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28.01.2008

Projekt der Woche: Stadterneuerungsprojekt Novy Liskovec
Das Projekt der Woche schaut diesmal über den Tellerrand hinaus und bringt Ihnen ein Beispiel aus der europäischen Praxis der Stadterneuerung näher. Die Stadt Brno (Brünn) in Tschechien sah sich mit vielfältigen negativen Entwicklungsprozessen in der Großwohnsiedlungen Novy Liskovec konfrontiert. Die Probleme hatten vor allem mit der starken Mieterfluktuation zu tun, wodurch wichtige Modernisierungsmaßnahmen und Wohnumfeldaufwertungen vernachlässigt wurden. Innerhalb der europäischen Kooperation im Housing Estates Netzwerk [Hous-Es] fand die stand neue Lösungsansätze für die eigene Stadtplanung. Das Projekt der Woche steht hier zum Download für Sie bereit.

42. Urban-Netzwerktagung in Luckenwalde
Am 14. und 15. Februar wird die Netzwerktagung des deutsch-österreichischen URBAN-Netzwerks mit dem Thema “Regional, national und europäisch vernetzt: Netzwerkarbeit im Sinne der integrierten Stadtentwicklung" in Luckenwalde stattfinden. Auf der Tagung wird neben einer Darstellung der Erfolge der URBAN-Initiative in der kleinsten deutschen URBAN-Stadt die Zukunft der deutsch-österreichischen Netzwerkarbeit in der aktuellen Strukturfondsperiode erörtert. Am zweiten Tag steht jedoch vor allem die Frage nach der Wirkung des Netzwerks auf die Kleinstadt Luckenwalde im Vordergrund. Eine Übersicht über die Tagesordnung und Anmeldeformulare finden sie hier.

Ausstellung zu Shrinking Cities in Dortmund und Duisburg
Nach dem großen Erfolg der Ausstellungen "Schrumpfende Städte I + II" in Berlin, Halle und Leipzig schickt die Kulturstiftung des Bundes die Ausstellungen jetzt auch an zehn weitere internationale Standorte. Hintergrund ist, dass seit den 90er Jahren 25% der Großstädte weltweit an Bevölkerung verloren haben. Das Projekt “Shrinking Cities“ [Schrumpfende Städte] initiiert einen internationalen Erfahrungsaustausch über dieses bislang vernachlässigte urbane Phänomen, das jedoch in den letzten Jahrzehnten ebenfalls zu einer weltweit wichtigen Fragestellung der Stadtentwicklung geworden ist. Die Konzeption der Ausstellung wird für jeden der Standorte individuell angepasst und aktualisiert. In Duisburg und in Dortmund wird sie ab dem 17. Februar zu sehen sein. Ein Teil der Ausstellung “Internationale Analyse” wird im Museum am Ostwall in Dortmund zu sehen sein, und der zweite Teil “Interventionen” in der Liebfrauenkirche in Duisburg. Mehr zur Ausstellung und zum Projekt finden sie hier.

Erfahrungsaustausch zum Stadtumbau, Konzepte – Entwicklungen – Erfahrungen in Berlin
Der Bund stellte im Jahr 2007 insgesamt 535 Millionen Euro für die Programmbereiche Soziale Stadt, Stadtumbau Ost, Stadtumbau West, Städtebaulicher Denkmalschutz sowie für die allgemeine Städtebauförderung in Ost und West bereit. Auf der Tagung „Erfahrungsaustausch Stadtumbau“, ausgerichtet vom Institut für Städtebau der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung in Berlin, sollen vom 18. bis 20.02.2008 die Perspektiven der Förderung und die Möglichkeit einer Konzertierung der Förderprogramme erörtert werden. Mit den Förderprogrammen soll auch die bauliche Sicherung von Stadtbild prägenden Gebäuden weiter erleichtert werden. Anhand von Praxisbeispielen sollen diese und andere Themen ausführlich diskutiert werden. Weitere Informationen zur Tagung erhalten Sie hier.

Energiekonferenz 2008: Die Wohnungswirtschaft im Blickfeld der Politik – Energieeffizienz im Spannungsfeld von Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit
Die Energiekosten werden in den nächsten Jahren steigen. Mit der Modernisierung von Gebäuden lassen sich jedoch bis zu 90 Prozent der ursprünglich benötigten Heizenergie einsparen. Wärmedämmung, Nutzung von Sonnenenergie und effizienterer Heizungstechnik sind hier nur einige Stichworte. Die nun mehr vierte Energiekonferenz im EBZ zeigt, dass die Frage „ob“ sich Wohnungsunternehmen mit dem Thema beschäftigen, nicht mehr gestellt wird. Vielmehr lauten die Fragen: Was ist möglich? Was ist für ein Unternehmen und seine Bestände sinnvoll und zu welchen Kosten? Wie stellt sich die wirtschaftliche Seite der Modernisierung dar? Die Veranstaltung des EDZ in Kooperation mit dem VDW Rheinland Westfalen und techem am 20. Februar 2008 in Bochum soll vor allem Wohnungsunternehmen Instrumente und Qualifikationen an die Hand geben, um Gebäude im Bestand klimaschutztechnisch wirtschaftlich zu modernisieren. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Gründung eines Interkommunalen Städtenetzwerks Innenstadt
Die Probleme vieler Innenstädte in Nordrhein-Westfalen sind sehr ähnlich. An vielen Orten sind Trading-down-Effekte, Leerstände, Brachflächen, Defizite in der Gestaltungsqualität, Bevölkerungsschwund und Alterung der innerstädtischen Wohnbevölkerung oder auch die mangelnde Integration von Migranten zu beobachten. Allein ist es den meisten Städten oft nicht mehr möglich, alle diese Probleme effizient zu lösen. Auf Anregung des Ministeriums für Bauen und Verkehr NRW hat die Stadt Bocholt darum die Initiative zum Aufbau eines interkommunalen Städtenetzwerks Innenstadt NRW ergriffen, um diesen Effekten gemeinsam mit anderen Kommunen zu begegnen. Die Arbeit dieses Netzwerks soll mit einer Gründungsveranstaltung am 22. Februar 2008 in Münster beginnen. Aufgerufen sind alle Städte und Gemeinden des Landes NRW, unabhängig von ihrer Größe. Informationen zur Anmeldung und ergänzende Angaben zum Thema finden Sie hier.