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27.08.2012

Stadtumbau in Remscheid: Der Honsberg feiert die Grundsteinlegung für eine neue Zukunft
Nach lange andauernder Phase von Niedergang und Desinvestition stehen für das Remscheider Stadtumbaugebiet Honsberg – nun auch für die Bewohnerinnen und Bewohner endlich sichtbar – die Zeichen auf Neuanfang: Nach einem anfangs verregneten Morgen konnte am Freitag bei strahlendem Sonnenschein symbolträchtig der Grundstein für das neue interkulturelle Zentrum "Neue Mitte" gelegt werden, das erstmalig alle im Quartier gelebten großen Religionsgemeinschaften in einem gemeinsamen Haus zusammenbringt und das auch für zahlreiche weitere Akteure und Angebote am Honsberg ein neues zu Hause bieten wird. Nach einem langen und intensiven kooperativen Entwicklungsprozess durch alle Nutzer war nicht nur dort die Freude und Erleichterung groß, dass diese Planungsphase nun geschafft ist und die bauliche Realisierung beginnt. Auch den zahlreich erschienenen Bewohnerinnen und Bewohnern des Honsberg war deutlich anzumerken, wie groß ihre Erleichterung ist, dass endlich nicht mehr nur Wegzug und Abriss das Leben in ihrem Quartier bestimmen, sondern dass mit dem Bau der „Neuen Mitte“ nun eine Chance für eine Trendwende und ein deutliches Signal für Vertrauen in die Zukunft dieses Stadtteils und seines starken Gemeinwesens gesetzt wird. Ausführlichere Informationen zu diesem so wichtigen Tag für den Honsberg finden Sie hier.

Stadtumbau Herdecke: Mit dem „Quartier Ruhraue“ feiert eines der großen Stadtumbauprojekte in Nordrhein-Westfalen Richtfest
Und auch die Stadt Herdecke hatte in der vergangenen Woche einen großen Tag, der vor Ort große Freude und neuen Optimismus ausgelöst hat: Mit dem feierlich begangenen Richtfest für das neue „Quartier Ruhraue“ auf einer Industriebrache, die bislang die Innenstadt vom Fluss und dem hochwertigen Naturraum trennte, ist nicht nur die Realisierung dieses für die Zukunftsfähigkeit Herdeckes so wichtigen Projektes einen entscheidenden Schritt vorwärts gekommen. An diesem Beispiel zeigt sich auch einmal mehr, wie wichtig die Mittel der Städtebauförderung sind, um ein Vielfaches an privaten Investitionen in unsere Städte und Gemeinden auszulösen: Denn nicht nur für Herdeckes Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster war dies ein besonderer Tag, sondern auch für den Dortmunder Unternehmer Rudolf Kräling: Sein Familienunternehmen wird an diesem Standort 36 Millionen Euro investieren und geht damit das bislang größte Projekt in der Firmengeschichte an. Ausführliche Informationen zu diesem wichtigen Tag für Herdecke und zu weiteren Planungen und Investitionen für das „Quartier Ruhraue“ finden Sie hier.

Stadtumbau Bottrop: Ein weiterer hochwertiger Mehrgenerationenpark geht in Nordrhein-Westfalen „an den Start“
Nach vier Jahren Planungs- und Umbauphase steht in Bottrop das Projekt „Mehrgenerationenpark“ auf dem Areal des ehemaligen Ehrenparks vor dem Abschluss. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für ein großes Bürgerfest zur Einweihung dieser neuen Bottroper Attraktion, das am 31. August stattfinden wird, auf Hochtouren. Mit großem und nachhaltigem Engagement aus der Bürgerschaft und von Einrichtungen wie Kindergarten und Schulen wurde hier seit dem Jahr 2008 gemeinsam daran gearbeitet, diesen in der öffentlichen Wahrnehmung als Problem und Angstraum empfundenen Park mit einer neuen Zukunft zu versehen. Entstanden ist eine hochwertige Freizeitanlage, die „Highlights für jedes Alter“ bietet und die sicherlich nicht nur am 31. August, wenn hier ein vielfältiges Festprogramm geboten wird, einen Besuch wert ist. Weitere Informationen zu dieser neuen Attraktion in Bottrop finden Sie hier.

