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23.05.2011

Workshop zu „Erfahrungen mit dem Einsatz von Verfügungsfonds“ am 8. Juni 2011
Auf Basis der aktuellen Förderrichtlinien der Stadterneuerung kann zur Stärkung von zentralen Versorgungsbereichen, die durch Funktionsverluste – insbesondere gewerblichen Leerstand – bedroht oder betroffen sind, ein gemeindlicher Fonds eingerichtet werden. Ein solcher Fonds, dessen Mittel ein lokales Gremium ausreicht, kann mit 50 % aus Mitteln der Städtebauförderung von Bund, Land und Gemeinde finanziert werden. In der Zwischenzeit haben zahlreiche Kommunen in NRW – insbesondere im Rahmen der Programme „Stadtumbau West“ und „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ erste Erfahrungen mit dem Einsatz solcher Verfügungsfonds gesammelt. Mit diesem Workshop soll ein interkommunaler Erfahrungsaustausch zu diesen Erfahrungen ermöglicht werden. Daneben bietet der Workshop auch die Gelegenheit, sich vor Ort über die zahlreichen Aktivitäten der engagierten Stadtumbaumaßnahme in der Krefelder Innenstadt zu informieren. Das detaillierte Programm zu diesem Workshop, zu dem Anmeldungen an info@StadtumbauNRW.de nach wie vor möglich sind, finden Sie hier.

„Neue Mitte Honsberg“ als Impuls für den Remscheider Stadtteil
Der Remscheider Stadtrat hat in der vergangenen Woche das Millionenprojekt "Neue Mitte Honsberg" auf den Weg gebracht. Damit ist nun nach langen Bemühungen, um in diesen schwierigen Zeiten ein so großes Projekt möglich zu machen, der Weg frei für dieses wichtige Modellprojekt des nordrhein-westfälischen Stadtumbaus, in dessen Rahmen erstmals ein „Interkulturelles Gemeinschaftszentrum“ als neuer Mittelpunkt für ein entwicklungsbedürftiges Wohnquartier gebaut wird. Mit der Entscheidung für den Bau dieses Stadtteilzentrums wird nun ein Prozess eingeleitet, der den durch viele Leerstände und einen hohen Migrantenanteil geprägten Remscheider Stadtteil Honsberg mit einem wichtigen Entwicklungsimpuls versehen und im damit neue Zukunftschancen eröffnen wird. Die „Neue Mitte Honsberg“ soll als Leuchtturmprojekt positiv auf die interkulturelle, bauliche und soziale Entwicklung des Honsberg wirken. Weitere Informationen über diese erfreulichen Entwicklungen finden Sie hier.

Photos von Joachim Schuhmacher im Dortmunder Stadtumbaugebiet Rheinische Straße
Im Dortmunder Stadtumbaugebiet „Rheinische Straße“ ist das Leuchtturmprojekt des Dortmunder U erfolgreich genutzt worden, um diesem durch viele Benachteiligungen geprägten Stadtteil eine neue Zukunft zu geben – vor allem durch eine gezielte Förderung der Kreativwirtschaft. Der in diesem Kontext geförderte „Projektraum Fotografie“ trägt nun weiter dazu bei, diese neue Rolle des Stadtteils auch über die Grenzen Dortmunds hinaus bekannt zu machen, indem er eine sehr sehenswerte Ausstellung mit Photographien des Folkwang-Schülers Joachim Schumacher organisiert. Parallel zu der Ausstellung im Dortmunder Projektraum Fotografie findet im Westfälischen Landesmuseum für Industriekultur in Dortmund-Bövinghausen die Ausstellung „Industrielandschaft im Prozess“ statt, in der aktuelle Fotografien Schuhmachers aus der Emscherzone gezeigt werden. Weitere Informationen zu diesen beiden ausgesprochen sehenswerten Ausstellungen finden Sie hier.

Projekt der Woche: “Energiedorf Feldheim“
Wie der allseits diskutierte Atomausstieg Wirklichkeit werden könnte, zeigt uns bereits heute das so genannte „Energiedorf Feldheim“ im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark. Mit einem Mix aus lokal produziertem Strom, der ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, versorgt sich die Gemeinde selbstständig mit Strom und Wärme und ist somit energetisch autark. Das besondere an diesem in Deutschland bisher einmaligen Konzept ist, dass der lokale Energieversorger Feldheim Energie GmbH und Co. KG im Jahr 2008 von den Einwohnern des Ortes gegründet wurde und sich bis heute in kommunalem Besitz befindet. Wie die Stromversorgung Feldheim im Detail funktioniert, welche Strukturen nötig sind und welche Vorteile das Projekt außerdem mit sich bringt, lesen Sie hier in unserem Projekt der Woche.

Die Städte, die Bürger und ihre Lenker. Neue Nachhaltigkeit und Demokratie in der Stadtentwicklung
Nicht erst seit der Diskussion um Stuttgart 21 stehen große Infrastrukturprojekte und die Beteiligung der Bürger bei Entscheidungen zur Stadtentwicklung im gesellschaftlichen Scheinwerferlicht. Der Deutsche Verein für Stadtentwicklung und Handel e.V. urbanicom beschäftigt sich im Rahmen seiner 34. Studientagung mit dem Thema integrativer Stadtentwicklung und diskutiert, wie die Bürger sinnvoll und zielorientiert ihre Städte mitbestimmen und mitgestalten können. Genauere Informationen und die Anmeldebedingungen zu dieser Veranstaltung, die vom 29. bis zum 31. Mai 2011 in Wiesbaden stattfindet, finden Sie hier.

Publikation des Deutschen Instituts für Urbanistik: Kommunale Haushalte in Not – Anregungen aus der Stadtforschung für die Stadtpolitik
Die Zahl der überschuldeten Kommunen steigt vor allem in den strukturschwachen Regionen der westlichen Bundesländer. Dieser unsichere bzw stark eingeschränkte Finanzrahmen der Städte und Gemeinden ist für das kommunale Handeln, vor allem vor dem Hintergrund, dass die städtischen Aufgabenbereiche in vielen Bereichen eher steigen, extrem problembehaftet. Vor allem im Hinblick auf den Umwelt- und kommunalen Klimaschutz, die Klimafolgenbewältigung, Bildung, Ausbildung und Integration, aber auch in Hinsicht auf die Aufgaben der Infrastrukturerhaltung und -erneuerung, der Anpassung an demographische und wirtschaftsstrukturelle Veränderungen sind auch auf die finanzschwachen Kommunen mit aufwändigen Aufgaben konfrontiert. Wie diese Aufgaben trotz mangelnder Einnahmen und politischer Hürden dennoch bewältigt werden können, untersucht die Veröffentlichung „Kommunale Haushalte in Not – Anregungen aus der Stadtforschung für die Stadtpolitik“. Weitere Informationen über diese Veröffentlichung und eine Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier.