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22.07.2013

Remscheid: Großer Andrang bei der Vorstellung der Zwischenergebnisse der DOC-Gutachten
Am vergangenen Donnerstag wurden in Remscheid-Lennep die Zwischenergebnisse der Gutachten zum geplanten Designer Outlet Center [DOC] in Lennep vorgestellt und der Andrang war enorm. Knapp 500 Bürger waren gekommen, um sich unter der Moderation von David R. Froessler, Leiter der Innovationsagentur Stadtumbau NRW, über das Großprojekt zu informieren. Im Rahmen der Veranstaltung wurden von den zuständigen Experten zunächst die Zwischenergebnisse der Gutachten zu den Themenfeldern Verkehr, Umwelt und Handel vorgestellt [Die Präsentationen der Gutachten hat die Stadt Remscheid hier online gestellt]. Anschließend hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, den Experten detaillierte Fragen zu den vorliegenden Zwischenergebnissen zu stellen und zu diskutieren. Dabei verlief die Diskussion trotz der Tragweite des Projektes erfreulicherweise sachlich. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier. Einen Live-Beitrag des WDR mit zahlreichen Stimmen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Remscheid: Der Honsberg feiert das Kunst- und Kulturfest „Honsberg GroßARTig
Wochenlang hatten die engagierten Akteure aus der Kunst- und Kulturszene die Veranstaltung „Honsberg GroßARTig“ vorbereitet und am vergangenen Wochenende wurden sie für ihre Mühen belohnt. Im Rahmen des Projektes „Honsberg GroßARTig“ hatten über 100 Akteure insgesamt 10 leer stehende Häuser in der Halskestraße in Remscheid-Honsberg aufwändig und kreativ mit Leben gefüllt: die Fassaden wurden von Graffitikünstlern gestaltet, die leeren Wohnungen von freischaffenden Künstlern, Theatergruppen, Fotografen und Musikern kreativ zweckentfremdet. Die Honsberger Bewohner zeigten sich dann auch ebenso wie die zahlreichen auswärtigen Besucher begeistert von dem beeindruckenden Kunstprojekt. Weitere Information zu diesem Projekt und zahlreiche Fotos finden Sie hier.

Stadterneuerung Altena: Die Fassadenaufwertung im Knerling hat begonnen
Bevor im Altenaer Stadtteil Knerling die umfassende Erneuerung der denkmalgeschützten Fassaden beginnen konnte, musste zunächst ein „farblicher“ Kompromiss gefunden werden. Nun haben sich die Altenaer Baugesellschaft, die Denkmalschutzbehörde und die privaten Eigentümer auf Grau- und Beigetöne für den Neuanstrich der Fassaden im Quartier entschieden. Die Baugesellschaft plant, sämtliche ihrer 110 Häuser neu anzustreichen und die privaten Eigentümer werden sich ebenfalls beteiligen, um den historischen Stadtteil wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Finanzielle Unterstützung erhalten die Eigentümer durch das Fassadenprogramm für den Knerling. Dabei sollen die Fassaden aus unterschiedlichen Bauepochen zukünftig durch behutsame Farbabstufung erkennbar sein. Neben der Fassadenneugestaltung lässt die Altenaer Baugesellschaft zudem prüfen, wie die einzelnen Haustypen unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher Belange energetisch saniert werden können. Weitere Informationen zu dieser umfassenden Aufwertung des Knerling finden Sie hier.

Stadtumbau Dorsten: Die Stadt muss Schulden aus dem Stadtumbau bis Ende 2014 begleichen
Bis Ende 2014 muss die Stadt Dorsten Schulden in Höhe von 3,12 Mio. beim Land begleichen. Die Schulden resultieren aus dem Stadtumbau in Barkenberg. Vor acht Jahren vereinbarte die Stadt eine Ratenzahlung des Eigenanteils in Höhe von insgesamt 8,7 Mio. Euro bis zum Jahr 2029. Um die Ratenzahlung im kommenden Jahr finanzieren zu können, sucht die Stadt nun einen Käufer für das Schultenfeld, ein 42 Hektar großes Areal der Entwicklungsgesellschaft Wulfen [EW]. Dabei drängt für die Stadt Dorsten die Zeit, denn das Land hat einen Aufschub des Schuldenausgleichs abgelehnt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Wohnraumförderung Gelsenkirchen: Baubeginn für eine neue Wohnsiedlung in Erle
Im Gelsenkirchener Stadtteil Erle wird in den kommenden Jahren eine neue Wohnsiedlung entstehen. Insgesamt sollen hier in innenstadtnaher Lage 23 Häuser und 28 Eigentumswohnungen gebaut werden, Bauträger ist die städtische GGW. Die Häuser sind energieeffizient konzipiert, werden schlüsselfertig gebaut und sollen insbesondere junge Familien in die neue Siedlung ziehen. Die Wohnungen sind dagegen für Menschen über 50 Jahre vorgesehen, wodurch eine generationengemischte Siedlung entstehen soll, die einen Mehrgewinn für den gesamten Stadtteil bringt. Oberbürgermeister Frank Baranowski sagte beim offiziellen Baubeginn mit Blick auf die neue Wohnsiedlung in Erle: „Für jeden in unserer Stadt soll es eine passende Wohnung geben“. Weitere Informationen zu dieser neuen und sicherlich modellhaften Siedlung finden Sie hier.

