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22.10.2012

Stadtumbau NRW: Starker Auftritt der NRW-Städte auf der EXPO REAL
Die Städte Nordrhein-Westfalens haben auf der internationalen Fachmesse für Immobilien, der Expo Real in München, mit vielen Prestigeprojekten einen starken Auftritt gehabt. Zahlreiche NRW-Städte stellten ihre erfolgreichen Projekte dem Fachpublikum und potentiellen Investoren vor und nutzen die bedeutende Fachmesse, um Werbung in eigener Sache zu machen.

Planungsdezernent Martin Linne von der Stadt Krefeld stellte mehrere Prestigeprojekte der Stadt vor und zeigte damit den sogenannten neuen "Krefelder Weg" – also die Ausrichtung auf die Profilierung einzelner Einzelhandelsstandorte – auf. Insgesamt zog er ein positives Fazit und sprach von einem „spürbarem Investitionsinteresse“ im Innenstadtbereich Krefelds.

Die Stadt Leverkusen trat unter dem Motto "Speckgürtel von Köln" an und konnte als Erfolg die konkrete Anfrage eines großen Logistikunternehmens mit 600 neuen Arbeitsplätzen vermelden. Laut Dr. Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL), besteht großes Interesse am Standort Leverkusen und die neue Imagekampagne sowie die Investorentour der Wirtschaftsförderung scheinen „Früchte zu tragen“.

Die Stadt Heiligenhaus war mit dem geplanten Gewerbegebiet „Grüner Jäger“ und dem ehemaligen Kiekert-Gelände auf der EXPO REAL vertreten. Der Ankauf von Flächen des Gewerbegebiets nehme laut Bürgermeister Dr. Jan Heinisch konkrete Formen an und für das Kiekert-Gelände soll spätestens mit dem Jahreswechsel die Entscheidung gefällt sein, welcher Investor dort ein Einkaufszentrum errichtet.

Für Solingen gestaltet sich die Suche nach Investoren für die beiden geschlossenen denkmalgeschützten Hallenbäder an der Birkerstraße und der Sauerbreystraße zwar schwieriger, dennoch konnte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol, wichtige Kontakte zu potentiellen Investoren knüpfen – mit Erfolg: ein Investor wird in den kommenden Wochen zu einem vor-Ort-Termin nach Solingen kommen.

In Moers wird dagegen aktuell in anderen Dimensionen geplant: Die niederländische Investorin Brigitte van der Jagt-Beutink will eines der größten Immobilienprojekte der vergangenen Jahrzehnte in der Moerser Innenstadt realisieren und den seit elf Jahren leerstehenden Horten / C&A-Komplex abreißen und ein Einkaufszentrum bauen. Kostenpunkt des Vorhabens, welches die Investorin auf der EXPO REAL vorstellte: 60-Millionen-Euro.

Mönchengladbach konnte laut Aussage von Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWMG, mit einer "breiten Brust" zur EXPO REAL fahren, da in den letzten Monaten wichtige Erfolge bei den Projekten des neu geplanten Logistikzentrums von Zalando sowie der Ansiedlung der Santanderbank vermeldet werden konnten.

Und schließlich war auch die Innovationsagentur Stadtumbau NRW auf der EXPO REAL vertreten: Im Rahmen der Talkrunde "Mut zur Lücke - Stadtumbau West“ diskutierte David R. Froessler, Leiter der Innovationsagentur, gemeinsam mit Hans-Jürgen Best, dem Essener Stadtdirektor und Ulrich Küppers von der VIVAWEST, über Perspektiven und Herausforderungen des Stadtumbaus West.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Stadtteilsanierung im Gebiet Bochumer Straße geplant
Seit Jahren ist die Bochumer Straße ein Dauerthema des Stadtumbaus in Gelsenkirchen, nun deutet sich ein Durchbruch hinsichtlich konkreter Maßnahmen zur nachhaltigen Aufwertung des Gebietes an. Geplant ist von der Stadt Gelsenkirchen, für den Bereich der Bochumer Straße Untersuchungen für ein „Sanierungsverdachtsgebiet“ einzuleiten, um bei einem entsprechenden Ratsbeschluss einen umfangreichen Sanierungsprozess zu starten. Im Interview erläutern Stadtdirektor Michael von der Mühlen und der Referatsleiter Stadtplanung, Stefan Rommelfanger, die Hintergründe der Initiative. Weitere Information dazu sowie das vollständige Interview finden Sie hier.

