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26.10.2015

Stadtumbau Werdohl: Werdohl wird Modellkommune im Forschungsvorhaben „Demographischer Wandel und Klimawandel“
Die beiden Megatrends Demographischer Wandel und Klimawandel interagieren, indem Risiken im Kontext des Klimawandels nicht allein aus den physischen Veränderungen des Klimas resultieren, sondern nur aus deren Zusammenwirken mit gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen. Beide Trends sind gekennzeichnet durch ihre Langfristigkeit und wachsende Bedeutung sowie durch ihre geringe Prognostizierbarkeit, vor allem auf kleineren Maßstabsebenen. Arbeiten zum Umgang mit dem Demographischen Wandel in Städten beruhen auf nationalen Bevölkerungs- und Haushaltsprognosen, die je nach Herkunft und Zielhorizont der Prognose eine Reihe unterschiedlicher Prämissen unterstellen, jedoch in keinem bekannten Fall die mittel- und langfristigen Folgen des Klimawandels berücksichtigen. Zudem lassen die zahlreichen Veröffentlichungen zu Klimafolgen und Klimaanpassung erkennen, dass es bislang weder ein einheitliches Konzept noch einen einheitlichen Begriffskanon zur Verwundbarkeitsabschätzung in der räumlichen Planung gibt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft [DFG] finanziert zu diesem Thema ein Forschungsprojekt, für das die Stadt Werdohl erfreulicherweise als Modellkommune ausgewählt wurde. Ausführliche Informationen zu diesem Forschungsvorhaben finden Sie hier, das Programm zur Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt, die am 19. und 20. November 2015 in Dortmund stattfinden wird, haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Neue Nutzer durch innovatives Projekt „einLaden
Die Schaufenster ungenutzter Ladenlokale können ein trostloser Anblick sein. So auch an der Gelsenkirchener Hauptstraße – Heimat vieler inhabergeführter Geschäfte, aber auch leer stehender Gewerbeflächen. Das Stadtumbaubüro hat aus diesem Grund das auf den Einzelhandel abzielende Förderprojekt „einLaden“ ins Leben gerufen. Die Intention dahinter: leer stehende Geschäfte beziehungsweise deren Schaufenster durch Beklebungen optisch attraktiver gestalten und somit positive Aufmerksamkeit eventueller Neumieter auf die verfügbaren Ladenlokale ziehen. Zu diesem Zweck arbeitet das Umbaubüro eng mit den Inhabern der Räumlichkeiten zusammen. So werden etwa deren Ideen und Wünsche hinsichtlich der Fenstergestaltung aufgegriffen und im Projekt mit umgesetzt. Als Mittler zwischen Stadt und Eigentümern fungiert ein Büro für Gestaltung und Kommunikation, das auch das Design für die sonst nackten Fensterscheiben entworfen hat. Ausführlichere Informationen zu diesem ausgesprochen innovativen und sicherlich vorbildhaften Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Arnsberg: Millionen für neues Gewerbegebiet „Zu den Werkstätten“
Ein umfangreiches Maßnahmenpaket sieht das städtische „Integrierte Handlungskonzept für das Stadtumbaugebiet Alt-Arnsberg“ vor. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Entwicklung des Gewerbegebiets „Zu den Werkstätten“ am Bahnhof, wozu auch eine bessere verkehrliche Erschließung gehört. Zu diesem Zweck beginnen in der nächsten Woche die Arbeiten zur Errichtung einer neuen Brücke, die die Ruhr vom Uentroper Weg in Richtung Bahnhof überspannt. Diese Brücke werden – nach etwa 15-monatiger Bauzeit – Pkw und Lkw sowie Fußgänger und Radfahrer nutzen können. Die Baukosten belaufen sich auf 2,78 Millionen Euro, wobei die Stadt von Bund und Land einen 60-prozentigen Kostenzuschuss erhält. Ausführlichere Informationen zu diesem ambitionierten Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Bielefeld: Der Bohnenbach in Bethel kommt wieder an die Luft
Im Bielefelder Stadtumbaugebiet Bethel kann Dank finanzieller Unterstützung durch das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau West“ ein Gewässer – der Bohnenbach – wieder an die Luft geholt werden. Ein Teil des Baches wurde bereits nach oben geholt und plätschert nun zwischen Felsbrocken langsam Richtung Dankort. Der zentrale Bereich Bethels wird ergänzend durch einen Park aufgewertet, dessen zweiter Abschnitt, der "Bohnenbachpark Nord", ebenfalls bereits angepackt worden ist. Unter dem Strich sollen 6,2 Millionen Euro aus Fördermitteln des Programms „Stadtumbau West“ mit den beiden Park-Abschnitten sowie Platz-, Straßen- und Strukturveränderungen in Bethel fließen – zuzüglich jeweils einer halben Million Euro von Stadt und Bethel. Ausführlichere Informationen zu diesem bemerkenswerten Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Steinheim: Bürgermeister Franzke zieht Bilanz zum erfolgreichen Stadtumbau in Steinheim
Zum Ende seiner Amtszeit hat Steinheims ehemaliger Bürgermeister Franzke im Rahmen eines ausführlichen Zeitungsinterviews Bilanz gezogen – über viele Jahre intensiven und aufwändigen, aber auch ausgesprochen erfolgreichen Stadtumbau in Steinheim. Den Text dieses auch für andere Stadtumbaukommunen durchaus interessanten Rückblicks können Sie hier nachlesen. 

