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28.01.2013

Innovationsagentur: Workshop „Städtebauliche Verträge und Durchführungsverträge“
Städtebauliche Verträge werden in zahlreichen Stadterneuerungsmaßnahmen des Landes Nordrhein-Westfalen erforderlich, werfen aber im Hinblick auf ihre rechtssichere Ausgestaltung zahlreiche Probleme und Fragen auf. Vor diesem Hintergrund organisiert die Innovationsagentur Stadtumbau NRW am 28. Februar 2013 in Kooperation mit Fachanwalt Dr. Jens Wahlhäuser einen Workshop zum Thema „Städtebauliche Verträge – Inhaltliche und formale Anforderungen an die rechtssichere Ausgestaltung von städtebaulichen Verträgen und Durchführungsverträgen“. Neben einem differenzierten Einführungsvortrag von Dr. Wahlhäuser und der Diskussion von Detailfragen anhand eines Beispielprojektes besteht auch im Rahmen dieses juristischen Workshops der Innovationsagentur Stadtumbau NRW für die Teilnehmenden wieder die Möglichkeit, vorab konkrete Fragen einzusenden, an deren fundierter und differenzierter Klärung im Rahmen dieses Workshops ihnen gelegen ist. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind ab sofort per eMail unter der Adresse info@StadtumbauNRW.de möglich. Das Programm zum Workshop haben wir hier für Sie bereitgestellt.

Stadtumbau Hamm: Planungsoffensive soll an Erfolge anknüpfen
In Hamm wird im Rahmen des Stadtumbaus seit Jahren sehr erfolgreich die Aufwertung der Innenstadt vorangetrieben. Da überrascht es nicht, dass Hamm bereits zum vierten Mal in Folge als einer der Sieger des Wettbewerbs „Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW“ gekürt wurde. Damit erhält die Stadt 50.000 Euro für die weitere Stärkung der Innenstadt. Das Geld soll direkt in das neue Projekt zur nachhaltigen Stärkung der Innenstadt, das unter dem Motto „Hamm fit für die Zukunft“ steht, fließen.

Und dabei legt die Stadt ein beeindruckendes Tempo vor: Bereits am kommenden Sonntag den 3. Februar sind alle relevanten Akteure wie Einzelhändler, Gastronomen, Eigentümer oder Immobilienmakler eingeladen, im Rahmen einer Beteiligungsveranstaltung im Heinrich-von-Kleist-Forum ihre Ideen und Anregungen zur Stärkung und Aufwertung der Innenstadt einzubringen und zu diskutieren. Und auch die Innovationsagentur wird mit dabei sein – Geschäftsführer David R. Froessler wird die Veranstaltung moderieren.

Aber der Stadtumbau in Hamm wäre nicht so erfolgreich, würden die Verantwortlichen nicht gleichzeitig verschiedene Herausforderungen angehen. So wurden in der vergangenen Woche offiziell die Pläne zur Errichtung eines Studentenwohnheims im Innenstadtbereich bekannt gegeben. Bereits 2014 sollen hier dann knapp 100 attraktive Wohnungen für Studenten fertig gestellt sein, die ebenso bezahlbar wie komfortabel ausgestattet sein sollen – ein weiterer Schritt zur Stärkung des Hochschulstandortes Hamm.

Doch damit nicht genug – eine weitere Erfolgsmeldung konnte hinsichtlich der lange Zeit leer stehenden C&A-Immobilie verzeichnet werden: Das Gebäude soll zukünftig als Hotel genutzt werden, womit der Westeingang der City eine erhebliche Aufwertung erfährt. Alles in allem also eine ebenso ereignis- wie erfolgreiche Woche für den Stadtumbau in Hamm!

Weitere Informationen zur Beteiligungsveranstaltung „Hamm fit für die Zukunft“ finden Sie hier. Näheres zur Errichtung des neuen Studentenwohnheims finden Sie hier und falls Sie mehr erfahren möchten zur Nachnutzung der C&A-Immobilie, dann klicken Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Zurück aus der Versenkung
Zurück aus der Versenkung: Dies gilt nicht etwa für den Stadtumbau in Gelsenkirchen, der hier seit Jahren erfolgreich zur Aufwertung der Stadt beiträgt, sondern für die Neugestaltung des Heinrich-König-Platzes. Das 10,5 Mio. Euro teure Großprojekt sieht die umfassende Neugestaltung des Platzes in zentraler Lage vor, der Gelsenkirchen dann um eine Attraktion bereichern soll. Denn der Platz erscheint aktuell noch in 80er-Jahre-Optik und wird eher als Angstraum wahrgenommen. Dies soll sich nach der Umgestaltung grundlegend ändern: Dann wird der Platz nicht nur aus seiner aktuellen Versenkung auf das Niveau der umliegenden Straßen angehoben sein, es werden auch Wasserspiele, transparente Aufbauten, gläserne Entrees Richtung U-Bahn sowie eine hochwertige Pflasterung dem neuen und im wahrsten Sinne des Wortes „gelifteten“ Heinrich-König-Platz einen komplett neuen gestalterischen Charakter verleihen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stadtumbau Dortmund-Hörde: Öffnung des neuen Schulhofs zur Emscher
Im Rahmen des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Schulhofs der Phoenix-Schule in Dortmund-Hörde wurde in der vergangenen Woche der Entwurf von Rebekka Junge und Christine Wolf vom Bochumer Architektenbüro „wbp“ zum Sieger gekürt. Wenn die Pläne des Büros umgesetzt werden, dann wird es zukünftig einen fließenden Übergang vom Uferbereich der Emscher bis hin zum Schulhofgelände geben. Neben einem Parcours-Areal und Spielgeräten für die Schülerinnen und Schüler runden zwei großzügige Grünflächen, die bis zum Ortseingang reichen sollen, den Entwurf ab. Susanne Linnebach, Leiterin der Stadterneuerung im Dortmunder Stadtplanungsamt, begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass nun die große Chance bestehe, den „bisher brachliegenden Zwischenraum zu erschließen und den Phoenixsee mit Althörde zu verbinden“. Weitere Informationen finden Sie hier.

