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26.01.2009

Projekt der Woche: Kinder-, Jugendlichen- und Familienzentrum Wulfen [KiJuFaZ]
Verwahrlosung, hohe Gewalt- und Kriminalitätsraten, Drogen und Familien, die nicht mehr funktionieren: Die Probleme in manchen Quartieren sind dramatisch. Damit sich dies ändert, geht eine starke Kooperation mehrerer Akteure neue Wege: Es wendet sich als eine der ersten Jugendhilfeeinrichtungen in Deutschland mit einem eigenen Budget und einem neuen sozialarbeiterischen Konzept einem gesamten Stadtteil zu. In Dorsten-Wulfen-Barkenberg verzeichnet das KiJuFaZ mit diesem Ansatz schon seit einiger Zeit erste Erfolge. Die weiteren Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Symposium: Theater baut Stadt
Am 29. Januar 2009 veranstaltet raumlaborberlin mit dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Ringlokschuppen Mülheim und dem Schauspiel Essen im Rahmen des Projektes Eichbaumoper das Symposium „Theater baut Stadt“. „Eichbaum“ ist eine der Haltestellen der U-Bahnlinie 18, die zwischen Essen und Mülheim verkehrt. Sie liegt in einem „Niemandsland“ unterhalb der Autobahn 40 und ist seit ihrer Gründung vor dreißig Jahren ein extrem problematischer Ort: Vandalismus und Übergriffe häufen sich hier. Um ein Ort zu werden, in dem Menschen sein können, wird „Eichbaum“ von einem realen Unraum zu einem utopischen Klangraum umgebaut. Die Eichbaumoper befördert eine U-Bahnhaltestelle zum Opernhaus, in dem alle zur Entstehung dieser Oper beitragen sollen. Weitere Informationen zur Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Initiative StadtBauKultur NRW finden Sie hier.

Kolloquium: Innovationen für Stadtquartiere der Zukunft – Studierende von 8 Universitäten stellen aus
Das Projekt „Innovationen für Stadtquartiere der Zukunft “ geht von dem Grundgedanken aus, dass das Leben in der Stadt eine neue Wertschätzung erfährt. Jenseits bekannter Leitvorstellungen und Programme sind in diesem Projekt innovative Ideen gefordert, die mögliche Perspektiven auf neue, urbane Lebensweisen und bislang unentdeckte Standortqualitäten eröffnen. Als Ideengeber ist der fachliche Nachwuchs angesprochen, der zu der Generation gehört, welche die Zukunft der Städte mit Leben erfüllen werden. Junge PlanerInnen unterschiedlicher Fachrichtungen aus acht Universitäten entwickeln phantasievolle Vorstellungen über das Leben in der Stadt der Zukunft. Inhaltlich eingebunden ist das Projekt in das ExWoSt-Forschungsfeld „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ [IFAS]. Weitere Details zur Veranstaltung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 10. Februar in Berlin finden Sie hier, der Anmeldeschluss ist am 30. Januar 2009.

Die Stadt im demografischen Wandel – IBA Stadtumbau präsentiert sich in Brüssel
Am 18. Februar präsentiert sich die IBA Stadtumbau 2010 auf europäischer Ebene in Brüssel. Der Titel der Veranstaltung in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der Europäischen Union lautet dabei "Die Stadt im demografischen Wandel". Die Veranstaltung möchte allen Interessierten einen Einblick in die Arbeit der IBA 2010 in Sachsen-Anhalt ermöglichen. Ein Film wird Eindrücke und erste Arbeitsergebnisse der Bauausstellung zeigen, darüber hinaus sind Fachkollegen aus unterschiedlichen europäischen Ländern eingeladen, um die Sicht von außen auf die IBA zu reflektieren. Die Details zur Veranstaltung finden Sie hier, der Anmeldeschluss ist am 10. Februar 2009.

Seminar: Stadtpolitik als Managementaufgabe? Strategien für die „Aufgabenflut“ in der Kommune
Immer öfter wird gefordert, die Stadtpolitik als professionelle Managementaufgabe zu sehen, die künftige Risikofelder identifiziert und effizient gegen unerwünschte Entwicklungen steuert. Der Umgang mit beschränkten finanziellen Mitteln, die Förderung der lokalen Wirtschaft, der starke Wettbewerb um Kaufkraft sowie die Privatisierung von kommunalen Leistungen sind alles aktuelle Herausforderungen, die erfolgreiche Lösungsstrategien benötigen. Hinzu kommt, dass sich viele Kommunen in einem demographisch stagnierenden bzw. schrumpfenden Umfeld bewegen. Mögliche neue Lösungswege, die erweiterten Aufgaben der Politik sowie viele andere Aspekte sollen zusammen mit kompetenten Experten im Rahmen des Seminars in Gummersbach diskutiert und bearbeitet werden. Weitere Informationen zur Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung am 06.03.2009 erfahren Sie hier.

Buch: Schrumpfende Städte und Segregation – Eine vergleichende Studie über Leipzig und Essen
Das Buch “Schrumpfende Städte und Segregation” von Tammo Grabbert untersucht die Wirkung von Schrumpfung auf die Prozesse der Segregation von Sozialhilfeempfängern und Ausländern in den Städten Leipzig und Essen für den Zeitraum 1994 bis 2005. Ausgangspunkt ist dabei die überall in der Fachliteratur zu findende – und bisher nicht überprüfte – These, nach der sowohl die soziale als auch die ethnische Segregation in schrumpfenden Städten steige. Das Buch ist im Verlag Dorothea Rohn erschienen und kostet ca. 24,90 Euro. Weitere Informationen zur Veröffentlichung und zu den Bestellmodalitäten erhalten Sie hier.