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26.08.2013

Innovationsagentur Stadtumbau NRW: Neue interkommunale „Arbeitsgruppe Problemimmobilien
Das Problem der Problem- und Schrottimmobilien in den Städten und Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen wird immer drängender. Die Mitgliedsstädte der Innovationsagentur Stadtumbau NRW haben nun eine interkommunale Arbeitsgruppe zu diesem Thema eingesetzt, die sich in der vergangenen Woche zu ihrer ersten Sitzung getroffen hat. Unter Beteiligung der Städte Arnsberg, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Hamm, Kamp-Lintfort, Krefeld, Lünen, Remscheid, Werdohl und Wuppertal soll im Rahmen von monatlichen Arbeitssitzungen nun gemeinsam ein handlungsorientierter Leitfaden zum Umgang mit solchen Immobilien erarbeitet werden. Dazu gehört unter anderem die Frage der Erfassung und Bewertung solcher Immobilien in kommunalen Katastern, ein Instrumentencheck aller verfügbaren Instrumente und auch Fragen der kommunalen Organisation des Umgangs mit diesem Thema und sinnvoller lokaler Partnerschaften und Allianzen. Über die Zwischenergebnisse aus diesem interkommunalen Arbeitsprozess werden wir an dieser Stelle laufend informieren.

Problemimmobilien in NRW: Neue Gesetzesinitiative des Landes gegen Überbelegung und Verwahrlosung von Wohnraum
Die rot-grüne Landesregierung will der Überbelegung von Wohnraum einen Riegel vorschieben. Der Entwurf für ein "Wohnungsaufsichtsgesetz“ sieht vor, dass für jeden erwachsenen Bewohner mindestens neun Quadratmeter und für Kinder bis sechs Jahren mindestens sechs Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen. "Bei Zuwiderhandlungen können die Kommunen einschreiten", sagte ein Sprecher von NRW-Bauminister Michael Groschek. Im äußersten Fall könnten die Kommunen schrottreife Immobilien für "unbewohnbar" erklären und die Zwangsräumung anordnen. Das Gesetz soll Ende dieses Jahres im Landtag beraten werden. Weitere Informationen zu dieser sicherlich dringend notwendigen und hoffentlich bald erfolgreichen Initiative unseres Städtebauministeriums finden Sie hier.

Stadtumbau Bielefeld: Neuer Verfügungsfonds im Ostmannturmviertel
Die Stadt Bielefeld hat für das Ostmannturmviertel als Teil des Stadtumbaugebietes „Nördlicher Innenstadtrand” nun auch einen Verfügungsfonds nach Ziffer 17 Abs. 3 der Förderrichtlinien Stadterneuerung 2008 eingerichtet. Der Fonds soll Aktionen wie Workshops, Mitmachaktionen, Wettbewerbe oder Imagekampagnen fördern, um das bürgerschaftliche Engagement in diesem Viertel zu stärken. Vielfältige Beispiele für bereits erfolgreich umgesetzte Verfügungsfondsprojekte finden sich in Bielefeld in den Stadterneuerungsgebieten Sennestadt und Sieker: So wurden in Sennestadt mit Mitteln des Verfügungsfonds beispielsweise ein Tandemsprachkurs deutsch-türkisch/türkisch-deutsch, der Kunstmarkt „Montmartre Sennestadt” sowie die Aktion „Blühende Pflanzen” gefördert. In Sieker wurde mit „Sieker blüht auf” ein ähnliches Projekt realisiert, zudem wurden dort ein Seniorennetzwerk und ein interkultureller Chor initiiert. Ausführlichere Informationen zu dem nun neu eingerichteten Fonds finden Sie hier.

