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25.02.2008

Projekt der Woche: SecureCity-Urban Safety and Regeneration
Die Aufwertung benachteiligter Stadtteile muss auch den Aspekt der Sicherheit mit einbeziehen. Vielfach erzeugen die sozialen und städtebaulichen Probleme im Stadtteil ein negatives Sicherheitsempfinden innerhalb der Bewohnerschaft. Das europäische Netzwerk „SecureCity“ hat genau an diesem Punkt angesetzt. Ziel des Projektes war zum einen der Versuch, den direkten Kontakt zu Einzelpersonen, deren Lebenslauf deutliche Anzeichen von Gewaltbereitschaft und sozialer Ausgrenzung aufweist, zu suchen. Zum anderen wurden mit Hilfe von Fachleuten die Umstände und Beweggründe für das Entstehen solcher Lebensbiografien beleuchtet, um diese besser zu verstehen. Die Auswertung der Ergebnisse wurde in fünf Themenfelder untergliedert und gab auf den verschiedenen Ebenen praxisnahe Empfehlungen für eine Verbesserung der Sicherheitssituation im Quartier. Mehr zu diesem spannenden europäischen Projekt finden Sie hier.

Städtebauliche Begleitforschung Stadtumbau Ost und West
Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] und das BBR beabsichtigen, ein Modellvorhaben zu Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau im Rahmen eines ExWoSt-Forschungsfeldes zu unterstützen und wissenschaftlich begleiten zu lassen. Für das einzurichtende Forschungsfeld bestehen entsprechende Vorüberlegungen, die auch bereits vorliegende konkrete Projektvorschläge berücksichtigen. Im Einzelnen besteht aber noch inhaltlicher und methodischer Klärungsbedarf, insbesondere aufgrund der Komplexität der Problemlagen und Ausgestaltungsmöglichkeiten. Mit dem Projekt sollen daher als Qualifizierungs- und Vorbereitungsphase zum Forschungsfeld im Dialog mit Ländern, Kommunen und Verbänden die erforderlichen konzeptionellen Vorarbeiten für die Einrichtung des zukünftigen Forschungsfeldes wissenschaftlich unterstützt werden. Im Ergebnis soll ein Empfehlungspapier zur Ausgestaltung des Forschungsfeldes vorgelegt werden. Die Abgabefrist für Angebote zur Begleitforschung endet am 17. März 2008. Weitere Informationen können Sie hier nachlesen.

Stadtentwicklungsseminar Hamburg: Architektur der 70er Jahre als Ort von Zwischennutzungen
Die bauliche Struktur der Städte ist in ständiger Bewegung. Entwicklungen wie Suburbanisierungsprozesse oder die Abwanderung von Gewerbe und Industrie haben in vielen Städten enorme Brachflächen hinterlassen. Aber nicht nur in Hamburg ist in letzter Zeit wieder ein verstärkter Trend zur Rückbesinnung auf den urbanen Raum erkennbar. In diesem Kontext spielen Zwischen- und Nischennutzungen eine entscheidende Pionierrolle. Die dafür nötigen unkonventionellen Ideen und Projekte brauchen jedoch rechtliche und wirtschaftliche Absicherungen, auch die Frage nach der Verstetigung von Projekten steht dabei zur Debatte. Im Rahmen des Seminars soll geklärt werden, ob diese Nutzungen nur ein transitorisches Ereignis sind oder sich professionalisiert sogar zu einem Standortfaktor entwickeln können. Mit dem Vortrag „Architektur der 70er Jahre als Ort von Zwischennutzungen“ wird anhand des Praxisbeispiels Bergstraße in Hamburg-Altona diese Fragestellung dargestellt. Den Vortrag von Margit Bonacker von konsalt, einer Gesellschaft für Stadt- und Regionalanalysen und Projektentwicklung aus Hamburg, können Sie sich am 3. März im Architektur-Centrum ab 18 Uhr anhören. Den Programmflyer mit ausführlichen Informationen können Sie hier herunter laden.

