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22.09.2008

Programm zum Folgeworkshop Vergaberecht - Aktuelle Rechtsprechung und Klärung konkreter Fragen aus dem kommunalen Arbeitsalltag
Nachdem die Innovationsagentur die Nachfrage beim letzten Workshop zum Thema Vergaberecht in der kommunalen Praxis nicht decken konnte, haben wir uns zusammen mit den Expertinnen und Experten der ersten Veranstaltung auf einen weiteren Termin verständigt. Am 16.10. haben Sie noch einmal die Gelegenheit, intensiv über die Auswirkungen des so genannten Alhorn-Urteils auf die kommunale Praxis sowie unterschiedliche Anforderung an europaweite Vergaben zu diskutieren. Im zweiten Teil der Veranstaltung besteht zusätzlich die Möglichkeit, sich mit Ihren konkreten Beispielen aus der Praxis zusammen mit den geladenen, erfahrenen Experten und Expertinnen auseinanderzusetzen. Das Programm und weitere Informationen zum Workshop erhalten Sie hier.

Projekt der Woche: Die Schüngelbergsiedlung in Gelsenkirchen
Die Siedlung Schüngelberg in Gelsenkirchen wurde im Rahmen der IBA-Emscherpark saniert und modernisiert. Zusätzlich wurde sie um 215 Wohneinheiten erweitert. Den Abschluss der Entwicklungsmaßnahmen bildet das so genannte Nachbarschaftshaus, in dem die BewohnerInnen der Siedlung ihrer Freizeitgestaltung gemeinsam nachgehen können. Getragen wird diese Institution von einem eigens eingerichteten Förderverein. Die Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Planungswerkstatt: Eine neue Mitte für den Honsberg
Nach einer erfolgreichen Planungswerkstatt Mitte August [die Innovationsagentur berichtete am 1. September 2008] kamen nun die vier beauftragten Büros noch einmal zum Honsberg, um den neugierigen Honsberger Bürgerinnen und Bürgern den Endstand ihrer Entwürfe zu präsentieren. Wie schon während der ersten Phase kamen auch diesmal wieder sehr viele Honsberger in das Gemeindezentrum, um sich über die Ergebnisse zu informieren und die Entwürfe der vier Büros anzuschauen. Die Jury hatte es im Anschluss nicht leicht, den Sieger unter den vier qualifizierten Präsentationen zu bestimmen. Am Ende war das Kriterium der „Umsetzbarkeit“ in einem möglichst kurzen Zeitrahmen ausschlaggebend für den Siegerentwurf. Diese Eigenschaft traute man dem Entwurf vom Büro Prof. Carsten Lorenzen ApS aus Kopenhagen am ehesten zu. Die Zuschauer lobten die innovativen Ideen, die ihren Honsberg einmal anders gedacht haben. Im Mittelpunkt der Entwürfe steht das neue Gemeindezentrum des Stadtteils, das als ein Zentrum für alle Glaubensrichtungen entstehen soll. Weitere Details zur Veranstaltung und zum Prozess können Sie hier nachlesen.

Fachtagung: Integrierte Planung – erfolgreiche Projekte und ihr Management
Die Tagung „Integrierte Planung“ will aufklären, warum dieser Begriff gewählt wurde, was er genau bedeutet und was daran wichtig und neu ist. Comprehensive planning, der entsprechende Begriff aus der angelsächsischen Planungsliteratur der 60er Jahre, meint "umfassende Planung" und hat in den 70er Jahren in Deutschland eine Welle von umfangreichen Stadtentwicklungsplänen ausgelöst. An diesen Begriff wird noch heute angedockt. Viele Städte entwickeln ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept [ISEK], aber gegenüber den 70er Jahren mit veränderter innerer Logik. Ein strategischer ziel- und praxisorientierter Ansatz steht im Vordergrund. Planung ist demnach ein Prozess, der im ersten Schritt verständnisorientiert und im zweiten Schritt entscheidungsorientiert bestimmt ist. Die Rolle der Planer ist es, konzeptionell vorzudenken, die vorhandenen kommunalen Potenziale, Fantasien und Interessen zu entfalten und dann so zu bündeln, dass sie in einen Entscheidungs- und Zielkorridor einmünden können, der zum Erfolg führt. Die Fachtagung möchte daher erfolgreiche Projekte im Kontext integrierter Planungskonzepte vorstellen und diskutieren. Weitere Details zur Veranstaltung des ISW am 16.10. in München erhalten Sie hier.

