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25.08.2008

2. Stadtumbaulounge der Innovationsagentur: Neue Perspektiven für „Problemimmobilien“
Wohnhochhäuser, die in die Jahre gekommen sind und sich zu Problemimmobilien entwickelt haben, werden im nordrhein-westfälischen Stadtumbau immer mehr zum Thema. Swen Geiss, Professor an der Alanus Hochschule in Wuppertal sowie Inhaber des Büros team51.5°architekten möchte in entspannter Atmosphäre zu diesem Thema das innovative Denken der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anregen. Dabei wird er neue Perspektiven und kreative Nutzungskonzepte für Wohnhochhäuser vorstellen. Im Anschluss an den Vortrag wird es bei kühlen Getränken und kleinen Snacks genügend Raum für anregende Diskussionen geben. Mehr zu unserer Lounge am 24. September ab 18 Uhr im Orange Office der Innovationsagentur in Düsseldorf finden Sie hier und hier. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldeschluss ist der 5.September.

Stadtumbau West-Prozess in Neheim-Moosfelde erfolgreich gestartet: Moosfelde ist mein Stadtteil!
Die erste Phase des kooperativen Quartiersentwicklungsprozesses in Arnsberg Neheim-Moosfelde ist nun abgeschlossen und dokumentiert. In drei thematischen Workshops konnten die Stärken und Schwächen des Stadtteils diskutiert und verifiziert werden. Dabei wurden die Hauptherausforderungen des Stadtteils sehr deutlich: Der Funktionsverlust des Quartierszentrums, der Zustand einiger Großwohngebäude, die Sauberkeit im Stadtteil, Vandalismus und die Nachnutzungsperspektiven für das geschlossene Lehrschwimmbecken. In engagierten Kleingruppen konnten darüber hinaus bereits erste Projekte und Initiativen im Stadtteil angestoßen werden. In einem nächsten Schritt wird das Quartiersmanagement eingerichtet, das diese Bestandsaufnahme und ersten Initiativen als Grundlage für seine weitere Arbeit nutzen kann. Auf unserer Homepage finden Sie hier und hier zwei interessante Artikel, die über die bisherige Arbeit im Quartier berichten. Des Weiteren werden wir in der nächsten Woche die gesamte Dokumentation des bisherigen Prozesses auf unserer Homepage für Sie bereit stellen.

Projekt der Woche: Die neue Wohnraumhilfe gGmbH Darmstadt
Mietausfälle und Zwangsräumungen verursachen für die Wohnungsunternehmen erhebliche Kosten. Dabei ist es oftmals nur eine Frage der sozialen Früherkennung, diese Entwicklungen rechtzeitig zu verhindern und die Quartiersstruktur dauerhaft zu stabilisieren. Die Neue Wohnraumhilfe gGmbH in Darmstadt ist auf diese Dienstleistung spezialisiert und arbeitet unter anderem mit dem bauverein Darmstadt und der gewobau in Rüsselsheim erfolgreich zusammen. Auch in den eigenen Wohnungsbeständen wird die umfangreiche Erfahrung eingesetzt. Die Details zu diesem spannenden Ansatz können Sie wie immer hier in unserem Projekt der Woche nachlesen.

Einladung zum ersten Stadtteilfest im Bochumer Stadtumbauquartier Westend
In den Stadtumbaugebieten der Stadt Bochum tut sich wieder etwas. Im Rahmen des Programms Stadtumbaus West findet am 30. August von 15-18 Uhr auf dem Springerplatz in Bochum das erste Stadtteilfest der Quartiere im so genannten Westend statt. Das Programm wird von den vor Ort lebenden Bürgerinnen und Bürgern gestaltet, Vereine können sich präsentieren und zahlreiche weitere bunt gemischte Programmpunkte sollen Jung und Alt gleichermaßen erfreuen. Die Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz hat die Schirmherrschaft übernommen und wird das Fest um 15 Uhr eröffnen.

Eröffnung der Sehstation in Duisburg
Die Kampagne SEHEN LERNEN nimmt mit der SEHSTATION und den 10 überdimensionalen Rahmen in Duisburg das Thema „Plätze“ auf. Thematisiert werden bestehende und geplante Qualitäten – Gestalt und Nutzen – der öffentlichen Plätze der Stadt Duisburg. Am 02. September 2008 wird dazu die mobile SEHSTATION in Duisburg eröffnet. Nach dem Auftakt der Kampagne SEHEN LERNEN in Münster wird der Blick nun auf den neu gestalteten König-Heinrich-Platz in Duisburg und die ihn umgebenden neuen und alten Architekturen gerichtet. Darüber hinaus richtet sich die Aufmerksamkeit auf 10 weitere Plätze in der Innenstadt Duisburgs. Dabei werden sowohl besonders gelungene wie auch gegenwärtige „Unorte“, die auf ihre Umgestaltung warten, betrachtet. Die Besucher haben dann noch bis zum 16. September Zeit, zur mobilen Station in Duisburg zu kommen, um die neuen und alten Architekturstile auf sich wirken zu lassen. Weitere Informationen zur Kampagne und zum Rahmenprogramm erhalten Sie hier.

