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28.02.2011

Kooperation konkret: Neuer Bürgerverein für die Innenstadt in Altena gegründet
Die Stadt Altena, die sehr stark von Prozessen wirtschaftlichen und demografischen Wandels betroffen ist, macht wieder einmal als Innovationsträger in Sachen „bürgerschaftliches Engagement“ auf sich aufmerksam. Der Einladung von Bürgermeister Dr. Hollstein folgten rund 90 Händler, Hauseigentümer, Politiker und Bürger, um über die weitere Entwicklung der Innenstadt und des Stadtumbaus zu diskutieren. Mit der Bundesinitiative "Kooperation konkret" hat Altena Aussicht auf eine Förderung für sein Projekt: "Lennestraße - wir reduzieren den Leerstand". Die Bürgerschaft soll mit diesem Projekt aktiv an der Bewältigung des Leerstandsproblems beteiligt werden. Dazu sollen im Rahmen der Umsetzung auch weitere Förderprogramme genutzt werden. Dies gilt beispielsweise für Förderprogramme des Bundes wie BIWAQ, 55 plus und die Integration von jungen Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt, um die am Projekt teilnehmenden Menschen zu qualifizieren. Und Altena wäre nicht Altena, wenn es nur beim Reden geblieben wäre: Rund 20 Bürger meldeten sich spontan als Keimzelle eines neuen Vereins zu Förderung der Innenstadt. Ausführliche Informationen zu dieser erfreulichen Entwicklung finden Sie hier.

In Bochum werden 16 Brücken mit Mitteln des Stadtumbaus zu Kunstobjekten umgestaltet
Die Stadt Bochum geht neue Wege bei der Gestaltung des Stadtraums: Mit dem Projekt „KunstLichtTore“ werden die Brücken und Unterführungen, durch die Besucher in die Innenstadt kommen, mit Hilfe von Lichtinstallationen nicht nur sicherer und nutzerfreundlicher gestaltet, sondern erhalten zugleich ein jeweils eigenes und unverwechselbares Gesicht. Sechs solchermaßen gestaltete Eingangstore in die Stadt lassen sich, vor allem Dank der Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau West wie auch privater Spenden, bereits besichtigen. Weitere 10 werden nach den Plänen der Stadt noch folgen. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier – einen Eindruck davon, wie schwierig es sein kann, solche innovativen Projekte an die Bürgerschaft zu vermitteln, gibt Ihnen dieser Artikel und die durch sein Erscheinen ausgelöste aktuelle „bürgerschaftliche Online-Debatte“.

Projekt der Woche: Jugendliche Zwischennutzer und Stadtdetektive in Spangenberg
Das Projekt der Woche führt diesmal ins hessische Spangenberg, das sich zum Mekka kreativer und engagierter Kinder- und Jugendbeteiligung entwickelt hat. Mit Unterstützung durch das ExWoSt-Modellvorhaben „Jugend zurück in die Stadt“ wurden im Rahmen eines groß angelegten „Stadterkundungstages“ 16 Teilräume durch Kinder und Jugendliche kreativ umgestaltet. Was als eintägiger Event begann, konnte zu erfolgreicher Projektentwicklung mit Kindern und Jugendlichen verstetigt werden: Die Gestaltung eines Jugendraums in einem leerstehenden Schulgebäude, die Gründung einer kleinen Eventfirma zur temporären Wiederbelebung eines ehemaligen Hotels durch 55 Schüler und der Aufbau eines nun dauerhaft aktiven Jugendgremiums sind nur einige Stationen dieses ausgesprochen erfolgreichen und dynamischen Prozesses. Eine ausführliche Beschreibung und Links zu verschiedenen Internetpräsentationen zu diesem Projekt haben wir hier für Sie bereitgestellt.

Kommunaler Nachhaltigkeitscheck für „Demografierobuste Infrastrukturplanung“
Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner hat über mehrere Jahre an der Entwicklung eines webbasierten Nachhaltigkeitschecks für eine demografierobuste und flächensparsame Infrastrukturplanung gearbeitet, das auch in der Lage sein soll, auf kurzfristig entstehende demografische Veränderungen zu reagieren. Das Modell [ESYS], das nun online ist, soll die traditionelle Infrastrukturplanung und deren formale Bewertungssysteme [Kosten-Nutzen-Analysen] nicht ersetzen, sondern soll sie hinsichtlich nachhaltiger Zielsetzungen komplementär ergänzen und damit als zusätzliche Entscheidungshilfe dienen. Wenn Sie das System näher kennenlernen und ausprobieren möchten, können Sie sich online zur Benutzung freischalten lassen und anschließend nicht nur das neue System ausprobieren, sondern den Entwicklern auch Feedback dazu geben. Nähere Informationen zu diesem Forschungsprojekt und seinen mittlerweile vorgelegten Ergebnissen wie auch den Link zur Online-Registrierung für dieses System finden Sie hier.

Tagung: BürgerInnen machen Stadt? Zivilgesellschaft und ihre kommunalpolitische Bedeutung
Die Heinrich Boell Stiftung NRW befasst sich im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung [24. und 25. März 2011] in Köln mit der immer wichtiger werdenden Ressource „Bürgerschaftliches Engagement“ und der Rolle, die solches Engagement in der aktuellen Stadtgesellschaft und angesichts der großen aktuellen Herausforderungen für lokale Politik spielen kann. Interessant sind neben thematischen Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aspekten des Themas insbesondere eine ganze Reihe von Exkursionen zu lokalen Projekten in Köln, die eine Fülle von Themen und Handlungsfeldern abdecken, in denen bürgerschaftliches Engagement dort erfolgreich tätig ist. Ausführliche Informationen zum Programm sowie ein Anmeldeformular finden Sie hier