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22.11.2010

Innovationsagentur vor Ort: Workshop „Neue Frequenzbringer für die Zentren“ in Hamm
Ein verändertes Konsumentenverhalten hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem sukzessiven Niedergang von Kaufhäusern und Warenhäusern geführt. Mit der Schließung dieser ehemals wichtigen Magnetbetriebe gingen vielerorts nachteilige Veränderungen in den betroffenen Einzelhandelslagen einher. Viele Mittel- und kleinere Oberzentren sowie insbesondere Neben- und Stadtteilzentren sind spürbar von den Folgen der Schließung der Kauf- und Warenhäuser betroffen. Gerade an diesen Handelsstandorten mangelt es vielfach an anderen attraktiven Magnetbetrieben, so dass nach dem Verlust der Kaufhäuser vielfach Trading-Down-Prozesse als Folge eines Rückgangs der Kundenfrequenz einsetzten. Im Rahmen eines vor-Ort-Workshops der Innovationsagentur Stadtumbau NRW, der am Dienstag, den 14. Dezember 2010 in Hamm stattfindet, wird die Frage nach möglichen neuen Frequenzbringern und der zu ihrer Etablierung notwendigen kommunalen Steuerungs- und Handlungsoptionen am Beispiel der Städte Hamm und Lünen diskutiert. Das Programm zum Workshop, zu dem Sie sich ab sofort bei der Innovationsagentur Stadtumbau NRW anmelden können, haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.

Projekt der Woche: Wohnquartier C4 Greifswald – Schaffung attraktiver und zukunftsfähiger Wohnungen durch Rück- und Umbau von Plattenbauten
Im Wohnquartier C4 der Großwohnsiedlung Ostseeviertel „Parkseite“ in Greifswald wurden mit Förderung durch das Programm Stadtumbau Ost nicht mehr nachgefragte Wohnungsbestände teilweise zurückgebaut und modernisiert. Durch die Umstrukturierung und Neuaufteilung der nicht mehr zeitgemäßen Wohnungen konnte das Angebot von ursprünglich sechs auf heute 17 unterschiedliche Grundrisstypen erweitert werden. In einem Gebäuderiegel wurde eine Anlage für betreutes Wohnen realisiert, die insgesamt 42 Wohneinheiten mit Gemeinschaftsräumen und Pflegedienst umfasst. Auch die Anzahl der Geschosse der verschiedenen Gebäudezeilen wurde reduziert, so dass anstelle von 274 alten Wohneinheiten 172 neue Wohnungen entstanden. Durch den Rück- und Umbau konnten hochwertige, zeitgemäße geschnittene Wohnungen im Wohnquartier C4 geschaffen werden, die eine langfristige Vermietbarkeit der Immobilien sicherstellen. Eine ausführliche Beschreibung dieses gelungenen Stadtumbau-Projekts finden Sie hier.

Seminar: „Kleinflächiger Einzelhandel: Steuerungsmöglichkeiten und Genehmigungsprobleme“
Der großflächige Einzelhandel beschäftigt die Planungsträger auf allen Planungsebenen. Nicht weniger Probleme bereitet der Planung jedoch die Steuerung des kleinflächigen Einzelhandels unterhalb der Großflächigkeitsschwelle von 800 qm, insbesondere die zahlreichen Ansiedlungsbegehren der verschiedenen Discounter. Daher widmet sich das vhw-Seminar „Kleinflächiger Einzelhandel: Steuerungsmöglichkeiten und Genehmigungsprobleme“ am 15.12.2010 in Münster aktuellen Fragen rund um die Steuerung des kleinflächigen Einzelhandels. Neben der Zulässigkeit von Discountern in einem allgemeinen Wohngebiet und der rechtssicheren Steuerung des Einzelhandels in Misch- und Gewerbegebieten, soll auch der Schutz zentraler Versorgungsbereiche im unbeplanten Innenbereich bei der Erweiterung von Einzelhandelsbetrieben im Rahmen des Seminar diskutiert werden. Weitere Informationen und das Seminarprogramm stehen Ihnen hier zur Verfügung.

Alternativer Weihnachtsurlaub: Urlaub in der Platte mit Seeblick und Kinderspielplatz
Die in der DDR-Zeit heiß begehrten Wohnungen der Typen "Brandenburg" oder später "WBS 70" finden sich in fast jeder ostdeutschen Stadt wieder. Die SED-Führung ließ die im Volksmund "Arbeiterschließfächer" genannten Häuser selbst in Dörfern errichten, in den Städten entstanden riesige Siedlungen. Nach 1990 suchten die meisten Bewohner aber mehr Individualität - und die Städte saßen auf leeren Wohnungen. Inzwischen sind ostweit 350 000 Wohnungen abgerissen, bis 2016 sollen weitere 250 000 Wohnungen verschwinden. Bei der Wohnungsgenossenschaft [WWG] in Waren an der Müritz ist das anders. Vor zehn Jahren entstand dort die Idee, aus einzelnen Wohnungen "Gästewohnungen" für Mieter zu machen. Später wurden daraus Ferienwohnungen: "Zu uns kommen die Leute aus Ost und West und machen Urlaub in der Platte", freut sich Geschäftsführer Wolfgang Albrecht. Die Nachfrage sei inzwischen so groß, dass die "Urlaubswohnungen" in fußläufiger Entfernung zur Innenstand, mit Spielplatz für die Kinder und mit Blick auf zwei Seen, nicht mehr reichten. Weitere Informationen über dieses alternative Ferienangebot finden Sie hier.