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25.03.2008

Projekt der Woche: Wächterhäuser – Neue Nutzungen für gefährdete Gründerzeithäuser
Die Stadt Leipzig kann sich wegen des enormen Reichtums an gründerzeitlicher Bebauung glücklich schätzen. Jedoch stehen viele der Gebäude leer und bedürfen einer grundlegenden Sanierung. Da auch hier die Gelder knapp sind und sich die Modernisierung der Häuser für viele Eigentümer auf herkömmlichem Wege nicht rentiert, bedarf es einer neuen Strategie die Gebäude wieder instandzusetzen. Um diesen Problemfällen Herr zu werden gründete sich im Jahre 2004 der Verein HausHalten e.V. mit dem Ziel gefährdeten Gebäuden durch unkonventionelle, innovative Nutzungsideen neue Perspektiven zu geben. Wie diese Ideen aussehen könnten, finden Sie im Projekt der Woche wie gewohnt hier auf unserer Homepage.

Stadtumbau West Aktivist aus der Bielefelder Sennestadt erhält Bundesverdienstkreuz
Dass sich ehrenamtliches Engagement lohnt, beweist der Sennestädter Ulrich Klemens. Anfang März erhielt er für seine vielfachen und engagierten ehrenamtlichen Leistungen, unter anderem für sein Engagement beim Berliner Missionswerk, mit dem er evangelische Schulen in Palästina über Jahrzehnte beraten hat, das Bundesverdienstkreuz. Der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld betonte, dass es sehr wichtig sei, Pflichten gegenüber der Allgemeinheit wahrzunehmen. Der 72-jährige ist ebenfalls in der Sennestadt sehr aktiv. Zum einen ist er der Mitgründer und Vorsitzender des Sennestadtvereins, der sich um die kulturellen Belange in der Sennestadt bemüht. Zum anderen ist er ein wichtiges Mitglied im Steuerungskreis für den Stadtumbauprozess in Sennestadt und einer der Motoren des dort sehr erfolgreichen Prozesses einer kooperativen Stadtteilentwicklung im Rahmen des Stadtumbaus. Wir möchten dem Ausgezeichneten sehr herzlich gratulieren und freuen uns auf eine weiterhin sehr erfolgreiche Zusammenarbeit im Stadtumbauprozess Bielefeld-Sennestadt!

2. Bundeskongress zur nationalen Stadtentwicklungspolitik
Unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurde die Initiative „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ gestartet. Damit werden die Inhalte und Ziele der LEIPZIG CHARTA zur nachhaltigen europäischen Stadt auf nationaler Ebene verankert. Die Zielsetzungen und Programme der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ werden kontinuierlich mit Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert und konkretisiert. Um die Schwerpunkte dieser Politik weiterzuentwickeln und gute Beispiele aus dem In- und Ausland zu diskutieren, wird am 17. und 18. April 2008 in München der 2. Bundeskongress als gemeinsame Veranstaltung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Bauministerkonferenz, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ausgerichtet. Neben Vorstellungen und Fachvorträgen zu Zielen, Handlungsfeldern, Projekten und regionalen Dimensionen, aber auch internationalen Ansätzen der Stadtentwicklungspolitik sollen weitere Fragestellungen rund um das Thema in vier moderierten Zukunftsarenen diskutiert werden. Das Programm der Veranstaltung steht hier zum Download für Sie bereit, dass Anmeldeformular finden Sie hier.


Fachtagung: ÖPP – Ernüchterung oder neue Konstellation?
Bei Hochbaumaßnahmen und dem Erhalt und Ausbau kommunaler Infrastruktur werden immer häufiger "Öffentlich-Private-Partnerschafts-Modelle" eingesetzt. ÖPP hat in Deutschland demnach Konjunktur. Trotz der wachsenden Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Organisations- und Finanzformen bei der langfristig angelegten Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft bleiben jedoch bei jedem neuen Projekt verschiedene Fragen offen. Die Fachtagung am 14. April in München richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Behörden, die gemeinsam mit Mitarbeitenden aus der privaten Wirtschaft über aktuelle ÖPP-Vorhaben diskutieren und verhandeln müssen. Darüber hinaus ist die Fachveranstaltung für alle mit Problemen der Stadtplanung betrauten Fachleute geeignet und für diejenigen unverzichtbar, die als freie Planer oder als Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung in Gesprächen mit Investoren und Projektentwicklern Verhandlungsspielräume erkennen und ausloten müssen. Weitere Informationen zu Referenten und zum Programm erhalten Sie hier.

