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27.05.2013

Stadtumbau Werdohl: Bauschutt der „Inselimmobilie“ wird für Neubau recycelt
Während die letzten Sanierungsarbeiten am Werdohler Bahnhofsgebäude abgeschlossen werden, ist der Abriss der gegenüber liegenden langjährigen Schrottimmobilie an der Inselstraße noch in vollem Gange. Zukünftig werden hier ein Edeka-Markt und weitere Geschäfte den Eingangsbereich Werdohls mit neuen Aktivitäten beleben und nachhaltig aufwerten. Dabei läuft der Abriss zwar nach Plan, gestaltet sich aber durchaus schwierig. Aufgrund der direkt angrenzenden Straßen, die trotz der Bauarbeiten nicht gesperrt werden können, ist ein vorsichtiges Vorgehen beim Abriss notwendig, zur Verminderung der Staubentwicklung werden zusätzlich Wasserkanonen eingesetzt. Ein Teil des Bauschutts wird in Form von Schotter als Grundlage für den Neubau recycelt und auch private Bauherren können den Schotter kaufen und für eigene Bauprojekte wiederverwenden. In einem Monat sollen die Abrissarbeiten dann abgeschlossen sein – pünktlich also zur anstehenden Bahnhofseröffnung im 15. Juni. Weitere Informationen zum Abriss der „Inselimmobilie“ finden Sie hier.

Bochum-Wattenscheid: Bahnhof und Umfeld soll aufgewertet werden
Der Wattenscheider Bahnhof ist Teil der Rahmenvereinbarungen zum „3. Empfangsgebäudepaket NRW“. Im Rahmen dieser Vereinbarung sollen in Nordrhein-Westfalen 31 Bahnhöfe einen neuen Eigentümer erhalten und umfassend erneuert werden. Das Verfahren wird von der Deutschen Bahn, Land und Kommunen gemeinsam finanziert. Das Land NRW steuert dabei 180.000 Euro zur Finanzierung von Gutachten über den Bauzustand der Empfangsgebäude und zur Ermittlung des Wertes durch externe Sachverständige bei. Bei der Veräußerung der Gebäude und der zugehörigen Flächen wird den Städten dabei ein Vorkaufsrecht eingeräumt, das auch an ein städtisches Tochterunternehmen oder an Dritte abgetreten werden kann. Eine Kaufverpflichtung besteht allerdings für die betroffenen Städte nicht. Für den Wattenscheider Bahnhof existieren bereits zahlreiche Pläne zur Aufwertung. Im Rahmen eines vor-Ort-Termins sagte NRW-Bauminister Groschek unter anderem den Einbau eines Aufzuges zu, betonte aber gleichzeitig, dass es eines umfassenden Konzeptes bedürfe, um nachhaltige Entwicklungsperspektiven für den Bahnhof und das Umfeld zu schaffen. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Krefeld: Experten diskutieren über erfolgreiches Stadtmarketing
Wie kann man die Krefelder City erfolgreich vermarkten? Diese Frage diskutierten in der vergangenen Woche Marketingexperten und Bürger in der Krefelder Mediothek. Dabei gab es durchaus unterschiedliche Ansichten im Hinblick auf potenziell erfolgreiche Vermarktungsmöglichkeiten. Während andere Städte in Nordrhein-Westfalen eher auf die Wirkung von prestigeträchtigen Großprojekten setzen, wird in Krefeld eine Vielzahl meist kleinerer Projekte und Maßnahmen umgesetzt. Nach Ansicht von Nicolas Beucker, Professor für „Public and Social Design" an der Hochschule Niederrhein, ist dies auch eine erfolgversprechende Taktik, denn ein neues Image für eine Stadt könne man nicht einfach aus dem Boden stampfen. Einig waren sich die Teilnehmenden in einem Punkt: In Krefeld sind in den vergangenen Jahren zahlreiche bauliche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt worden, die zu einer Verbesserung der Außenwahrnehmung der Krefelder City beigetragen haben. Weitere Informationen zu diesen Diskussionen in Krefeld finden Sie hier.

