligen Krupp-Hochhauses in Geisweid abgeschlossen
Der Abriss von Hochhäusern ist eine der sichtbarsten und gut erlebbaren Maßnahmen des Stadtumbaus und erfährt daher zumeist eine große öffentliche Beachtung. Bereits Ende letzten Jahres wurde mit dem ehemaligen Krupp-Hochhaus im Stadtumbaugebiet Geisweid in Siegen ein weiteres, nicht mehr marktfähiges Objekt abgerissen. Das repräsentative Verwaltungsgebäude der 1950er Jahre stand ursprünglich wegen seiner herausragenden und für die Zeit typischen Architektur unter Denkmalschutz. Zahlreiche Studien und Gutachten haben dann aber immer wieder zu dem Ergebnis geführt, dass eine Sicherung des Gebäudes durch Umbau und Neunutzung nicht zu realisieren war, so dass letztendlich nur der Abriss als machbare Lösung blieb. Was die Presse zum Abriss berichtete können Sie hier nachlesen. Eine Bildergalerie zum Abriss finden Sie hier.

Projekt der Woche: Temporäre Quartiersbibliothek “Woodberry Down Community Library“
Im Stadtteil Woodberry Down in Londoner Bezirk Hackney Großwohnsiedlung wurde im Rahmen der Sanierung und Entwicklung des Quartiers eine Befragung der Bewohner durchgeführt. Diese ergab als einen der wesentlichen Mängel das Fehlen einer öffentlichen Bibliothek im Stadtteil. Um diesem Wunsch kurzfristig entsprechen zu können, wurde in einer bestehenden Gemeinschaftseinrichtung eine temporäre Bibliothek mithilfe von Mitteln aus einem Verfügungsfond eingerichtet. In einem 15 qm kleinen Raum wurde ein Konzept realisiert, das Platz für zwei PC-Arbeitsplätze für Besucher, 500 Bücher, CDs und DVDs sowie ein Kinderecke bietet. Die Betreuung der „Mikro-Bibliothek“ erfolgt durch ehrenamtlich tätige Mitarbeiter aus der Siedlung. Diese Mitarbeiter sind vorwiegend Arbeitslose, denen durch ihre Tätigkeit die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtert werden soll. Eine ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie hier.

Neues Forschungsprojekt zur Evaluierung von Städtebauförderungsprogrammen und Maßnahmen des Investitionspakts
Im Zuge der Föderalismusreform I wurden zahlreiche Änderungen für die Städtebauförderprogramme vereinbart. Die einzelnen Programme sind nicht nur zeitlich zu begrenzen und degressiv auszugestalten, sondern auch regelmäßig hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu überprüfen. Eine solche Überprüfung der Wirksamkeit der Städtebauförderung erfordert eine zwischen Bund, Ländern und Kommunen abgestimmte Evaluierungspraxis. Hierfür sollen nun im Rahmen des neuen Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] „Evaluierung von Städtebauförderungsprogrammen und Maßnahmen des Investitionspakts“ praktikable Qualitätsstandards für aussagekräftige Evaluierungen innerhalb der Städtebauförderung entwickelt werden. Aktuelle Informationen zum gegenwärtigen Stand des Projekts, in dessen Bearbeitung David R. Froessler, Leiter der Innovationsagentur Stadtumbau NRW, als beratender Experte auch die Erfahrungen des nordrhein-westfälischen Stadtumbaus einbringt, finden Sie hier.

Aktuelle Spruchpraxis der Vergabekammern – Übertragbarkeit der Erfahrungen auf das neue Recht
Im Jahr 2009 ist das Vergaberecht erheblich novelliert worden. Dadurch wurden einige Rechtsunsicherheiten beseitigt, aber auch neue Probleme aufgeworfen. Die Rechtsprechung der Vergangenheit ist nun daraufhin zu prüfen, ob sie unter den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen weiterhin Bestand hat. Eine solche Prüfung sowie aktuelle Fragen und Trends behandelt das vhw-Seminar zur aktuellen Spruchpraxis der Vergabekammern, das am 9. März 2010 in Bergisch Gladbach stattfinden wird. Das Programm sowie weiterführende Informationen haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.