Stricken statt Sprühen: Guerilla-Strickerinnen „pingeln“ für den Standort Hohenlimburg
Jetzt ist es soweit: Die immer weiter um sich greifende Bewegung der Guerilla-Stricker hat Hohenlimburg erreicht, was auf der dortigen Herrenstraße für einige Verwirrung sorgte: Alle Blicke einte eine Frage: Wieso sind die Bäume und Laternen an der Herrenstraße mit den bunten Häkeldecken eingewickelt worden? Die kreativen Köpfe hinter dieser Aktion sind zwei am Standort tätige Händlerinnen, die sich vorgenommen haben, etwas für ihre Innenstadt und damit auch für ihre eigenen Unternehmen zu tun. Und so sind es mittlerweile schon zehn Damen, die seit drei Monaten die bunten Baumkleider „pingeln“, wie sie es selbst nennen. Die erfahrenen Damen haben sich mächtig ins Zeug gelegt und gehäkelt, was die Nadel hergab. Das Resultat kann sich sehen lassen und ist ein kleiner Anfang von dem, was noch folgen könnte. Wenn Sie so etwas auch in Ihrer Stadt entwickeln möchten oder gar die Hoffnung hegen, dort die Graffiti-Sprayer von der Sprühdose zur Stricknadel umerziehen zu können, finden Sie hier weitere Informationen.

Projekt der Woche: Brandenburger Städte-Netzwerk energieeffiziente Stadt und Klimaschutz [Branek]
Die sieben Städte des Städtekranzes Berlin-Brandenburg [Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Luckenwalde, Jüterbog und Neuruppin] haben sich im April 2010 zum „Brandenburger Städte-Netzwerk Energieeffiziente Stadt und Klimaschutz“ [BRANEK] zusammengeschlossen. Mit dieser Zusammenführung von vorhandenen Erfahrungen und kommunalem Know-how sowie der gemeinsamen Erarbeitung der Grundlagen für lokale Strategien wird das Ziel verfolgt, eine neue Qualität in der energetischen Stadterneuerung zu entwickeln und – vor dem Hintergrund knapper personeller und finanzieller Ressourcen – insbesondere durch den Netzwerkcharakter des Projektes die beteiligten Kommunalverwaltungen zu befähigen, sich den neuen Aufgaben zu stellen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Näheres zu den Aktivitäten und den bisherigen Arbeitsergebnissen dieses interkommunalen Netzwerkes finden Sie hier.

Video der Woche: Der Niedergang des Wuppertaler Stadtteils Loh und Zwischennutzung als mögliche neue Chance
In diesem Filmbeitrag der WDR Lokalzeit wird am Beispiel des Wuppertaler Stadtteils Loh eine Situation thematisiert, die so oder in ähnlicher Form in vielen nordrhein-westfälischen Städten vorzufinden ist: Ein ehemals lebendiger Stadtteil ist in eine Abwärtsspirale geraten, die zu immer höheren Leerstandszahlen im Bereich der Ladenlokale führt und die sich nun laufend selbst verstärkt: Mit jedem neuen Leerstand wächst das negative Image und die Stigmatisierung des Standortes – unter anderem mit der Folge, dass Vermietungschancen und Renditepotenziale noch weiter sinken und so Tendenzen von Desinvestition weiteren Vorschub erhalten. In Loh ist diese Entwicklung durch eine Großbaustelle beschleunigt worden, die den Standort und seine Händler extrem belastet hat. Durch die Zusammenarbeit mit der weit über die Grenzen Wuppertals hinaus bekannten Zwischennutzungsagentur soll nun ein Versuch unternommen werden, diesen negativen Entwicklungstendenzen einen positiven Impuls entgegen zu setzen. Den Link zu diesem Filmbeitrag finden Sie hier.

Veranstaltung: Kulturelle Bildung und Inklusion
Nicht erst seit der 2009 in Kraft getretenen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung werden im Bereich der Kulturellen Kinder- und Jugendarbeit integrative Projekte veranstaltet. Inklusive Kulturarbeit geht allerdings noch einen entscheidenden Schritt weiter. Sie geht grundsätzlich davon aus, dass jedes Kind und jeder Jugendliche die Möglichkeiten einer Teilhabe an kulturellen Projekten und Angeboten erhält. Die Initiative »mittendrin« der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit Nordrhein-Westfalen will einen Impuls setzen, inhaltliche und strukturelle Bedingungen inklusiver Kulturarbeit darstellen und gleichzeitig den Mehrwert von künstlerischem Schaffen im Bereich der inklusiven Arbeit explizit hervorheben, um Inhalte sowie Ziele zu reflektieren, eine Plattform für Information sowie Austausch anzubieten und letztlich weitere Projekte anzustoßen und zu initiieren. In diesem Kontext wird am 21. und 22. September 2012 im Dortmunder U eine Tagung mit vielfältigem Programm organisiert, zu der Sie hier alle notwendigen Informationen finden.