NRW-Denkmalförderung: Neuausrichtung der Förderung bekannt gegeben
In der vergangenen Woche wurde vom zuständigen Landesministerium eine Neuausrichtung der Denkmalförderung in Nordrhein-Westfalen bekannt gegeben. Demnach werden die 6 Mio. Euro, die bislang als Zuschüsse gewährt wurden, durch zinsgünstige Darlehen der NRW.BANK mit einem Volumen von 60 Mio. Euro pro Jahr ersetzt. Für selbst genutztes Wohneigentum wird ein neues Darlehensprogramm im Rahmen der Wohnraumförderung des Landes in Höhe von 20 Mio. Euro eingerichtet, für gewerblich oder kulturell genutzte sowie religiöse Baudenkmäler ein neues Darlehensprogramm der NRW.Bank in Höhe von 40 Mio. Euro. Im Rahmen dieser Neuausrichtung können ab dem 1. Oktober 2013 dann nicht mehr nur die denkmalbedingten Mehrkosten einer Baumaßnahme, sondern die Gesamtkosten des Umbaus für die Förderung zugrunde gelegt werden. Für Fälle, in denen die Darlehensförderung nicht greift [Bodendenkmalpflege und herausragende Sakralbauwerke], bleiben Zuschüsse in Höhe von 4,12 Millionen Euro erhalten. Weitere Informationen zu dieser Neuausrichtung der NRW-Denkmalförderung finden Sie hier.

NRW-Bahnflächen: Zwischenbilanz zur Umwandlung von Bahnflächen vorgestellt
Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen [MBWSV] hat eine Zwischenbilanz zur Umwandlung von Bahnflächen in Nordrhein-Westfalen vorgestellt und die Zwischenbilanz der bundesweit einmaligen „Bahnflächenoffensive NRW“ fällt durchaus positiv aus. So haben in den vergangenen 12 Jahren mehr als 100 Bahnhofsgebäude einen neuen Eigentümer gefunden. Einvernehmlich mit den Kommunen wurden insgesamt etwa 17 Mio. Quadratmeter nicht mehr genutzter Bahnflächen verkauft und neuen Nutzungen zugeführt. NRW-Bauminister Groschek sieht Nordrhein-Westfalen daher beim Thema der Umwandlung von Bahnflächen und -gebäuden als „Vorreiter“ in Deutschland. Diese Einschätzung teilt auch der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen, Reiner Latsch: „Die Zusammenarbeit zwischen Bahn und Land funktioniert hervorragend. Für uns hat dieses Engagement des Landes bundesweiten Vorbildcharakter.“ Und so soll diese Kooperation auch in Zukunft fortgesetzt werden, dann allerdings unter dem neuen organisatorischen Dach der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW [BEG], einer gemeinsamen Gesellschaft des Landes NRW und der Deutschen Bahn. Weitere Informationen zu der Zwischenbilanz finden Sie hier.

Stadtentwicklungsbericht 2012: Das Entwicklungsgefälle zwischen Ballungsgebieten und ländlichen Räumen nimmt weiter zu
Nach den Ergebnissen des Stadtentwicklungsberichtes 2012 nimmt die Kluft zwischen städtischen Ballungsgebieten und peripheren ländlichen Regionen weiter zu. So sinken außerhalb von Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern die Bevölkerungszahlen in allen Städten. In Nordrhein-Westfalen sind insbesondere viele kleine Gemeinden im Ruhrgebiet, dem Sauerland, in Ostwestfalen und der Eifel stark von Schrumpfungsprozessen betroffen. Dagegen können Großstädte wie Düsseldorf, Köln, Bonn oder Münster Bevölkerungszuwachs vermelden. Dies führt wiederum zu stark ansteigenden Mieten in diesen Städten: So sind die Mieten in kreisfreien Großstädten allein zwischen 2008 und 2012 um 10,8 Prozent gestiegen. Die Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund angekündigt, den Anstieg der Mietpreise durch den deutlichen Zubau von Mietwohnungen abzufedern und die zunehmende soziale Spaltung in Großstädten durch gezielte Maßnahmen, insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen, zu bekämpfen. Dafür will die Bundesregierung – so ihre Ankündigung für den Fall eines Wahlsieges – die Städtebauförderprogramme um 700 Mio. Euro pro Jahr aufstocken. Weitere Informationen zu diesen Erkenntnissen des Stadtentwicklungsberichtes 2012 finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Oase 22“
In Wien wird bis zum Jahr 2014 auf einem ehemaligen Betriebsgelände des österreichischen Traditionsunternehmens „Wagner-Biro-Gründe“ im 22. Bezirk der Stadt ein komplett neuer Stadtteil entstehen. Das Projekt „Oase 22“ ist dabei ein Teilprojekt dieses neuen Stadtteils und zeigt die beispielhafte Konzeption und Planung eines generationengemischten Quartiers mit zielgruppenspezifischen Wohnangeboten, großzügigen Freiräumen und gemeinschaftlichen Bereichen. Komplettiert wird der neue Stadtteil durch die Projekte „Star 22“, „Unit 22“ und „Base 22“, die ebenfalls für neue Stadtquartiere mit speziellen Nutzungsschwerpunkten stehen. Gemeinsam werden diese Teilprojekte dann den etwa 140.000m² großen Wiener Stadtteil „Neu Stadtlau“ bilden. Weitere Informationen zu dieser sehr kreativen und innovativen Quartiersentwicklung finden Sie hier.