Homepage zum Forschungsprojekt „Den demografischen Wandel gestalten“ nun verfügbar
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt "Den demografischen Wandel gestalten" am Fachbereich Architektur der Fachhochschule Dortmund ist ab sofort mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Unter www.demografie-im-raum.de finden sich neben aktuellen Hinweisen zum Projekt auch Informationen rund um das Thema Demografischer Wandel. Die Internetpräsenz verfolgt außerdem die bereits im Förderungsantrag formulierte Absicht, ein Netzwerk zu diesem Thema zu etablieren. Insofern ist es ausdrücklich erwünscht, sich an der weiteren Ausgestaltung mit eigenen Beiträgen zu beteiligen. Die "Bedienung" des demografischen Wandels in den planenden und bauenden Berufen lässt sich am ehesten mit einem Querschnittszugang herstellen, der wiederum auf einer Vernetzung von unterschiedlichen Aktivitäten basiert. So wie heute bereits gute Planung nicht mehr ohne die Berücksichtigung ökologischer Nachhaltigkeit auskommt, soll künftig auch die demografische Nachhaltigkeit ein elementarer Aspekt guter Architektur und guten Städtebaus sein. Dazu will das Projekt unter anderem mit dieser Homepage beitragen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ausstellung im Dortmunder Museum am Ostwall - Ruhrgebietler allein zu Haus
Der demografische Wandel lässt die Bevölkerungszahlen nachweislich zurückgehen. Regionen wie das Ruhrgebiet verlieren dadurch zunehmend an Einwohnern. Forscher haben das Phänomen der schrumpfenden Stadt untersucht und zeigen nun die Ergebnisse im Dortmunder Museum am Ostwall. Städte wie Duisburg oder Gelsenkirchen haben in den vergangenen Jahrzehnten bis zu 30 Prozent ihrer Einwohner verloren. Dieser Prozess, so die Stadtplaner, wird sich fortsetzen - trotz intensiver Bemühungen und Strukturwandel. Bis 2050, so die Schätzung, wird das Ruhrgebiet weitere 17 Prozent seiner Einwohner verlieren. Die Ausstellung "Schrumpfende Städte" zeigt mehrere solcher Städte weltweit in einer Studie - unter anderem in Russland, Großbritannien, USA und Deutschland. Den Artikel und das Interview mit dem Kurator und Architekten Philipp Oswalt zum Thema können Sie hier nachlesen. Darüber hinaus bekommen Sie dort zusätzliche Informationen zur Ausstellung.

Verein Wohnen in Genossenschaften als Herausgeber des Buches „Leben in Nachbarschaften“
Wohnen und Leben in Nachbarschaften gewinnt erneut an Bedeutung. Intakte Nachbarschaften können einen Beitrag dazu leisten, insbesondere die demografischen Herausforderungen in Zukunft zu meistern. Schon heute übernehmen kleine nachbarschaftliche Netzwerke Aufgaben, welche die öffentliche Hand nicht mehr finanzieren kann. Einhergehend mit der fortschreitenden Überalterung durch den demografischen Wandel wird es den traditionellen Familienverband in Zukunft immer seltener geben. Nachbarschaftliche Netzwerke können und müssen hier unterstützend einwirken. Überschaubare Nachbarschaften bieten hier nicht nur Halt und Geborgenheit, sondern auch Orientierung. Die Autoren von „Leben in Nachbarschaften“, Michael Seibt und Gregor Halff, gehen aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Sicht der Frage nach, welche Rolle Wohnungsgenossenschaften spielen können. Außerdem wird dargelegt, wie ihre Mitglieder das nachbarschaftliche Miteinander heute empfinden und welche Vorteile sich aus genossenschaftlichem Wohnen für Gesellschaft und Bewohner ergeben. Das Buch von Michael Seibt und Gregor Halff „Leben in Nachbarschaften“ herausgegeben vom Verein Wohnen in Genossenschaften e. V. gibt es über die ISBN 978-3-00-020799-0 für 9,50 Euro zu kaufen. Ergänzende Informationen können Sie hier auch noch einmal nachlesen.