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28.04.2008

Die Partnersuche für 24 bewilligte URBACT II Netzwerke ist eröffnet
 Im Rahmen der Veranstaltung „NRW goes Europe“ am 7. April 2008 hat die Innovationsagentur alle interessierten Städte des Landes über die Möglichkeiten und die Chancen einer Teilnahme an europäischen Austauschprozessen zu Fragen der Stadterneuerung informiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Förderung im Rahmen des neuen URBACT II Programms, das thematische Netzwerke zu verschiedenen thematischen Aspekten fördert. Am 19. April 2008 erhielten die ersten 24 europäischen Netzwerke eine Förderzusage, so dass sie nun mit der weiteren Netzwerkentwicklung beginnen können. Jedes dieser Netzwerke kann noch 5 bis 7 weitere Partner aufnehmen. Daher ist für interessierte Kommunen jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich über die Themen und bisherigen Partner der bewilligten Netzwerke zu informieren und bei Interesse an einer Teilnahme die jeweiligen Lead Partner zu kontaktieren. Eine Übersicht über die bewilligten Netzwerke sowie die Kontaktadressen der jeweiligen Lead Partner finden Sie hier.

Ziel 2-Veranstaltung zu Monitoringbögen in Dortmund
 Der Informationsbedarf der nordrhein-westfälischen Kommunen zum Ziel 2 Programm der Europäischen Union ist nach wie vor sehr groß. Am 16. April veranstaltete das Ministerium für Bauen und Verkehr [MBV] eine Schwerpunktveranstaltung zu den Monitoring-Bögen, die im Rahmen der Ziel 2-Förderung angewendet werden müssen. Neben zahlreichen kommunalen Vertretern waren auch die Bezirksregierungen anwesend. 57 Städte und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen haben mittlerweile das EU-Testat von der IntermAg bekommen, davon sind zehn auch im Programm Stadtumbau West tätig. Neben allgemeinen Fragen zum Förderprogramm und zu Finanzierungsmodalitäten konnten wichtige Details der Monitoring-Bögen geklärt werden. Die aktualisierten Folien der Präsentation von Herrn Jasper mit allen wichtigen Fragen und ausführlichen Antworten sollen in Kürze hier auf der Homepage des MBV zur Verfügung gestellt werden. Weitere Informationen rund um das Thema Ziel 2 gibt es auf einer eigenen Homepage, die Sie hier finden können.
Die Agentur vor Ort: Planungswerkstatt Neugestaltung Springerplatz in Bochum
 Da der Springerplatz im Bochumer Stadtumbaugebiet Westend in die Jahre gekommen ist, bot das Stadtumbaumanagement im Quartier am 7. April eine entsprechende Planungswerkstatt an. Das Angebot erfreute sich einer regen Teilnahme durch die Anwohner des Springerplatzes. In drei Teams diskutierten die einzelnen Teilnehmer die ersten Vorschläge des Planungsbüros Davids, Terfrüchte und Partner. Als Ergebnis dieser drei sehr engagierten Diskussionsworkshops kann man vor allem die Forderung nach einer qualifizierten Umgestaltung des dortigen Bunkers, sowie die bedarfsgerechte Umgestaltung des Springerplatzes für unterschiedliche Nutzergruppen festhalten. In Zukunft soll der jetzt vor allem zum Parken genutzte Platz wieder mehr Aufenthaltsqualitäten bekommen und das Parken von außerhalb einschränken. Die umfangreichen Anregungen der Diskussionen wird das Planungsbüro für weitere Entwurfsvorschläge verwenden, die Mitte Juni in einer weiteren Veranstaltung diskutiert werden sollen. Das Stadtumbaumanagement hofft auch für zukünftige Aktivitäten dieser langfristigen Planungen zur Umgestaltung des Quartiers auf eine weiterhin sehr rege Beteiligung. Für weitere Informationen zu nächsten Terminen und den aktuellen Stand der Planungen können Sie das Stadtumbaumanagement per E-Mail unter der Adresse stadtumbau@springerplatz-bochum.de erreichen.
Projekt der Woche: Solinger Spar- und Bauverein – Mehr Transparenz durch konsequentes Wohnungsmarkenkonzept
 Die Wohnwünsche eines jeden einzelnen werden immer komplexer und orientieren sich an sehr unterschiedlichen Ausgangslagen. Auf der Anbieterseite stehen viele Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, die versuchen, ihre Bestände für den Markt weiterhin attraktiv zu halten. In Solingen hat der Spar- und Bauverein deswegen eine Klassifizierung seiner Wohnungsbestände vorgenommen. Der Kunde kann sich nun zwischen vier unterschiedlichen, individuellen Marken entscheiden. Die Marken bieten von günstigen Wohnungen für junge Starterhaushalte und große Familien über altengerechte Wohnungen, bis hin zum oberen Segment für gehobene Wohnwünsche eine breite Palette an Möglichkeiten. Ausführliches zu den einzelnen Marken und zum Konzept finden Sie hier im Projekt der Woche.

