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26.04.2010

Tagungsdokumentation: „Wenn nichts mehr geht – Rückbau und Abriss als Chance der Stadtentwicklung“
Der Rückbau nicht mehr benötigter Wohn- und Gewerbeimmobilien stellt nicht nur eine Herausforderung für die vom demographischen Wandel betroffenen Städte und Gemeinden dar, sondern bietet auch vielfältige Chancen für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Städte und Quartiere. Welche Potenziale der Abriss von nicht mehr nachgefragten Immobilien bietet, wie sich der gesamte Prozess von der Bestandsaufnahme bis zur Nachnutzung steuern lässt und welche innovativen Finanzierungsinstrumente dabei zur Verfügung stehen, wurde unter anderem im Juli 2009 im Rahmen des Erfahrungsaustauschs Stadtumbau West Saar diskutiert. Zu der Veranstaltung mit dem Titel „Wenn nichts mehr geht – Rückbau und Abriss als Chance der Stadtentwicklung“ ist nun eine umfassende Dokumentation erschienen, welche die verschiedenen Vorträge, darunter auch das Beispiel des Heinrich-von-Kleist-Forums in Hamm, sehr gut wiedergibt. Den Link zum Download der Veranstaltungsdokumentation finden Sie hier.

Projekt der Woche: Beratung und Aktivierung von Immobilieneigentümern in Halle
Die Aktivierung von Immobilieneigentümern im Rahmen der Stadterneuerung ist vor allem in Quartieren mit einem sehr hohen Anteil von Einzeleigentümern sehr schwierig, insbesondere wenn die Eigentümer ihre Immobilien nicht selber nutzen und nicht in der jeweiligen Stadt leben. Eine Möglichkeit, wie solche Eigentümer zur Mitwirkung an der Quartiersentwicklung bewegt werden können, zeigt das aktuelle Projekt der Woche „Eigentümermoderation Halle-Glaucha“ auf. Die Stadt Halle hat ein dreigliedriges Modell zur Revitalisierung des Quartiers entwickelt, das einen Fokus auf die Beratung und Förderung der Immobilienbesitzer bei der Sanierung ihrer Häuser legt. Mithilfe eines Eigentümermoderators wurden in einem längerfristigen Moderationsprozess die jeweilige Situation der Eigentümer analysiert und Lösungsansätze erarbeitet. Viele Kleineigentümer konnten mithilfe der Beratungsangebote sowie der finanziellen Unterstützung zumindest zur Durchführung notwendiger Sicherungsmaßnahmen bewegt werden. Eine ausführliche Darstellung dieses Projekts finden Sie hier.

40. Interkommunaler Erfahrungsaustausch zur Stadterneuerung und Sozialplanung
Die Stadterneuerung und Stadt[teil]entwicklung in der Stadt Nürnberg unterliegt Rahmenbedingungen, die durch einen anhaltenden ökonomischen und technologischen Strukturwandel gekennzeichnet sind, der zwar erhebliche Anpassungsprobleme mit sich bringt, aber auch neue Chancen eröffnet. Nürnberg hat dabei in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Strategien der Aufwertung, Revitalisierung, Modernisierung und Bestandssicherung verfolgt und dabei verschiedene Instrumente und Förderprogramme in den unterschiedlichen Stadtteilen eingesetzt. Diese umfangreichen Erfahrungen und die verschiedenen aktuell bestehenden Fördergebiete bilden die Grundlage für den 40. Interkommunalen Erfahrungsaustausch zur Stadterneuerung und Sozialplanung, der in diesem Jahr vom 5. bis zum 7. Mai in Nürnberg stattfindet. Das detaillierte Programm zu diesem vom DIfU durchgeführten Erfahrungsaustausch finden Sie hier.