Stadtumbau Dortmund: Die Hoesch-Zentrale soll zu Wohnungen umgebaut werden
Es gibt wieder spannende Neuigkeiten aus dem Dortmunder Stadtumbaugebiet „Rheinischen Straße“: Im Herbst soll der Bauantrag für die Sanierung der alten Hoesch-Zentrale gestellt werden. Ein Schweizer Investor will den denkmalgeschützten Backsteinbau zu Wohnungen umbauen. Die ehemalige Hoesch-Zentrale, ein neoklassizistischer Backsteinbau von 1921, steht unter Denkmalschutz. Die vermietbare Fläche liegt bei rund 12.000 Quadratmetern. Das ebenfalls historische Nebengebäude umfasst 2.700 Quadratmeter. Angestrebt wird eine Mischung aus hochwertigem Wohnen und Büronutzungen unter Wahrung der historischen und denkmalgeschützten Bausubstanz. Weitere Informationen zu diesem sicherlich bemerkenswerten Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Stellenausschreibung für drei neue MitarbeiterInnen in der gebietsbezogenen Stadterneuerung
Die engagierten und immer wieder innovativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gelsenkirchener Stadterneuerung bekommen endlich lang ersehnte Verstärkung. Dort sind aktuell zwei neue Stellen im Bereich der städtebaulichen Sanierungsverfahren ausgeschrieben und zusätzlich eine Stelle im weiteren Bereich der gebietsbezogenen Stadterneuerung. Interessenten finden die Stellenausschreibungen mit allen für eine Bewerbung notwendigen Informationen und Unterlagen hier und hier.

Stadtumbau Hagen: Fördermittel für drei Projekte stehen auf der Kippe
Nach Pressemeldungen der letzten Woche hat das nordrhein-westfälische Städtebauministerium damit begonnen, bereits bewilligte „Altprojekte“ in allen fünf Regierungsbezirken erneut auf ihre Förderwürdigkeit zu prüfen. Die damit verbundenen Einsparziele der Landesregierung sorgen verständlicherweise für Unruhe in einzelnen Städten und Gemeinden, in denen die Fortsetzung eigentlich bewilligter Maßnahmen nun gefährdet erscheint. Dies betrifft auch die Stadt Hagen, der nach diesen Pressemeldungen ein Verlust von über einer Million Euro Fördermittel im Rahmen der noch laufenden Stadtumbaumaßnahmen droht. Weitere Informationen zu diesen Plänen und den Reaktionen der Stadt Hagen auf diese Situation finden Sie hier.

Projekt der Woche: o`pflanzt is! Und das natürlich mitten in München!
Das Projekt „o’pflanzt is!“ ist ein von dem gleichnamigen Verein ins Leben gerufener Bürgergarten in München, zugleich Teil der internationalen „Urban Gardening“-Bewegung. Alle Interessierten – ob Jung oder Alt – haben auf einer ca. 3.300 qm großen Freifläche im Zentrum Münchens die Möglichkeit, an diesem gemeinnützigen und gemeinschaftlichen Projekt teilzunehmen und in dem „Urban Garden“ aktiv mitzuarbeiten. Darüber hinaus ist das Projekt so ausgelegt, dass die Beteiligten die Möglichkeit haben, den urbanen Garten als Basis zum Anbau von Nutzpflanzen zu verwenden, um diese an anderen Orten in der Stadt für die Gründung weiterer Bürgergärten zu nutzen. Begleitet werden die gemeinschaftlichen Gartenarbeiten durch regelmäßige Workshops und Informationsveranstaltungen zu ökologisch nachhaltigen Anbaumethoden, regionalen Produkten und zur Stärkung des städtischen Klimas durch „grüne Oasen“. Weitere Informationen zu diesem beispielhaften Projekt finden Sie hier.

SGK-Veranstaltung mit Minister Groschek: Die große Stadt – Wegbereiter der Moderne
Die SGK NRW nimmt die Fertigstellung des neuen Hans-Sachs-Hauses in Gelsenkirchen zum Anlass, um am Freitag, den 6. September 2013, im Rahmen einer Vormittagsveranstaltung über die zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen zu sprechen, die häufig wie in einem Brennglas vor allem und zunächst in den großen Städten beginnen: Welchen Herausforderungen begegnen wir? Welche Wege wollen wir beim Umbau unserer Städte gehen? Welche Instrumente benötigen wir? Wie sieht die soziale Stadt der Zukunft aus? Im Zentrum der Diskussion soll die Frage nach den Handlungsnotwendigkeiten im „Hier und Jetzt“ stehen. Kein akademischer Diskurs – praktische Politik im Lichte des gesellschaftlichen Wandels. Eine Einladung zu dieser Veranstaltung, an der auch Minister Groschek im Rahmen eines Podiumsgesprächs mitwirkt, haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.