Dortmund-Nordstadt: DOGEWO entwickelt Schrottimmobilien zu Studentenwohnungen
Ungeklärte Eigentumsverhältnisse, überforderte Eigentümer, Profitgier, Insolvenz – dies sind nur einige Gründe für den zunehmenden Verfall von zahlreichen Wohnungen in der Dortmunder Nordstadt. Die Folge sind zahlreiche Schrottimmobilien, die sich negativ auf das gesamte Quartier auswirken. Die städtische Wohnungsgesellschaft DOGEWO hat nun den Kampf gegen den fortschreitenden Verfall aufgenommen und mehrere Problemimmobilien mit insgesamt 65 Wohnungen und 6 Ladenlokalen erworben. Noch sind diese Gebäude völlig unbewohnbar und in einem katastrophalen Zustand. Doch nach der aufwändigen Sanierung der sieben Häuser für insgesamt etwa 2 Mio. Euro sollen hier qualitätvolle Studentenwohnungen entstehen. Langfristiges Ziel der DOGEWO ist es, eine nachhaltige Aufwertung des Quartiers zu fördern. So sind in den erworbenen Immobilien zukünftig auch Büros für ein Quartiersmanagement und eine Kinderstube geplant. Weitere Informationen finden Sie hier.

Innenstadtsanierung Wetter: NRW-Bauminister Groschek lobt Entwicklung
NRW-Bauminister Groschek ist weiterhin in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens unterwegs, um sich vor Ort selbst ein Bild von den aktuellen Entwicklungen zu machen. In der vergangenen Woche machte Minister Groschek Station in Wetter und versicherte, dass die Landesregierung „die Baustelle Alt-Wetter nicht im Stich“ lassen werde und die Stadt mit weiteren Fördermitteln rechnen könne. Bauminister Groschek lobte explizit die Innenstadtentwicklung in Wetter, die unter anderem auch die Schaffung von neuem Wohnraum im Innenstadtbereich der Stadt beinhaltet. Als beispielhaft für andere Städte bezeichnete Groschek zudem das Bahnhofsquartier, in dem qualitätvolle kulturelle ebenso wie gastronomische Angebote vorzufinden sind. Weitere Informationen zu dem Besuch des Ministers in Wetter und den dortigen erfolgreichen Projekten finden Sie hier.

Stadtmarketing Mülheim an der Ruhr: Neuer Imagefilm und eine Online-Stadtgalerie
In enger Kooperation mit lokalen Unternehmen hat die Stadt Mülheim an der Ruhr einen neuen Imagefilm gedreht und verfolgt damit einen modernen Ansatz des Stadtmarketings, der immer populärer wird. Laut Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld müsse die moderne Form der Stadtwerbung kurzweilig und unterhaltsam sein und neugierig machen. So hat man sich für bewegte Bilder entschieden und den neuen Stadtfilm, der im Kontext der „Wertstadt“ steht, mit Unterstützung der mediaprint.tv GmbH aus Paderborn gedreht und nun gemeinsam mit einer neuartigen Online-Stadtgallerie im Internet veröffentlicht, in der sich auch lokale Unternehmen präsentieren. Diese Stadtgallerie bietet 20 in Mühlheim ansässigen Unternehmen Raum, sich ebenfalls in unterschiedlichen Kurzfilmen zu präsentieren. Für die Zukunft ist geplant, den Imagefilm neben klassischen Veröffentlichungsformen z.B. auf Messen oder Veranstaltungen auch über moderne Kommunikationskanäle wie youtube, myspace oder facebook zu bewerben. Den neuen Film und die Online-Stadtgallerie können Sie sich hier online anschauen.