Fachtagung: Hartz IV und der Wohnungsmarkt
Mit der „Grundsicherung für Arbeitssuchende“, besser bekannt als Hartz IV, wurde das Leistungssystem der Sozialhilfe grundlegend verändert. Damit verbunden war ein Umbau der Wohnbeihilfen für einkommensschwache Haushalte. Die Mehrheit der bisherigen Wohngeldempfänger unterliegt nun den Regeln von SGB II und XII, die besagen, dass die Wohnkosten komplett übernommen werden, so lange sie „angemessen“ sind. Was angemessen bedeutet, definieren die Kommunen selber und kanalisieren so einen großen Teil der Wohnungsnachfrage. Mit der Fachtagung möchte das IRPUD und die NRW.BANK in einem fachübergreifenden Erfahrungsaustausch bisherige Erkenntnisse zusammentragen und zur Diskussion stellen. Unter anderem soll diskutiert werden, wie die zuständigen Behörden mit den Unterkunftskosten umgehen oder wie „angemessen“ definiert wird. Außerdem soll dargelegt werden, was die häufigsten Konflikte sind und welche Wirkungen sich im Quartier zeigen. Die Tagung am 16.04. in Dortmund richtet sich an Kommunen, ARGEN, Wohnungsunternehmen und andere Fachleute mit Bezug zum Thema. Sie bildet den Auftakt zu einer Reihe von Kooperationsprojekten mit der NRW.BANK zum Themenfeld Wohnungsmarkt. Weiterführende Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Regelmäßige Veranstaltung in Bochum: Informationsgespräche für Wohngruppen
Die ersten Schritte sind meist die schwierigsten. Das gilt auch für neue Wohngruppenprojekte. Am Anfang gibt es zumeist viele ungeklärte Fragen, weiterführende Antworten sind jedoch häufig nur schwer zu finden. Die WohnBund-Beratung NRW bietet daher für interessierte Einsteiger, die ein nachbarschaftliches Wohnprojekt realisieren wollen, ein regelmäßiges offenes Informationstreffen an. Auf diesen Informationstreffen werden die offenen Fragen beantwortet und weitere Handlungsmöglichkeiten für eine Umsetzung von nächsten Schritten vorgeschlagen. Dabei kann die WohnBund-Beratung NRW auf eine etwa zwanzigjährige Erfahrung bei der Realisierung von Wohnprojekten zurückgreifen. Die Informationstreffen sind kostenlos und finden immer am letzten Donnerstag im Monat von 17-19 Uhr im Bochumer Büro in der Herner Straße 299, Gebäude A6, statt. Das erste Treffen wird bereits am 27. März 2008 stattfinden. Um an der Veranstaltung teilzunehmen wird um eine Anmeldung bei Eva Plugge [0234 - 9044010 oder per Mail eva.plugge@wbb-nrw.de] gebeten. Weitere Informationen und die Anfahrtsbeschreibung bekommen Sie hier.

Publikation: Im Wandel beständig. Stadtumbau in Marzahn und Hellersdorf
Stadtumbau ist in Deutschland und Berlin ein noch junger und auch gewöhnungsbedürftiger Prozess. Seine Aufgabe ist die kontinuierliche Anpassung der Stadtstrukturen an veränderte Rahmenbedingungen. In den Berliner Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf hat der Stadtumbau in den letzten Jahren Impulse zur Stärkung der Siedlungen als Wohn- und auch als Wirtschaftsstandort gesetzt. Es entstanden zahlreiche Projekte, welche die Aufwertung der Quartiere zum Ziel haben. In der Publikation „Im Wandel beständig“ kommen über 40 Personen zu Wort, die vor Ort wohnen, arbeiten oder sich in Praxis und Wissenschaft mit Marzahn und Hellersdorf sowie dem Stadtumbau auseinandersetzen. Darstellungen von beispielhaften Projekten stehen neben Reflexionen zu Querschnittsthemen und werden ergänzt durch Streitgespräche zwischen Experten, die zu brisanten Fragen des Stadtumbaus Stellung beziehen. Die Besonderheit des Stadtumbaus in den Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf liegt vor allem in der Vielfalt der Projekte, die weit über die „Bereinigung“ des Wohnungsmarktes durch Rückbau hinausgeht. Das Buch des Bezirksamtes Berlin-Marzahn-Hellersdorf in Kooperation mit der Planergemeinschaft können Sie hier kostenlos bestellen.