Baukulturwerkstatt: Identität durch Rekonstruktion? Positionen zum Wiederaufbau verlorener Bauten und Räume
Die in der planenden und bauenden Fachwelt ursprünglich eher distanziert geführte Diskussion über die Wiederherstellung von historischen Stadtbildern hat innerhalb der Bevölkerung jedoch starkes Interesse erlangt. Dies zeigen die Debatten, wie sie in Braunschweig, Frankfurt am Main, Potsdam, Berlin und an vielen anderen Orten stattgefunden haben oder derzeit noch die Stadtöffentlichkeit beschäftigen. Es stellt sich daher die Frage, ob damit der städtebaulichen Debatte neue Komponenten zukommen, die eher von harmonischen Vorstellungen geschlossener Stadtbilder geprägt sind, oder ob hier ein antimoderner Reflex seinen Ausdruck findet. Darüber hinaus scheint es wichtig zu sein zu erforschen, ob sich das „kulturelle Gedächtnis“ einer Stadtgemeinschaft nur auf vergangene Stadtbilder bezieht oder ob sich auch neuere städtebauliche Situationen zu Identifikationspunkten entwickeln können. Die Baukulturwerkstatt will darüber hinaus auch der Frage nachgehen, ob diese Akteursgruppen die Mehrheit der Bevölkerung darstellen und ob dieser Trend in Zusammenhang mit der Verunsicherung in einer zunehmend globalisierten Welt mit hoher Veränderungsdynamik steht. Weitere Details zur Veranstaltung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 16. Oktober in Berlin erhalten Sie hier.

Seminar: Praxis Bürgerbeteiligung
Prozessverantwortliche und Initiator/innen von Bürgerbeteiligung stehen vor der Herausforderung, Beteiligungsprozesse erfolgreich, nachhaltig und für alle Teilnehmenden zufrieden stellend zu gestalten. Es gilt aus der Fülle der Beteiligungsmethoden diejenige auszuwählen, die angesichts der gegebenen Situation, der Ziele und der Akteurskonstellationen am besten passt. Gleichzeitig muss der Prozess Flexibilität zulassen, um eine rasche Reaktion bei Veränderungen und Störungen zu ermöglichen. Kein leichtes Unterfangen angesichts einer Vielzahl von [sehr unterschiedlichen] Akteur/innen, Erwartungshaltungen, Zielvorstellungen und Rahmenbedingungen. Im Rahmen des Seminars geht es um die Anforderungen, die heute an die Praxis der Bürgerbeteiligung gestellt werden, um die [Rahmen-] Bedingungen solcher Prozesse sowie um verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten. Am Beispiel der Praxisprojekte der Teilnehmenden werden aktuelle Fragen und Probleme aufgegriffen. Das Seminar richtet sich an alle, die Bürgerbeteiligungsprozesse gestalten, moderieren und organisieren. Weitere Details zur Veranstaltung der Stiftung Mitarbeit vom 17. bis 19. Oktober in Berlin erhalten Sie hier.

Tag der Generationen: Junge Bilder vom Alter
Der erste landesweite Tag der Generationen kommt nach Essen, in die Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Gemeinsam mit dem Schauspiel Essen und weiteren Veranstaltungspartnern können sich die Besucher ebenfalls auf eine Entdeckungsreise zu realistischen Bildern vom Alter begeben. Seit dem Reisestart im Mai 2007 in Arnsberg haben sich mehr als 400 Schulen, Kommunen, Kindertageseinrichtungen und weitere Akteure an den Kreativ-Projekten, den wissenschaftlichen Studien und den Themenworkshops der bundesweit einmaligen Landesinitiative „Junge Bilder vom Alter“ beteiligt. Dabei wurden vorherrschende Altersbilder auf den Prüfstand gestellt und die Entwicklung positiver Leitbilder für eine generationengerechte Gesellschaft gefördert. Vielfältige Präsentationen neuer Bilder vom Alter, die im Projektverlauf entstanden sind, erwarten den Besucher am Tag der Generationen. Mehr Informationen zur Veranstaltung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW am 17. Oktober erhalten Sie hier.