Veranstaltung: Netzwerktreffen „Beteiligen in der Stadt“
Stadtentwicklung in Nordrhein-Westfalen geht einher mit der Aufstellung vielfältiger   Quartiers- und Entwicklungspläne. Die kontinuierliche offene Kommunikation und auch die Auswahl der geeigneten Beteiligungsinstrumente ist entscheidend für den Erfolg und beschäftigt fast alle Mitgliedskommunen der Netzwerke in NRW. Im Rahmen der diesjährigen Tagung der Netzwerke und Arbeitsgemeinschaften in der gebietsbezogenen Stadterneuerung Nordrhein-Westfalens – am 12. und 13. November 2015 in Arnsberg  – werden die Mitgliedskommunen gemeinsam mit Interessierten aus Stadtplanung, Institutionen der Zivilgesellschaft, Politik und Fachinteressierten über den Sinn und die Möglichkeiten von Beteiligung diskutieren. Am ersten Tag beginnt das Netzwerktreffen mit interessanten Exkursionen zu verschiedenen Projekten rund um Arnsberg, die mit dem Bus, zu Fuß oder „joggend“ aufgesucht werden können. Minister Groschek wird die begleitende Ausstellung zur Tagung eröffnen und in einem Rundgang mit den Projektakteuren ins Gespräch kommen. Weiterhin werden von ihm die „Ab in die Mitte NRW!“-Gewinnerstädte des Jahres 2015 ausgezeichnet. Ausführliche Informationen zu dieser ausgesprochen interessanten und abwechslungsreichen Veranstaltung haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Veranstaltung: Lernort „Historische Stadt“ – Raum für Wissen! Raum für Zukunft?
Bildungseinrichtungen – Schulen, Kultur- und Weiterbildungseinrichtungen etc. – kommt im Kontext der zukunftsorientierten Stadtentwicklung eine besondere Bedeutung zu. Ein bedarfsgerechtes Bildungsangebot und eine zeitgemäße Bildungsinfrastruktur sind nicht nur maßgeblicher Faktor für individuelle Teilhabe und Bildungserfolg, sondern vielfach auch ausschlaggebend für Standortentscheidungen von Unternehmen – und jungen Familien. Die diesjährige Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen, die am Mittwoch, den 4. November 2015, in Steinfurt stattfindet, befasst sich mit der Frage, welche Rolle historische Stadt- und Ortskerne in diesem Handlungsfeld spielen können und wie sich notwendige Angebote in der vielfach kleinteiligen Baustruktur überhaupt realisieren lassen. Das Programm zu dieser Veranstaltung mit allen – auch zur Anmeldung – notwendigen Informationen haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Veranstaltung: Auftaktveranstaltung „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“
Am 24. November 2015 von 12:00 bis 16:30 Uhr findet in der Quartiershalle auf dem Campus Rütli in Berlin-Neukölln die zentrale Auftaktveranstaltung des ESF-Bundesprogrammes "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier - BIWAQ" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit [BMUB] statt. Bundesministerin Barbara Hendricks wird im Rahmen dieser Veranstaltung den offiziellen Startschuss für die Förderrunde 2015-2018 geben. BIWAQ-Kommunen berichten, was sie im Rahmen der vierjährigen Programmumsetzung vorhaben, BIWAQ-Teilnehmende schildern ihre ersten Erfahrungen in Projekten der aktuellen Förderrunde. Kulturelle Beiträge runden das Programm ab. Ausführlichere Informationen zur anstehenden Förderrunde und zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Veröffentlichung: Lebenswerte Stadtquartiere durch Umweltgerechtigkeit – Ein Handlungsleitfaden für Zivilgesellschaft und Kommunen
Umweltgerechtigkeit ist eine oft unterschätzte Facette sozialer Gerechtigkeit: Sozial benachteiligte Menschen wohnen beispielsweise häufiger an stark befahrenen Straßen. Und sie sind häufiger von Lärm und Luftverschmutzungen betroffen. In zahlreichen sozial benachteiligten Gebieten mangelt es an Grünflächen, in denen man sich erholen, bewegen und begegnen kann. Hinzu kommt: Wer sich nur ein kleines oder gar kein Auto leisten kann, der muss auch nicht die Ökobilanz eines Geländewagens vertreten. Oder allgemeiner formuliert: Menschen mit einem niedrigen Einkommen beanspruchen die Umwelt meist deutlich weniger als sozial besser Gestellte. Gesunde Lebensbedingungen für alle zu schaffen, unabhängig von der sozialen Lage der Menschen, ist eine große Aufgabe. In erster Linie sind hierbei Verwaltung und Politik vor Ort gefragt, also in den Kommunen und Städten. Die Deutsche Umwelthilfe hat zu diesem Thema nun einen ausgesprochen interessanten und empfehlenswerten Handlungsleitfaden veröffentlicht, der hier zum Download für Sie zur Verfügung steht.