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25.02.2013

Stadtumbau Hagen: Eröffnung des Multifunktionsplatzes steht bevor
Bis zum Frühjahr ist nicht mehr viel Zeit und daher laufen die Bauarbeiten im Stadtumbaugebiet Hagen-Oberhagen auf Hochtouren. Rechtzeitig zur wärmeren Jahreszeit soll dann auf einer Gesamtfläche von 2.500 qm ein neuer attraktiver Spielplatz entstehen, inklusive einer Spielfläche von 1.000 qm für Fußball und Basketball. Mit diesem mit Mitteln des Programms Stadtumbau West geförderten Projekt reagiert die Stadt Hagen auch auf den Wegfall von zwei Bolzplätzen im Stadtgebiet. Der neue Spielplatz ist dabei als Multifunktionsplatz speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ab 12 Jahren ausgerichtet. Den Bedenken der Anwohner, auf dem Platz könnte es zukünftig insbesondere in den Abendstunden zu Störungen durch Vandalismus, Lärm und ungebetene Gäste kommen, will die Stadt aktiv entgegen wirken: eine Schließfirma wird dafür sorgen, dass der eingezäunte Platz täglich ab 19 Uhr verschlossen wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Hamm: Umbau der Ritterpassage
Es soll ein qualitätvolles Ladenkonzept „aus einem Guss“ werden: das Konzept zur Neuordnung der Ritterpassage in Hamm. Die aktuell noch unstrukturierte Mischung aus Handel und Gastronomie soll nach dem Umbau und der geplanten Erweiterung der Passage mittels eines neuen Ladenkonzeptes geordnet werden. Mit den aktuellen Ankermietern sowie mit weiteren bundesweit agierenden Interessenten befindet sich die Stadt aktuell in Gesprächen. Gegenstand der Gespräche sind auch neue Flächenzuschnitte, die an die Bedarfe moderner Einzelhandelsgeschäfte angepasst werden sollen. Zudem soll durch den Einbau von Rolltreppen und den Ausbau der Zwischenebene im Obergeschoss eine umfangreiche Modernisierung vorgenommen werden. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Bottrop: Auftaktveranstaltung zur Umgestaltung des „Trapez
Das Interesse an der Auftaktveranstaltung zur geplanten Aufwertung und Umgestaltung des Baukomplexes „Trapez“ in der Bottroper Innenstadt ist groß. Verwunderlich ist dies nicht, denn schließlich sind mehrere Hundert Anwohner von der Maßnahme betroffen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung konnten sich am vergangenen Samstag nun Bewohner, Pächter, Politiker und alle sonstigen interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt über die Pläne zur Umgestaltung dieses nicht mehr zeitgemäßen Areals im 1970er Jahre-Stil informieren. Das Projekt ist eines von vier NRW-Projekten der „Urbanen Künste“ unter dem Dach der Kultur Ruhr GmbH und so ist auch der Künstlerbund Bottrop umfangreich in die Planungen eingebunden. Wichtig ist allen Beteiligten dabei vor allem die aktive Mitgestaltung durch möglichst viele Akteure, denn laut Irmelin Sansen, der Vorsitzenden des Künstlerbundes, soll das Projekt sich „aus städtebaulicher wie künstlerischer Sicht entwickeln“ und es solle „niemand etwas übergestülpt werden“. Man darf gespannt sein, welche Ideen und Vorschläge die Auftaktveranstaltung ans Licht bringen wird. Näheres dazu finden Sie hier.

Kreis Siegen-Wittgenstein: Neue Wohnberatungsagentur
In der vergangenen Woche wurde die neue Wohnberatungsagentur für den Kreis Siegen-Wittgenstein vorgestellt. Die Aufgaben und Ziele dieser neuen Agentur liegen schwerpunktmäßig auf der Hilfe für selbständiges und selbstbestimmtes Wohnen. Die Agentur arbeitet in gemeinsamer Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, der Caritas sowie dem Anbieter ehrenamtlicher Wohnberatung „ALTERAktiv“. So soll durch die unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen der Akteure eine qualitätvolle und umfassende Beratung gewährleistet werden. Nähere Informationen zu diesem neuen Beratungsangebot finden Sie hier.

