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23.09.2013

Stadtumbau Lünen: Der Bauverein zu Lünen kauft die alte Hertie-Immobilie
Jahre wurde über die Zukunft des Hertie-Hauses diskutiert, das als weithin sichtbarer Leerstand mit großer negativer Ausstrahlung im Stadtumbaugebiet Innenstadt den Wermutstropfen in einer ansonsten ausgesprochen erfolgreichen und umfassenden Maßnahme zur Standortaufwertung bildete. Nun ist der Durchbruch da: Der Bauverein zu Lünen kauft den Koloss! Schicke Stadtwohnungen und Platz für Einzelhandel sollen hier nun entstehen. Und auch der Insolvenzverwalter, der für die Vermarktung der Hertie-Häuser verantwortlich ist, hat bereits zugestimmt. Die oberen Etagen werden nach den Planungen von Stadt und neuem Eigentümer bis auf vier und drei Geschosse abgetragen, dort wird hochwertiges Wohnen entstehen. In der Mitte wird Hertie aufgeschnitten, damit ein Lichthof von der Marktstraße Richtung Rathaus entsteht. Hier sollen sich die Bewohner treffen. Das Erdgeschoss bleibt in der gesamten Fläche erhalten und wird Platz für eine Mischung aus Einzelhandel und anderen gewerblichen Nutzungen, etwa Gastronomie, bieten. Ein weiteres ausgesprochen positives Detail dieser neuen Planungen: Der Bauverein verzichtet mit diesem Vorhaben auf eine Million Euro Fördergelder. Die hatte NRW-Städtebauminister Michael Groschek Ende des vergangenen Jahres dem Bürgermeister für einen Komplett-Abriss zugesagt. Ausführliche Informationen zu diesem „Meilenstein“ im Lüner Stadtumbau und den konkreten Plänen finden Sie hier.

Stadtumbau Bochum: Die Martinikirche wird zum Ortsteiltreff

Die leer stehende Martinikirche im Bochumer Stadtumbaugebiet Goldhamme soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Studierende haben im Rahmen des Wettbewerbs „Metamorphose der Martinikirche“ Ideen für eine solche Umnutzung entwickelt und in der vergangenen Woche wurde der Siegerentwurf im Rahmen der Bochumer Stadtgespräche vorgestellt. Den Wettbewerb hatten der Bund deutscher Baumeister, Architekten und Bauingenieure [BDB] und die LBS ausgelobt. Adrian Fuhrich von der Technischen Hochschule Aachen hat den facettenreichsten Entwurf eingereicht, der nun zum Sieger gekürt wurde. Dabei will Fuhrich die leer stehende Kirche variabel für kulturelle, soziale und sportliche Aktivitäten nutzbar machen und den verfügbaren Raum für verschiedene Gruppen im Ortsteil unterteilen. Die Martinikirche hat auch für Stadtplaner exponierte Bedeutung, zumal der Stadtumbau Westend in Goldhamme verstetigt werden soll. Ausführliche Informationen zu diesem neuen und ausgesprochen interessanten Projekt des Bochumer Stadtumbaus finden Sie hier.

Stadtumbau Wesel: Eine neu gestaltete barrierefreie Straße mit LED-Beleuchtung
In der vergangenen Woche wurde in Wesel die 235 Meter lange Straße zwischen Esplanade und Gerhart-Hauptmann-Straße offiziell eingeweiht. Bürgermeisterin und Bauvereins-Aufsichtsratsvorsitzende Ulrike Westkamp betonte in ihrer Rede, dass man Glück bei den Ausschreibungen gehabt habe, so dass die Sanierung letztlich statt 377 000 "nur" 277 000 Euro gekostet hat. Innerhalb von fünf Monaten wurden mehrere alte Bäume gefällt, deren Wurzeln die Gehsteigplatten angehoben hatten. Die Bürgersteine und die Teerdecke sind verschwunden. Die neue Fahrbahn ist barrierefrei und gepflastert. Licht spenden acht neue LED-Stelen und zehn Bodenstrahler. Die Kosten haben sich die städtische Tochter Bauverein AG als Anlieger, die Stadt mit zusätzlichen Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau West geteilt. Ausführliche Informationen zu diesem sehr erfolgreichen Stadtumbauprojekt und seinen auch städtebaulich hochwertigen Ergebnissen finden Sie hier.

