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24.08.2009

Projekt der Woche: Nutzungszyklusmanagement für Kommunen

In vielen Fällen fehlt es Kommunen an Wissen, wie sich Stadtteile in Zukunft entwickeln müssen, insbesondere weil sich die Einwohnerzusammensetzung und damit auch die Anforderungen an Wohnungsgrößen und –ausstattung ändern. Der Ansatz des Nutzungszyklusmanagements unterstellt einen Entwicklungszyklus von Wohnquartieren. Um die aktuelle Situation identifizieren zu können wird eine frühzeitige Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten inklusive der verschiedenen Bewohnergruppen angestrebt, um ggf. präventive Maßnahmen zu ergreifen und um eine negative Entwicklung des Stadtteils zu verhindern. So wurde in einem Modellprojekt des BMBF das zentrumsnahe Wohnquartier Kiel-Suchsdorf mit rund 1.000 Wohnungen in bis zu achtgeschossigen Wohnblöcken aus den 50er- und 60er-Jahren betrachtet. Weitere Details zu diesem spannenden Ansatz finden Sie hier.

VdW-Tagung: Zukunftssicheres Wohnen und Leben – Perspektiven der Wohnungs- und Stadtentwicklung
Der größte wohnungs- und immobilienwirtschaftliche regionale Interessenverband in Deutschland hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von Vorschlägen für eine grundsätzliche Neuorientierung in der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik gemacht, die ihren Niederschlag in der öffentlichen und politischen Diskussion wie auch teilweise in der Gesetzgebung gefunden haben. In deren Mittelpunkt stehen Überlegungen, wie die Politik gemeinsam mit der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft den demographischen Wandel und seine gesamtgesellschaftlichen Folgen erfolgreich bewältigen kann, indem sie Schrumpfungsprozesse als Chance für die Vitalisierung der Städte und Regionen nutzen und diese als zukunftssichere Standorte zum Wohnen und Leben gestalten. Die Perspektiven und die Formulierung von Erwartungen an die Politik stehen im Mittelpunkt der Sitzungen der Gremien des Verbandes und der öffentlichen Veranstaltung des diesjährigen Verbandstages des VdW Rheinland Westfalen in Mönchengladbach. Weitere Details zur Tagung am 14.-16. September finden Sie hier.

Fachtagung: WohnQuartier4 – „Halbzeit“ Vorstellung erster Zwischenergebnisse und Fachdiskussion
Das Konzept WohnQuartier4 enthält Vorschläge für eine aktive und planvolle Stadtentwicklung und zugleich für eine nachhaltige Entwicklung der Wohnquartiere. Das gestaltende Eingreifen und die Partizipation der Bewohnerschaft bilden hierbei die Klammer. Eine vernetzende Gestaltung von Stadt, Gemeinde und dem konkreten Quartier kann an die Erfahrungen aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ anknüpfen. Am 22. September 2009 werden im Stadtmuseum Düsseldorf die ersten Ergebnisse der Umsetzung des Modellprojektes an den Modellstandorten nach anderthalb Jahren Laufzeit der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Angesprochen werden Entscheidungs- und Einrichtungsträger sowie Fachpublikum aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Kommunen und kommunalen Spitzenverbänden, Wohlfahrtsverbänden, der Bau- und Wohnungswirtschaft, Kirchengemeinden, der Kranken- und Pflegekassen. Weitere Details zur Tagung des Kooperationsprojektes in Düsseldorf erhalten Sie hier. Die Veranstalter bitten um eine Rückmeldung bis zum 10. September 2009.

Seminar: Kommunale Wohnungspolitik im Wandel
Im Zuge der kommunalen Finanzkrise war der Sektor kommunale Wohnungsunternehmen in den vergangenen Jahren einem tiefgreifenden Wandel ausgesetzt. Während die Geschäftspolitik in öffentlichem Eigentum verbleibender Wohnungsunternehmen in vielen Fällen eine Neuausrichtung erfuhr, wurden gleichzeitig umfangreiche öffentliche Wohnungsbestände durch Verkäufe privatisiert. Insbesondere der Komplettverkauf öffentlicher Wohnungsunternehmen in einer Reihe von Städten führte in Deutschland zu einer Diskussion über die fiskalischen, sozialen und städtebaulichen Folgen solcher Privatisierungen und die zukünftige Ausrichtung der kommunalen Wohnungspolitik. Auch die Diskussion um die Renaissance des Innenstadtwohnens, die Auswirkungen des demographischen Wandels und das Auslaufen eines Großteils der Belegungsbindungen in den kommenden Jahren tragen zum aktuellen Wandel der kommunalen Wohnungspolitik bei. In dem Seminar soll u.a. der Frage nachgegangen werden, welche Folgen die Privatisierung öffentlicher Wohnungsbestände in diesem Zusammenhang hatte. Weitere Informationen zum Seminar des DIfU am 24. und 25. September in Berlin erhalten Sie hier.

Integrationspreis: Fußball: Viele Kulturen – Eine Leidenschaft
Die integrative Kraft des Fußballs wird in Deutschland nicht erst seit der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 beschworen. Mehr als andere Sportarten spricht der Fußball die Menschen unabhängig der Herkunft, des Geschlechts und des Alters an. Für den Deutschen Fußball-Bund, bedeutet das Chance und Verpflichtung zugleich. Gemeinsam mit Mercedes-Benz wird der mit insgesamt 150.000 Euro dotierte Integrationspreis verliehen. Der Preis belohnt Aktivitäten, die den jungen Mitgliedern der Gesellschaft und speziell den Mädchen zu Gute kommen. Die gemeinsame Leidenschaft der Mädchen und Jungen für den Fußball machen sich auch zunehmend Schulen und andere Institutionen in erstaunlicher und vielfältiger Weise zu Nutze. Um die Menschen, die sich in Vereinen, Schulen und anderen Institutionen für die Integration durch Fußball einsetzen, weiter anzuspornen und um bereits geleistetes Engagement öffentlich zu ehren, verleihen der Deutsche Fußball-Bund und Mercedes-Benz seit 2007 den Integrationspreis. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen und zum Verfahren erhalten Sie hier.

Homepage: Netzwerk: Soziales neu gestalten [SONG]
Das "Netzwerk: Soziales neu gestalten" ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren in der Sozialwirtschaft. Ihr gemeinsames Fundament ist ihr Engagement für das Gemeinwohl und der Wille die Zukunft aktiv und gemeinsam zu gestalten. Die Aktivitäten in diesem Netzwerk werden auf die Themen fokussiert, die einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft haben. Dabei spielen die Themenfelder Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe eine große Rolle. Die umfangreichen Ergebnisse und Themenhefte des Netzwerks finden Sie nach Beendigung der Projektlaufzeit im Frühjahr 2009 auf der entsprechenden Homepage. Ein gemeinsam verfasstes Memorandum beschreibt neue Ansätze von generationenübergreifenden Wohn- und Versorgungsmodellen in lokalen Quartieren. Weitere Einzelheiten zum Netzwerk erhalten Sie hier.