Stadtumbau Krefeld: Neue Immobilien- und Standortgemeinschaft „Lebendige Innenstadt Krefeld" gegründet
Der Stadtumbau in Krefeld kann einen großen Erfolg vermelden: die Neugründung der Immobilien- und Standortgemeinschaft [ISG] „Lebendige Innenstadt Krefeld". Die ISG, in der neben sämtlichen relevanten Akteuren der Krefelder Innenstadt auch die Stadt Krefeld vertreten ist, wird sich zukünftig für die nachhaltige Aufwertung und Stärkung des Standortes Innenstadt einsetzen. Dabei plant die ISG zeitnah die Umsetzung wichtiger baulicher Maßnahmen, wie die Überdachungen von Einkaufsstraßen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie der wirtschaftlichen Attraktivität oder auch einen Beitrag zur Aufwertung verschiedener Plätze im Innenstadtbereich. Ein Erfolg auch für Stadtumbau-Koordinator Eckhard Lüdecke, der anmerkt, dass damit eine „von der Fläche und der Einwohnerzahl her größten Immobilien-Standortgemeinschaften in NRW" gegründet worden ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Vorstand der Aktionsgemeinschaft Opladen schlägt Eventcenter in der bahnstadt vor
Die Stadthalle in Opladen steht möglicherweise vor dem aus – doch es bietet sich bereits eine Alternative an: So sieht es zumindest Siegfried Kuhl vom Vorstand der Aktionsgemeinschaft Opladen. Er schlägt vor, am oberen Ende der Bahnhofstraße, wo zukünftig die Verbindung vom historischen Opladen zur neuen bahnstadt geschaffen werden soll, ein multifunktionales Eventcenter mit städtischen Verwaltungsstellen sowie einem Empfangsgebäude für den Bahnhof Opladen zu errichten. Die Rahmenbedingungen dafür seien in der neuen bahnstadt opladen ideal. Auch Bürgermeister Friedrich Busch ist der Ansicht, dass der Bau einer neuen Bürgerhalle als Veranstaltungsort für Vereine und private Veranstaltungen oberste Priorität haben müsse, sollte die Stadthalle nicht zu retten sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Stadtumbau Remscheid: Entwicklung des „Masterplans Innenstadt“ schreitet voran
Die Ausarbeitung eines „Masterplan Innenstadt“ zur Aufwertung der Alleestraße in der Remscheider Innenstadt schreitet weiter voran. Der Masterplan sieht kurz- und langfristige Maßnahmen zur nachhaltigen Aufwertung der Alleestraße vor – diese Maßnahmen sollen in enger Zusammenarbeit mit der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße und dem Marketingrat entwickelt und umgesetzt werden. Im Rahmen einer ersten Planungswerkstatt, die die Stadt Remscheid unter Mitarbeit der Innovationsagentur Stadtumbau NRW veranstaltet hatte, wurde gemeinsam mit der ISG und Bürgerinnen und Bürgern bereits ein umfangreicher Maßnahmenkatalog erstellt. Im Zuge einer weiteren Planungswerkstatt sollen diese Maßnahmen nun weiter konkretisiert werden und in den Masterplan einfließen. Näheres dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Lünen: Aufwertung der Nördlichen Innenstadt geplant
Nachdem die Stadt Lünen hinsichtlich der Aufwertung der südlichen Innenstadt und der Ansiedlung neuer Geschäfte ein durchweg positives Fazit ziehen kann, wird nun auch die Aufwertung der nördlichen Innenstadt vorangetrieben. Im Rahmen eines Rundgangs wurden gemeinsam mit lokalen Geschäftsleuten nun zukünftige Maßnahmen zur Aufwertung diskutiert, wie beispielsweise die Verwendung roter Asphaltfarbe als verbindendes Element zwischen Nord- und Süd-City oder neue Spielflächen im Tobiaspark. Diese Maßnahmen finden sich bereits im „Masterplan Nördliche Innenstadt“, allerdings sei laut Astrid Linn vor dem Hintergrund der begrenzten finanziellen Mittel der Stadt jetzt sorgfältig abzuwägen, welche Maßnahmen Sinnvollerweise umgesetzt werden sollten. Näheres dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Kreuztal: Investor für Grundstück in der Marburger Straße gefunden
Die Stadt Kreuztal hat für das seit Jahren brachliegende Grundstück an der Marburger Straße einen Investor gefunden. Geplant ist nun der Bau eines dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshauses, in dem auch 28 barrierefreie Wohnungen entstehen sollen. Darüber hinaus ist vorgesehen, im Zuge des Neubaus auch das Umfeld zu erschließen und damit zu einer nachhaltigen Aufwertung des Gebietes beizutragen. Damit hat sich die Strategie der Stadt, nach und nach mehrere Grundstücke in diesem Bereich aufzukaufen, um sie zusammenhängend an einen Investor weiterzuverkaufen, als erfolgreich erwiesen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Heiligenhaus: Umfangreiche Aufwertungsmaßnahmen auf dem Rathausplatz
Die Bauarbeiten zur umfangreichen Aufwertung des Rathausplatzes in Heiligenhaus sind bereits im vollen Gange – bald wird der Platz in neuem Glanz erscheinen. Zentrale Bausteine der Aufwertungsmaßnahmen sind dabei das 1921 umgebaute und 2006 generalüberholte Verwaltungsgebäude, welches zu einem der architektonisch herausragenden Gebäude der Stadt zählt sowie die gegenüberliegenden Jugendstilgebäude, die einen neuen originalgetreuen Anstrich erhalten. Und auch für den lange Zeit leer stehenden Pavillon ist mit der „Neander Energie GmbH“ ein neuer Betreiber gefunden worden, der dort ein Informationszentrum einrichten wird. Näheres dazu finden Sie hier.

