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23.02.2009

Reportage: Workshop Gelsenkirchen Ebertstraße
Die Ebertstraße am Ende der Gelsenkirchener Fußgängerzone ist durch zahlreiche städtebauliche Veränderungen in der jüngeren Vergangenheit gekennzeichnet. Ein zusammenhängendes, abgestimmtes Planungskonzept ist jedoch nicht mehr erkennbar. Zusätzlich zerschneidet eine Rampe der U-Bahn die Platzsituation erheblich, zahlreiche Barrieren verhindern ein gemütliches Flanieren. Ein interdisziplinär besetzter Workshop hatte am 28. und 29. Januar daher die Aufgabe, Rahmenbedingungen und Anforderungen für eine Planungswerkstatt zu erarbeiten, die eine völlige Umgestaltung des Quartiers zum Ziel hat. Die Innovationsagentur war für Sie vor Ort. Die Details zur Veranstaltung im stadtbauraum Gelsenkirchen können Sie hier in der entsprechenden Reportage nachlesen.

Projekt der Woche: Initiativ-Haus Bavierpark
Die unzureichenden Zustände im Bavierpark in Erkrath schränkten die Nutzung der Grünfläche erheblich ein. Um diesen Missständen entgegentreten zu können, gründeten sich unterschiedliche Vereine, die mittlerweile wichtige Aufgaben zur Pflege und zur Aufwertung des Parks übernommen haben. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht das Initiativ-Haus Bavierpark, das im Rahmen von „Initiative ergreifen“ in Selbsthilfe errichtet werden konnte. Die weiteren Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Erlass: Beschleunigung von Investitionen durch Vereinfachungen im Vergaberecht
Ein neuer Runderlass des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, des Innenministeriums, des Finanzministeriums, des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie sowie des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes NRW vereinfacht die Vergabeverfahren in den Jahren 2009 und 2010, um eine Beschleunigung von Investitionen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang sind neue Schwellenwerte für die Vergabe von Bau- und Dienstleistungen festgelegt worden. Hintergrund für die Änderungen, die seit dem 3. Feburar in Kraft getreten sind, ist die aktuelle Konjunkturdebatte. Den entsprechenden Erlass finden Sie hier.

Fachtagung: Flächenmanagement in Nordrhein-Westfalen: Erfahrungen und Perspektiven
Entsprechend den vielfältigen bodenpolitischen Herausforderungen, mit denen sich Städte und Gemeinden konfrontiert sehen, reicht das Arbeitsspektrum der derzeit knapp fünfzig im Forum zusammengeschlossenen Akteure weit über Strategien zur bedarfsgerechten Baulandausweisung hinaus. Der Umgang mit innerstädtischen Brachflächen, die Zusammenarbeit mit Privaten im Rahmen des Stadtumbaus wie auch rechtliche Entwicklungen sind nur einige der Themen, mit denen sich das Forum praxisnah auseinandersetzt. Die vierte öffentliche Tagung des Forums am 12. März in Essen bietet der interessierten Fachwelt erneut Einblick in die Forumsarbeit zum Flächenmanagement. Neben den Fragen zum aktuellen Stand des Flächenmanagements sollen darüber hinaus Entwicklungstrends, zukünftige Herausforderungen und flächenpolitische Ansätze einen Schwerpunkt der Veranstaltung bilden. Weitere Details erhalten Sie hier.

Tagung: Mobilisierung von Baulücken- und Leerstandspotenzialen
Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass Baulücken und Leerstände in den kommenden Jahren aufgrund des demographischen Wandels und rasanter gesellschaftlicher Veränderungen zu einem drängenden Thema vor allem in den ländlichen Räumen außerhalb der Ballungsräume werden. In einer Vielzahl betroffener Kommunen treten bereits erste stadt- bzw. ortsteilbezogene Funktionsschwächen auf. Aus diesem Grund erfordert eine nachhaltige Innenentwicklung Konzepte für die Mobilisierung von Baulücken und Leerstand mit dem Ziel, die Gebietsattraktivität und –funktionen zu erhalten und soweit erforderlich möglichst wiederherzustellen oder Funktionsräume anzupassen. In Form von Impulsreferaten werden zunächst Lösungskonzepte, Handlungsansätze und Strategien von Experten aus der Praxis vorgestellt. Hieran schließt sich eine Podiumsdiskussion mit den Referenten an, die dem Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmern dienen soll. Weitere Informationen zur Tagung der TU Kaiserslautern am 17. März erhalten Sie hier.

Buch: Stadtsurfer, Quartiersfans & Co. – Stadtkonstruktionen Jugendlicher und das Netz urbaner öffentlicher Räume
Wie nutzen Jugendliche heute ihre Stadt? Wie nutzen sie urbanen Raum, welche Städte konstruieren Jugendliche für sich? Viel zu wenig ist bekannt, welche Qualitäten einerseits und welche Defizite und Restriktionen andererseits Jugendliche in den öffentlichen Stadträumen vorfinden. Ein Forschungsprojekt der Wüstenrot Stiftung ging diesen Fragen in einem interdisziplinären Team aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Städtebau und Soziologie nach. Mit neuen Herangehensweisen zeigt das Projekt vor allem, welche eigenen Impulse Jugendliche für eine Stadtentwicklungspraxis liefern können, die ihre Bedürfnisse besser erkennen und berücksichtigen kann. Das Buch der Wüstenrot Stiftung [Hrsg.]: Stadtsurfer, Quartierfans & Co. Stadtkonstruktionen Jugendlicher und das Netz urbaner öffentlicher Räume ist im Jovis Verlag erschienen und kann unter der ISBN: 978-3-939633-65-5 für ca. 32,00 € bestellt werden.