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28.03.2011

Förderung für gemeinschaftliche Projekte durch Immobilienbesitzer und Mieter im Dortmunder Stadtumbaugebiete „Rheinische Straße“
Einen innovativen Ansatz zur Förderung privater Investitionen in den Wohnungsbestand von Einzeleigentümern und zugleich zur Steigerung der Wohn- und Lebensqualität in einem durch starke Desinvestition gekennzeichneten Stadtumbaugebiet hat die Stadt Dortmund entwickelt: Im Rahmen eines gezielten Förderangebotes und betreut durch einen Quartiersarchitekten werden Hausgemeinschaften – Eigentümer und Mieter – gesucht, die gemeinsam ihr Gebäude oder ihren Freiraum weiterentwickeln wollen. Ob es sich um die Einrichtung einer Gästewohnung, die Schaffung eines Gemeinschaftsraumes, die Um- oder Neunutzung eines Hinterhofgebäudes oder des Dachbodens oder auch die Schaffung von Barrierefreiheit handelt: Wenn Mieter und Eigentümer gemeinsam eine überzeugende Idee entwickelt haben, hilft der Quartiersarchitekt bei der weiteren Umsetzungsplanung und der Suche nach Fördermöglichkeiten und auch aus Mitteln des Stadtumbaus können je Projekt bis zu 5.000 Euro Förderung bereitgestellt werden. Nähere Informationen zu diesem vielversprechenden Ansatz finden Sie hier.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Gelsenkirchen ist Modellkommune
Schon in den Jahren 2008 und 2010 wurde Gelsenkirchen von der Deutschen Kommission der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur [UNESCO] als Stadt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. AmFreitag, den 18. März 2011, wurden nun bei einem Workshop in den Räumen der Gelsenwasser AG die Grundlagen für die zukünftigen Aktivitäten erarbeitet. Jetzt gilt es, im Rahmen des Modellprojektes Quasi BNE [Qualitätssicherung in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung] einen Aktionsplan zu entwickeln, um die Qualität der Bildungsarbeit zu sichern und das bereits bestehende Netzwerk auszubauen. Gleichzeitig erhielt Oberbürgermeister Frank Baranowski aus den Händen von Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung, das UN-Banner und ein Logo, die Gelsenkirchen als Modellkommune ausweisen. Gelsenkirchen ist damit die einzige Stadt im Ruhrgebiet, die den Titel Stadt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ führen darf. Nähere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier, einen kurzen Film zur feierlichen Veranstaltung am 18. März 2011 können Sie hier ansehen.

Erfolgreiche Aktivierung privater Akteure durch einen Verfügungsfonds zur Revitalisierung der Innenstadt in Radevormwald
Die Stadt Radevormwald, Mittelzentrum im Oberbergischen Kreis, gehört zu den ältesten Siedlungen im Bergischen Land. Der Marktplatz mit seinem historischen Grundriss und der Ortsbild prägenden Randbebauung in der ortstypischen Bauweise mit Schieferverkleidung stellt den räumlichen Mittelpunkt der Innenstadt dar, die durch Handel in den Erdgeschossbereichen und Wohnen über den Ladenlokalen geprägt ist. Steigender Einzelhandelsleerstand, befördert durch den Wegzug eines Lebensmittel-Vollsortimenters im Jahr 2008, führte auch hier zu strukturellen und städtebaulichen Defiziten. Die erschwerte Erreichbarkeit und mangelhafte Verkehrsführung in der Innenstadt schwächen den Gesamtstandort ebenso wie Sanierungsbedarf im Altbaubestand und Defizite im Hinblick auf das Sicherheitsempfinden und das Gesamtimage der Innenstadt. Diese Situation soll nun durch ein professionelles City-Management – insbesondere für ältere Bewohner und für Familien, aber auch für Besucher und Kunden mit Kindern – verbessert werden. Dazu wurde das Gremium "Runder Tisch Innenstadt" mit Bürgerinnen und Bürgern, Planungsfachleuten sowie Vertretern aus Politik, Verwaltung und Verbänden gegründet. Einen wichtigen Meilenstein in diesem kooperativen Erneuerungsprozess stellte die Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ im Jahr 2010 dar. Im Februar 2011 wurde nun der Verein City-Management Radevormwald e.V. gegründet. Bereits in diesem frühen Stadium sind die notwendigen finanziellen Mittel Privater für die Instrumente City-Management und Verfügungsfonds sichergestellt und sogar übertroffen. Ausführliche Informationen zu diesem Projekt wurden nun von der Bundestransferstelle "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" hier bereitgestellt.