Innovatives Filmprojekt des Internationalen Mädchenzentrums Gladbeck
Die Innenstadt Gladbecks präsentiert sich kinder- und familienfreundlich: In Zusammenarbeit mit vier Medientrainern und 20 Mädchen aus Gladbeck im Alter von 8 bis 14 Jahren hat das internationale Mädchenzentrum Gladbeck das Filmprojekt „Bildungsgestalten“ durchgeführt. Im Rahmen des Projektes konnten die Mädchen drei Tage lang „ihr“ Gladbeck filmen. In fünf Gruppen zogen sie dabei durch Gladbeck, ausgerüstet mit Kameras, Mikrofonen sowie einer langen Frageliste für Interviews mit Gladbecker Bürgerinnen und Bürger. Anfang November soll ihr Film dann im Internet (www.nrwision.de) zu sehen sein. Weitere Informationen zu diesem beispielhaften Projekt finden Sie hier.

Emmericher „Stadtstreicher“ verschönern die Stadt
Diese Emmericher Bürgerinnen und Bürger sind eindeutig ein Vorbild für bürgerschaftliches Engagement: die „Stadtstreicher“. Kennen gelernt haben sie sich übers Internet – nun wollen die engagierten Emmericher in Eigenregie die Stadt aufwerten und damit nicht wie viele andere, sich über bestehende Missstände nur beschweren, sondern selbst aktiv werden. Erstes Projekt der „Stadtstreicher“ ist die „Vivaldi-Tonne: Eine Mülltonne, bepflanzt mit Blumen der Saison. Weitere Projekte, wie die Verschönerung von Schaufenstern leerstehender Ladenlokale, sollen folgen. Nun hoffen die „Stadtstreicher“, dass sie auch die Geschäftsleute in Emmerich mit ins Boot holen können, um mit gemeinsamen Aktionen zur Aufwertung der Innenstadt beizutragen. Näheres dazu finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Törpiner Forum e.V.“
Der Verein „Törpiner Forum e.V.“ wurde 2003 in Sarow, einer kleinen Gemeinde im Norden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, gegründet. Der Verein widmet sich der Förderung der Jugend- und Altenhilfe sowie der Förderung der Erziehung und Berufsbildung. Darüber hinaus ist es ein zentrales Anliegen des Vereins, durch die Förderung verschiedener sozialer und ehrenamtlicher Projekte und Aktivitäten in Sarow und der Region, Angebote zu schaffen, die in diesem ländlichen Gebiet mit eingeschränkten Versorgungsangeboten ansonsten kaum zu etablieren und finanzieren wären. Mit dem 2009 eröffneten Vereinshaus “Alte Schule”, einer aufwendig sanierten ehemaligen Schule, hat das Törpiner Forum eine weitere Wirkungsstätte bekommen. Die „Alte Schule“ ist seit der Eröffnung als Informations- und Kommunikationszentrum mit einer Dorfbibliothek, einem Internetzentrum und einem Veranstaltungsraum für Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region etabliert worden. Näheres zu dem Projekt der Woche erhalten Sie hier.

BBSR-Analyse „Verfügungsfonds im Rahmen der Städtebauförderung“ veröffentlicht
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] hat eine Analyse zum Thema „Verfügungsfonds im Rahmen der Städtebauförderung“ veröffentlicht. Die Analyse umfasst den aktuellen Stand der Anwendung von Verfügungsfonds in der Städtebauförderung und greift damit eine Diskussion auf, die in der Städtebauförderung seit einigen Jahren eine erhebliche Dynamik entfaltet hat. Basierend auf der Bewertung der konkreten Ausgestaltung und Wirkung des Instruments in der Praxis vor Ort, werden im Rahmen der Analyse auch Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung aufgezeigt. Weitere Informationen zu den Ergebnissen dieser Analyse finden Sie hier.