Oberhausen: Untersuchung zum City-Abschwung bringt überraschende Ergebnisse
Seit Jahren hat die Oberhausener Innenstadt mit anhaltenden Entwicklungen von Niedergang und Verödung zu kämpfen. Wie in zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen werden als ein Hauptgrund dafür innenstadtnahe Einkaufszentren genannt. Auch in Oberhausen ist für viele das „Centro“ eine der Hauptursachen für den Niedergang der Oberhausener City. Dem widerspricht jedoch der Dortmunder Stadtsoziologe Stefan Hochstadt. Die aktuellen Analysen seines Forschungsbereichs „Planen und Bauen im Strukturwandel“ an der FH Dortmund deuten vielmehr darauf hin, dass viele der Probleme in Innenstadtbereichen hausgemacht sind. So hätten es viele Städte in den vergangenen Jahren versäumt, die Innenstadt an die modernen Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Dies gilt insbesondere für die Aufwertung von öffentlichen Sitzplätzen und der Attraktivitätssteigerung von Aufenthaltsflächen. Laut Hochstadt müssen die „Nutzungsebenen“ wie Wohnen und Begegnen mit dem Kaufen wieder stärker verbunden werden. Und auch die niedrigere Besteuerung von Shopping-Centern im Vergleich zu inhabergeführten Geschäften sieht Hochstadt kritisch. Weitere Informationen zu dieser Innenstadt-Diskussion finden Sie hier.

Projekt der Woche: „SUPERMARKT“
Das Projekt „SUPERMARKT“ aus Berlin zeigt die beispielhafte Umnutzung eines ehemaligen Supermarktes in dem Berliner „Problem“-Bezirk Wedding zu einem Kultur-, Veranstaltungs- und Startup-Center. Neben dem umfassend umgestalteten Supermarkt stehen Künstlern, Kulturschaffenden, jungen Unternehmern und anderen Interessierten auch 4 Studios zur Verfügung, die je nach Bedarf zum Arbeiten, Präsentieren, Besprechen oder auch für Workshops genutzt werden können. Das Projekt „SUPERMARKT“ ist Teil der Initiative „Zukunftsort Brunnenviertel" zur Förderung freier, kreativer Arbeitsstrukturen im Weddinger Brunnenviertel und wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert. Ausführliche Informationen zu diesem innovativen Umnutzungsprojekt, das bereits erste positive Ausstrahlungswirkungen auf die Quartiersentwicklung insgesamt zeigt, finden Sie hier.

BBSR-Veröffentlichung: „Die Innenstadt und ihre öffentlichen Räume“
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] hat eine Spezial-Ausgabe des Magazins „stadt:pilot“ veröffentlicht. Der Schwerpunkt der Ausgabe „Die Innenstadt und ihre öffentlichen Räume“ liegt auf der Darstellung von Strategien, Akteuren und Qualitäten öffentlicher Räume. Die Darstellungen basieren auf den Ergebnissen des Werkstattgesprächs "Wer macht Platz? Öffentliche Räume in Innenstädten im Fadenkreuz der Akteure" der Nationalen Stadtentwicklungspolitik aus dem Jahr 2012. Die Spezial-Ausgabe des „stadt:pilot“ steht hier zum Download für Sie bereit.

BMVBS-Konferenz: „Wohneigentum stärken – Perspektiven für Menschen und Städte“
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] veranstaltet am 13. Juni in Berlin die Abschlusskonferenz „Wohneigentum stärken – Perspektiven für Menschen und Städte“. Im Rahmen der Veranstaltung wird Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer über das Thema Wohneigentum als aktuelle Herausforderung der Wohnungspolitik in Deutschland referieren. Zudem soll im Zuge der Präsentation von innovativen Praxisbeispielen die Bedeutung des Wohneigentums – für Städte und private Akteure gleichermaßen – verdeutlicht werden. Weitere Informationen zum Programm dieser Abschlusskonferenz und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Fachtagung: „Nachbarschaft und Partizipation im Quartier“
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen [MGEPA-NRW] veranstaltet am 13. Juni in Düsseldorf die Fachtagung „Nachbarschaft und Partizipation im Quartier“. Im Fokus der Tagung werden Erfahrungen aus den Modellprojekten „Partizipation im Alter“ und „Im Quartier bleiben – Nachbarschaft leben!“ stehen. Die gesammelten Erfahrungen sollen als Basis für Fachdiskussionen über Chancen, Herausforderungen und Probleme auf dem Weg zu altengerechten Quartieren dienen. Weitere Informationen und das vollständige Programm dieser Fachtagung finden Sie hier.