Podiumsdiskussion: Baukultur-Salon – Liverpool 08
Liverpool – einst eine der bedeutendsten Handelsstädte der Welt wurde im Verlauf des 20. Jahrhunderts zum Sinnbild für Niedergang, Armut und Trostlosigkeit. Die eklatanten Folgen der Deindustrialisierung und des Bedeutungsverlusts des Hafens sind in einigen Stadtteilen noch heute sichtbar. Doch mit der erfolgreichen Bewerbung zur „Kulturhauptstadt Europas 2008“ zelebriert Liverpool den Weg aus der Krise mit Kultur. Die historische Hafenanlage avanciert dabei zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Besucherinnen und Besucher Liverpools. Die prosperierende Stadt zeigt sich bereits seit einem halben Jahr mit spannenden Ausstellungen, zahlreichen Veranstaltungen und urbanen Interventionen, doch die Stadtsilhouette selbst ist nach wie vor geprägt von zahllosen Baukränen. Das lebendige Treiben ist das sichtbare Zukunftsversprechen des Wandels, vom Niedergang einer Stadt mit einem wertvollen baukulturellen Erbe zur wachsenden Kulturmetropole. Weitere Details zur Podiumsveranstaltung am 4. September in Gelsenkirchen, die vom Europäischen Haus der Stadtkultur e.V. veranstaltet wird, können Sie hier nachlesen. Es wird darüber hinaus darum gebeten, sich bis zum 28. August anzumelden.

10. Nacht der Architektur: „Wer baut die Stadt?“ – Von der Planung zur Realisierung
Die Lebens- und Arbeitsqualität in unseren Städten ist maßgeblich abhängig von der Qualität der gebauten Umwelt. Eine nachhaltige Entwicklung ist in diesem Sinne ohne Baukultur nicht denkbar. Um in dem Spannungsfeld zwischen Wunsch und Wirklichkeit auf jeweils aktuelle Themen aufmerksam zu machen, bietet der BDA Duisburg und rechter Niederrhein mit der "Nacht der Architektur" alljährlich eine Plattform für Vorträge, Präsentationen und moderierte Diskussionen mit Blick auf die Region um Duisburg. Nach Veranstaltungen in den vergangenen Jahren zur Zukunft der Kirchen und zum Wohnen in der Stadt steht diesmal der Prozess der Stadtentwicklung selbst im Fokus. Gefragt wird, wie und durch welche Faktoren vorangetrieben Stadtquartiere zu dem werden, was sie sind, wer die Akteure sind und wie sich Einzelmaßnahmen oder umfangreichere Konzepte auf den öffentlichen Raum einer Stadt auswirken. Für Duisburg haben diese Fragen besondere Bedeutung, weil Großbauten die Innenstadt massiv verändern und der Masterplan die Weichen neu stellt. Weitere Details zur Veranstaltung am 13. September im Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg finden Sie hier.

Von der nationalen Stadtentwicklungspolitik zur lokalen Aktion
Die Zukunft von Städten ist ein öffentliches und ein gesellschaftlich relevantes Thema. Dies ist die Botschaft der „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“: Eine Nationale Stadtentwicklungspolitik, die vom Bund angeregt und mit Fördermitteln ausgestattet ist, geht über die bisherige Städtebaupolitik und Städtebauförderung hinaus. Sie bringt Handelnde und Interessierte zum Thema Stadt zusammen. Sie schafft Plattformen für einen lebendigen Austausch, thematisiert aktuelle stadtgesellschaftliche und städtebauliche Trends und greift beispielhafte Handlungs- und Lösungsansätze auf. Diese neue Qualität einer bundespolitischen Initiative ist die Antwort auf die zukünftigen Herausforderungen der Stadt. Bund, Länder und Gemeinden formulieren gemeinsame Ziele und setzen diese auch gemeinsam um. Dieser Politikansatz hat auch Konsequenzen für die kommunale Ebene. Die Fachtagung am 23. September in Würzburg kommuniziert die bisherigen Erfahrungen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik und stellt sie zur Diskussion. Sie wendet sich daher an Politikerinnen und Politiker, an die Verantwortlichen in Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und an Stadtplanerinnen und Stadtplaner. Zusätzliche Informationen zur Tagung des ISW finden Sie hier.