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27.10.2008

Die Ergebnisse der Austauschplattform QuartiersmanagerInnen im NRW-Stadtumbau zum Thema Nahversorgung im Quartier sind nun online
Die bereits dritte Austauschplattform der QuartiersmanagerInnen im nordrhein-westfälischen Stadtumbau fand diesmal im Quartier Tossehof in Gelsenkirchen statt. Das Thema der Veranstaltung befasste sich mit neuen Formen der Einzelhandelsversorgung im Quartier. Für viele Stadtumbauquartiere ist das im Besonderen eine spannende Frage. Mit Hilfe der Unterstützung der Genossenschaft der Werkstätten behinderter Menschen konnte den TeilnehmerInnen das Konzept der „CAP-Märkte“ näher gebracht werden. Aus dem Quartier heraus wurde zusätzlich die Idee der BONUS-Märkte vorgestellt. Die Anwesenden hatten somit im Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit, mit den Betreibern alternativer Konzepte der Einzelhandelsversorgung direkt ins Gespräch zu kommen. Die spannenden Ergebnisse der Präsentationen und der anschließenden Diskussion können Sie hier auf unserer Homepage im entsprechenden Protokoll nachlesen.

Projekt der Woche: Mehrgenerationenwohnen – ein innovatives Wohnkonzept in Essen
Die Evonik Wohnen GmbH und kommunale Vertreter der Stadt Essen bauen eine Siedlung im Essener Norden zu einer Vorzeigemehrgenerationenwohnanlage um. Das engagierte private Wohnungsunternehmen will 90 neue Wohnungen und elf Eigenheime für die unterschiedlichen Generationen und Lebensarten entwickeln. Alte und junge Menschen, ebenso wie Singles oder Familien sollen hier ein angenehmes und modernes Zuhause finden. Wichtig ist bei der Entwicklung des Konzeptes, dass alle unter einem Dach leben können, jeder aber dennoch für sich sein kann. In jeder Lebensphase soll das selbstbestimmte Leben ermöglicht werden. Die Vereinsamung vieler Menschen im Alter soll durch ansprechende Aufenthaltsräume im Wohnumfeld und anderer neue Konzepte vermieden werden. Die Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Seminar: Interkulturelle Jugendarbeit im Wohnquartier – Strategien zum erfolgreichen Umgang mit Jugendlichen nicht-deutscher Herkunft
Problematische Jugendliche haben zumeist einen Hintergrund, der mehr Verwahrlosung, Gewalt, Rechtfertigung, Armut und Verlegenheit beinhaltet als positive Mitverantwortung, Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit. Jugendliche, die entweder aufgrund ihrer kulturellen und milieubezogenen Entwicklung innerhalb ihrer sozialen Wirklichkeit es schwerer haben, Anerkennung zu finden bzw. die richtige Förderung zu erhalten sind noch kein Normalfall - auch wenn die allgemein steigende Jugendkriminalität mittlerweile den Eindruck erweckt. Gepaart mit dem Alltag im Wohnquartier beweist sich das Profil dieser Jugendlichen allzu oft als image- und bestandsschädlich. Viele Wohnquartiere sind häufig mit diesem Problem belastet. Das Spezialseminar bietet daher verschiedenen in problematischen Quartieren beschäftigten MitarbeiterInnen praktische Abhilfemöglichkeiten, insbesondere im Umgang mit verhaltensauffälligen Jugendlichen nicht-deutscher Prägung. Weitere Inhalte zum Seminar am 14.11. in Bochum, das vom EBZ durchgeführt wird, finden Sie hier.

Fachkongress und Ideenforum: Familie kommt an. In Nordrhein-Westfalen. Chancen für Familien – Zukunft für Kommunen
Mit einem bundesweit einzigartigen, breiten Bündnis aus Politik, Kommunen, Wirtschaft und Verbänden will Nordrhein-Westfalen für mehr Familienfreundlichkeit und Familiengerechtigkeit sorgen. Gemeinsam mit seinen Bündnispartnern hat das Familienministerium auf Landesebene Leitlinien für familiengerechte Kommunen abgestimmt, die nun vom Kabinett beschlossen wurden. Das Memorandum betont die Bedeutung der Familien für die Gesellschaft und die Notwendigkeit, für Familien in jeder Lebensphase eine passgenaue Politik zu planen, deren Ergebnisse in der Praxis auch ankommen. Das Memorandum soll am 24. November 2008 im Rahmen des Fachkongresses mit Ideenforum „Familie kommt an. In Nordrhein-Westfalen. Chancen für Familien – Zukunft für Kommunen“ in der Messe Essen von allen Bündnispartnern vorgestellt, diskutiert und unterzeichnet werden. Zu den Bündnispartnern zählen die Kommunalen Spitzenverbände, die Freie Wohlfahrtspflege, Dachorganisationen der Wirtschaft, der DGB, Familienverbände, Familienselbsthilfeorganisationen, das Elternnetzwerk NRW, der LandesSportBund, die Bertelsmann-Stiftung und das Servicebüro Lokale Bündnisse für Familie. Mehr zur Veranstaltung und zur Initiative gibt es hier.

Veranstaltung: Aktuelle Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Städtebaurecht – Neue und richtungsweisende Entscheidungen des 4. Senats aus erster Hand
Das geltende Bau- und Planungsrecht stellt den Städten und Gemeinden ein praktikables Instrumentarium zur Verfügung, um einen den örtlichen Gegebenheiten entsprechenden Städtebau betreiben zu können. Allerdings unterliegen die städtebaulichen Aufgabenstellungen und die planungsrechtlichen Grundlagen einem fortwährenden Wandel. Hiervon zeugen nicht zuletzt die in recht kurzen zeitlichen Abständen erfolgenden Novellen des Baugesetzbuchs, die ihrerseits neue Fragen aufwerfen. Diese das Planungsrecht kennzeichnende Dynamik führt nicht selten zu Unsicherheiten bei der Rechtsanwendung. Von entscheidender Bedeutung für die städtebaulich relevante Planungs-, Genehmigungs- und Beratungspraxis ist die Rechtsprechung des 4. Senats des Bundesverwaltungsgerichts. Diese hat durch mehrere Entscheidungen im letzten Jahr Marksteine mit erheblichen praktischen Auswirkungen gesetzt. Mit der Veranstaltung zur höchstrichterlichen Rechtsprechung erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich frühzeitig aus erster Hand über die wichtigsten aktuellen Entscheidungen zu informieren und diese mit den anwesenden Richtern des 4. Senats zu erörtern. Weitere Informationen über diese Veranstaltung, die am 26. November 2008 in Bonn stattfindet, erhalten Sie hier.

Städtebauliches Kolloquium: City Branding – Imagestrategien in der Planung
Das städtebauliche Kolloquium, das vom Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Dortmund und dem ILS veranstaltet wird, setzt sich in diesem Wintersemester mit dem Thema „Images und Branding-Strategien“ auseinander. Städte sind heute bemüht, ihre Attraktivität und ihr Image für Touristen, Dienstleistungsunternehmen, deren Beschäftigte und Bewohner zu verbessern. Zur Kommunikation solcher Images sind Brandingstrategien von enormer Wichtigkeit. Der Vortrag am 25.11. in Dortmund fokussiert das Thema „Regionale Images im Wandel“. Prof. Dr. Alain Thierstin und Dr. Achim Prossek werden zu diesem Themenfeld das Thema Image und Region vertiefen. Weitere Details zum Kolloquium erhalten Sie hier.