Stadtvisite Hamm: Entdeckung des Stadtumbaugebiets und Vermittlung von Stadtentwicklungsprozessen im Rahmen eines zweitägigen Rollenspiels
Bevor mit dem NewsService der nächsten Woche ein umfassender Good Practice Reader zum Thema „Jugendbeteiligung“ veröffentlicht wird, demonstriert ein letztes „Projekt der Woche“ in dieser Schwerpunktreihe einen sehr kreativen Beteiligungsansatz aus Hamm: Im Rahmen der Kampagne „Ab in die Mitte – Herzschlag Hamm“ untersuchten Kinder und Jugendliche als "Assistenzärzte" das „neue“ Bahnhofsviertel von Hamm und haben den Herzschlag ihrer Stadt gemessen. Kulturelle Einrichtungen und öffentliche Gebäude im Bahnhofsviertel wurden besucht und im Rahmen einer Stadtvisite untersucht. In Form eines „Rollenspiels“ wurden den Kindern und Jugendlichen so wesentliche Schritte zum „Sehen Lernen“ ihrer Stadt vermittelt. Dem jungen Team aus "Assistenzärzten" wurde in diesem Zuge ermöglicht, aus einer anderen Perspektive kritisch über den Stadtaufbau [die Anatomie], die Stadtbewegung [die Physiologie] und insbesondere über das Stadtleben [die Stadtbiologie] sowie über einzelne Gebäude [Patienten] inklusive ihrer Aufgabe und Funktion [Krankheiten] zu diskutieren. Der medizinische Zugang ließ „Fremdes“ dabei sehr greifbar werden und regte bei den Kindern Interesse, Phantasie und Begeisterung an, um sich mit ihrer Stadt auseinanderzusetzen, Elemente ihres Umfeldes unter Anleitung zu bewerten und auch erste Lösungen [Therapien] zu entwickeln. Eine ausführliche Beschreibung dieses innovativen und kreativen Beteiligungsansatzes finden Sie hier.

Videos zur Tagung „Jugend macht Stadt“ nun online
Passend zur aktuellen Schwerpunktreihe in den „Projekten der Woche“ und zum neuen Good Practice Reader zur Jugendbeteiligung gibt es nun einen weiteren interessanten und für die lokale Praxis anregenden Input des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR]: Im Rahmen einer Tagung im Oktober 2010 wurde mit zahlreichen Beiträgen und Beispielen gezeigt, welche Potenziale durch eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen für Stadtentwicklung und Baukultur entstehen können. Zu dieser Tagung, die im Rahmen des ExWost-Schwerpunktes „Jugendliche in der Stadt“ von Jugendlichen aus den Modellvorhaben vorbereitet und aktiv mitgestaltet wurde, sind nun verschiedene Videobeiträge online gestellt worden, die sowohl Vorträge als auch innovative Projekte präsentieren. Den Link zu diesen Videos finden Sie hier.

Dokumentation zur Tagung „Das Zentrenprogramm – Werkzeuge für die Umsetzung“ online
"Das Zentrenprogramm - Werkzeuge für die Umsetzung" lautete der Titel der dritten Transferwerkstatt der Bundestransferstelle "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". Sie fand am 3. und 4. Februar 2011 in Hallstadt bei Bamberg statt und war mit rund 100 Teilnehmenden aus Bund, Ländern und Programmkommunen sehr gut besucht. Bei dieser Tagung standen Wissenstransfer und Austausch über konkrete Instrumentenfragen ebenso im Mittelpunkt wie die Klärung praktischer Fragen der Umsetzung, des Projektmanagements und der Ausgestaltung von Verfügungsfonds. Nähere Informationen zur Tagung und den Link zum Download der Dokumentation finden Sie hier.