Stadterneuerung NRW: „Ab in die Mitte“-Sieger ausgezeichnet
Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr hat in der vergangenen Woche die Sieger des Wettbewerbs „Ab in die Mitte! – Die City-Offensive NRW“ für das Jahr 2013 bekannt gegeben. Ausgezeichnet wurden Projekte, die sich im Spannungsfeld von Stadttourismus und Handel, Erlebnis und Wohlfühlen bewegen. Die zwölf Städte Bielefeld, Bünde, Hamm, Kleve, Lünen, Neukirchen-Vluyn, Paderborn, Radevormwald, Solingen, Velen, Wesel sowie Winterberg teilen sich nun die Fördersumme von insgesamt 453.700 Euro.

Die Stadt Bielefeld wurde für das Projekt „unglaublich.kesselbrink – vom UnOrt zum InOrt“ ausgezeichnet, welches das „Einwachsen“ des Platzes Kesselbrink in das Innenstadtgefüge als zentrales Ziel des Stadtumbaus formuliert hat.

Hamm erhielt die Auszeichnung für das Projekt „Innenstadtentwicklung Hamm 1a-20-30“, einer gemeinschaftlichen Allianz zur Stärkung der Innenstadt, an der private Akteure, Stadtmarketing, Stadtplanung sowie Wirtschaftsförderung gemeinsam partizipiert haben.

Und auch in Lünen war die Freude über die Auszeichnung groß. Hier wurde das Projekt „Lüner Augenblicke – Lünen im Fluss“ ausgezeichnet, das die geschichtliche und identitätsstiftende Funktion der Lippe sowie besonderer Orte im Innenstadtbereich aufgreift und mit Maßnahmen des Stadtumbaus verknüpft.

Weitere Details zu den beispielhaften Sieger-Projekten finden Sie hier.

Stadterneuerung NRW: Reaktionen auf Einsparungspläne der Landesregierung
Nicht nur in Grevenbroich sorgt die Ankündigung der Landesregierung, deutliche Einsparung bei der Städtebauförderung vorzunehmen, für Sorge. Dort sollten in diesem Jahr die ersten Fördermittel für das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept“ [INSEK] zur Aufwertung der Innenstadt fließen, doch vor dem Hintergrund der geplanten Einsparungen herrscht nun Unsicherheit, ob diese Mittel tatsächlich zur Verfügung gestellt werden. Mit diesen Sorgen sind die Grevenbroicher nicht allein, denn von den insgesamt über 150 Mio. Euro, die 2013 im NRW-Landeshaushalt eingespart werden sollen, sollen knapp 21 Mio. Euro bei Landesmitteln für die Stadterneuerung eingespart werden. Vor diesem Hintergrund ist die Enttäuschung des Grevenbroicher CDU-Chefs verständlich: „Das Versprechen, die Städte und Gemeinden zu unterstützen, wird nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Landesregierung lässt uns weiter im Stich", so lautet sein persönliches Fazit. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Wohnraumförderung NRW: Die Landesregierung plant eine Neuorientierung
Weniger Eigenheim – mehr sozialer Wohnungsbau. So kann man die geplante Neuorientierung der NRW-Wohnraumförderung grob zusammenfassen. Etwas differenzierter betrachtet plant die Landesregierung nach Aussage von NRW-Bauminister Groschek unter anderem eine deutliche Einschränkung der Eigenheimförderung. Diese sollen zukünftig nur noch in Regionen mit Bevölkerungswachstum gefördert werden. In Schrumpfungsregionen hingegen soll der Förderschwerpunkt auf der energetischen und barrierefreien Gestaltung und Aufwertung von Wohnquartieren liegen, der Wohnraum aber gleichzeitig bezahlbar bleiben. Darüber hinaus soll der soziale Wohnungsbau deutlich mehr Priorität erhalten, da laut Groschek sonst die „soziale Spaltung in Beton gegossen wird“. Weitere Informationen zu den neuen Förderplänen der Landesregierung finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Wohnen auf dem Hochbunker
Ein Beispiel für eine ebenso innovative wie spektakuläre Umnutzung eines Bunkers zu einem Wohngebäude bietet sich dem Betrachter im Hammer Stadtteil Rothebach. Ein privates Ehepaar hat sich hier mit der Unterstützung des Bonner Architekturbüros „Amort“ für den Bau eines Einfamilien-Penthouses in über 13 Metern Höhe entschieden. Dabei wurde das Penthouse auf einen Hochbunker gesetzt, der damit selbst als zeitgeschichtliches Dokument äußerlich völlig unverändert bleibt, durch den Aufbau und die neue Nutzung jedoch gleichzeitig städtebaulich und funktional wieder in das Quartier integriert werden konnte. Neben der spektakulären architektonischen Gestaltung wurde bei dem Bau der Fokus auf energieeffiziente und klimaschonende Konzepte und Gestaltung gelegt. Ausführliche Informationen zu diesem erstaunlichen und sicherlich sehr sehenswerten Projekt der Woche finden Sie hier.