Werl: „Outlet-Center“-Pläne sorgen für Konflikt
Die Diskussion um die mögliche Ansiedlung eines „Factory-Outlet-Centers“ auf der „grünen Wiese“ bei Werl wird weiterhin kontrovers geführt. Während sich die Stadt Werl durch die Ansiedlung eine Attraktivitätssteigerung und zahlreiche Besucher erhofft, fürchten die Vertreter der umliegenden Kommunen erhebliche Einbußen für ihre Innenstadtgeschäfte. Bevor das Projekt realisiert werden kann, muss es zunächst von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigt werden. Deren Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann verweist darauf, dass noch keine konkreten Abstimmungen mit der Stadt oder einem Investor erfolgt sind. Darüber hinaus müsse nach Ansicht von Dr. Bollermann auch die neue Rechtsverordnung der rot-grünen Landesregierung berücksichtigt werden, die im April beschlossen werden soll. Diese neue Verordnung wird voraussichtlich festlegen, dass nur noch zehn Prozent der Verkaufsfläche von Großgeschäften in Stadtrandlagen „innenstadtrelevante Sortimente“ [wie etwa Bücher, Schuhe oder Schmuck] anbieten dürfen. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Detmold: Bezirksregierung als Sammelstelle für Schrottimmobilien
Es sind denkbar ungeliebte Erbschaften, die die Bezirksregierung Detmold da erhält: verwahrloste, baufällige oder vermüllte Immobilien, sogenannte Schrottimmobilien. Jedes Mal, wenn für Vermögenswerte von Verstorbenen keine Erben vorhanden sind oder diese ihr Erbe ausschlagen, erbt in der Regel der Staat – inklusive aller Rechte und Pflichten. Dies gilt auch für Schrottimmobilien. Und die Situation verschärft sich zunehmend: Mittlerweile ist die Bezirksregierung im „erzwungenen“ Besitz von 40 Immobilien, knapp 20 davon sind baufällig. Besserung ist dabei kaum in Sicht, im Gegenteil: Jahr für Jahr nimmt die Zahl der Schrottimmobilien im Staatsbesitz zu, was wieder einmal verdeutlicht, dass hier neue Lösungsansätze erforderlich sind, um dieses strukturelle Problem langfristig in den Griff zu bekommen. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Stadtumbau NRW: Bauminister Groschek kündigt Innenstadtoffensive an
NRW-Bauminister Groschek hat im Rahmen der Tagung „Netzwerk Innenstadt NRW“ den Kommunen Nordrhein-Westfalens Unterstützung bei der Revitalisierung von Innenstadtbereichen zugesagt. Nach Aussage des Ministers müsse „eine Kombination zwischen Handel, Arbeit und Wohnen“ in die Innenstädte zurückkehren. Dabei verwies Groschek ausdrücklich auf die stadthistorische Tradition in Europa und Deutschland. Zur Unterstützung der Kommunen sollen eine Novellierung des gesetzlichen Rahmens und eine Differenzierung der Förderinstrumente vorgenommen werden. Darüber hinaus stellte Groschek auch günstige Förderkredite der NRW-Bank in Aussicht. Voraussetzung für eine Unterstützung ist nach Aussage Groscheks jedoch, dass die Kommunen verbindliche Handlungsrahmen und -konzepte entwickeln und damit auch zunehmend von einer Stadtentwicklungspolitik auf eine „Stadtteil-Entwicklungspolitik“ umstellen. Abzuwarten bleibt, wie der Minister seine wiederholt vorgetragene Ankündigung, Eigentümer, die ihre Immobilien verfallen lassen, stärker in die Verantwortung zu nehmen, umsetzen will. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

NRW-Wohnraumförderung: Förderprogramm 2013 bekannt gegeben
Bereits im Vorfeld hatte der NRW-Bauminister in verschiedenen Beiträgen Änderungen bei der Verteilung der Mittel der Wohnraumförderung angekündigt, nun ist das Wohnraumförderungsprogramm 2013 bekannt gegeben worden. Insgesamt werden 800 Mio Euro zur Verfügung gestellt, davon 450 Millionen Euro für Sozialwohnungen, 150 Mio Euro für die energetische Sanierung von Bestandswohnungen und 50 Mio für den Bau von Studentenwohnungen. Gleichzeitig soll die soziale Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen zu einem Instrument der Quartiersentwicklung weiterentwickelt werden: Weitere 70 Mio Euro sind daher für Maßnahmen der Quartiersentwicklung reserviert. Dies können Förderprojekte sein, die sich aus kommunalen wohnungspolitischen Handlungskonzepten ableiten und solche, die sich auf wohnungsnahe soziale Infrastruktur oder eine Aufwertung des Wohnumfeldes beziehen. Die Eigentumsförderung – auf einem historischen Tiefstand von 80 Mio. Euro – soll neu ausgerichtet und vor allem innerhalb städtischer Wohnquartiere betrieben werden. Den Text der Bekanntmachung des MBWVS finden Sie hier. Das vollständige Wohnraumförderungsprogramm 2013 steht hier zum Download für Sie bereit.

Projekt der Woche: „NippesLoft
Als unförmige graue Betonbauten sind ehemalige Bunkeranlagen in vielen Städten nach wie vor weder architektonisch noch städtebaulich integriert und bilden somit innerstädtische Brachen mit negativer Ausstrahlung auf das Wohnumfeld. Das Projekt „NippesLoft“ greift diese Problematik auf und zeigt beispielhaft wie es gelingen kann, eine ehemalige Bunkeranlage zu hochwertigem Wohnraum umzunutzen und damit sowohl funktional als auch optisch wieder in das städtische Umfeld zu integrieren. So wurde im Kölner Stadtteil Nippes eine ehemals fensterlose Hochbunkeranlage aus dem Jahr 1942 zu einem städtischen Wohnensemble umgestaltet. Die Wohnungen und Stadthäuser bieten dabei die Möglichkeit einer flexiblen Nutzung der Räume und der Kombination von Wohn- und Arbeitsräumen innerhalb der einzelnen Wohnungen. Ausführliche Informationen zu diesem innovativen Umnutzungsprojekt finden Sie hier.

Video der Woche: Sieger des Kurzfilmwettbewerbs „Young Energies“
Im Rahmen des Forschungsprojektes „Young Energies“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] waren auf internationaler Ebene junge Menschen aufgefordert, Forderungen und Visionen für die Stadt von Morgen in kurzen Filmbeiträgen zu präsentieren. Dabei wurden zahlreiche kreative, humorvollen und interessante Filmbeiträge eingereicht und in dieser Woche möchten wir Ihnen den Siegerbeitrag von Emmanuel Bayon aus Frankreich vorstellen, der in seinem Beitrag „Action / Reparation“ eine faszinierende Form der „Guerilla-Stadterneuerung“ zeigt. Das Video der Woche können Sie sich hier anschauen.