Projekt der Woche: Klostergarten Kevelaer – Ein architektonisch, sozial und energetisch vorbildliches neues Wohnquartier
Im Rahmen des Projektes „Klostergarten Kevelaer“ wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Altenheims ein altengerechtes und generationenübergreifendes Wohnquartier mit rund 80 barrierefreien Miet- und Eigentumswohnungen errichtet. Das Projekt „Klostergarten Kevelaer“ ist eines der größten Wohnprojekte dieser Art des Caritasverbandes – hier leben heute über 300 Menschen aller Generationen. Neben der Funktion als Wohnquartier verfügt der „Klostergarten Kevelaer“ zudem über ein Hotel, das insbesondere behinderten Gästen des Wallfahrtsortes Kevelaer eine behindertengerechte Übernachtungsmöglichkeit bietet und zahlreiche Angebote und Aktivitäten zur Förderung nachbarschaftlichen Zusammenhalts und eines starken Gemeinwesens. Weitere Informationen zu diesem beeindruckenden Projekt finden Sie hier.

Dokumentation: Tagung Innenstadt 2013 – „Wie leben wir? Wo wohnen wir?
Die Tagung Innenstadt des Netzwerk Innenstadt NRW fand am 14. und 15. Februar 2013 im CreativQuartier Fürst Leopold in Dorsten statt. Mehr als 300 Teilnehmer besuchten die Fachveranstaltung, um sich über neue Strategien zum Thema Wohnen zu informieren und neue Impulse gemeinsam zu diskutieren. Die Besucher setzten sich aus Experten der Wohnungswirtschaft, der Wissenschaft und etlichen kommunalen Vertretern zusammen. Ziel der Tagung Innenstadt 2013 war es, die unterschiedlichen Ansprüche und Anforderungen an das Wohnen im Kontext einer integrierten Innenstadtentwicklung darzustellen und eine fachliche Diskussion über qualitätsvolle Wohnungsangebote zu führen. Die Dokumentation dieser Tagung steht hier zum Download für Sie bereit.

Wissenschaftsjahr 2013: Pioniere des demographischen Wandels gesucht
Die Initiative “Wissenschaftsjahr 2013 – Die demografische Chance” sucht Menschen, die sich im Rentenalter engagieren – sei es für die Gesellschaft im Allgemeinen, den Dialog der Generationen oder für das Miteinander der Kulturen. Im Rahmen des Fotowettbewerbs “Pioniere des demografischen Wandels” sind Jung und Alt noch bis zum 27. Oktober 2013 eingeladen, Fotos und die dazu passenden Geschichten einzureichen. Ausführlichere Informationen zu diesem Wettbewerb und alle für eine Teilnahme notwendigen Unterlagen und Hinweise finden Sie hier.

Transferwerkstatt: "Militärische Konversion im Stadtumbau West – Instrumente bei der Vorbereitung und Durchführung"
Maßnahmen zur Vorbereitung und Durchführung städtebaulicher Neuordnungen von Militärbrachen werden im Rahmen der Städtebauförderung häufig im Programm Stadtumbau West durchgeführt. Aufgrund der Ende 2011 bekannt gewordenen Auswirkungen des Stationierungskonzepts der Bundeswehr und von Abzugsplanungen alliierter Streitkräfte werden sich zukünftig weitere Kommunen der Konversion vormals militärisch genutzter Flächen stellen müssen. Vor diesem Hintergrund sind Auseinandersetzungen mit diesem Thema derzeit sehr aktuell: Bereits im Sommer 2012 fand eine Stadtumbau West-Transferwerkstatt zum Thema "Militärische Konversion im Stadtumbau West" in Würzburg statt, dieses Mal wurde mit Rendsburg ein Veranstaltungsort im Norden gewählt. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie hier.