43. Tagung des Deutsch-Österreichischen URBAN-Netzwerkes: Verknüpfung von Stadtentwicklung und Wohnungswirtschaft
Die Verknüpfung von Stadtentwicklung und Wohnungswirtschaft ist von großer Bedeutung für die Zukunft der Städte. Die europäischen Städte erleben dramatische Veränderungen ihrer Entwicklungsperspektiven. Demographischer Wandel, knappe Ressourcen und Konkurrenz von Standorten, aber auch Stadtumbau, neue Akteurskonstellationen, Partnerschaften und Handlungsinstrumente prägen die Diskussion um ihre Zukunft. Die Wohnungswirtschaft übernimmt hier zunehmend eine zentrale Rolle im Kontext von Stadtentwicklung und Stadterneuerung. Mit eigenen Ressourcen und Projekten bringt sie sich in den Quartieren und auf gesamtstädtischer Ebene in die Veränderung von Stadt ein. Neue Kooperationsformen werden erprobt, modellhafte Projekte aufgelegt, verbindliche Formen von Zusammenarbeit etabliert und weiterentwickelt. Gleichzeitig spielt die verantwortliche Einbindung privatwirtschaftlicher Akteure in öffentliche Fördermaßnahmen eine große Rolle. Um den vielschichtigen Erfordernissen auf dem Wohnungsmarkt gerecht zu werden und gezielt agieren zu können, werden von den Ländern und den Kommunen neue Instrumente entwickelt und zur Anwendung gebracht. Von zentraler Bedeutung ist auch das gesamte Themenfeld „Bildung und Neuorganisation von sozialer Infrastruktur“, zu dem konkrete Handlungsmöglichkeiten vorgestellt werden sollen. Mehr Details zur Tagung des URBAN-Netzwerkes und der Stadt Dortmund am 29. und 30. Mai in Dortmund finden Sie hier.

Sakralbauten und Moscheekonflikte. Zur Formgebung religiöser Freiheit
Fast überall, wo weithin sichtbar Moscheen entstehen, gibt es heute Proteste und Konflikte, die bis zur Einschränkung der Religionsfreiheit führen können. Minarett und Kuppel gelten als typische Merkmale der Moschee, es entstehen jedoch auch Alternativen, die sich von dieser traditionellen Symbolik lösen. Die mit Architekten, Stadtplanern, Kulturwissenschaftlern, Juristen und politischen Entscheidungsträgern hochrangig besetzte Tagung diskutiert solche Formgebungen im Kontext neuer Bauten für andere Glaubensgemeinschaften und fragt, wie die Auseinandersetzung über die Gestalt von Sakralbauten zur Entspannung kultureller Anerkennungskonflikte beitragen kann. Eine Ausstellung im Foyer der Philharmonie Essen begleitet die interdisziplinäre Tagung am 5. und 6. Mai in Essen, die in dieser Form erstmals in Deutschland stattfindet. Weitere Informationen und Anmeldungsformulare für die Veranstaltung, die vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und von frei04-publizistik aus Stuttgart ausgerichtet wird, finden Sie hier.

Wohnwünsche und Bedürfnisse von Migranten – Erfahrungen, Ansätze, Strategien
Die zunehmende Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund in den zentrumsnahen Wohngebieten der Städte bringt einen ganz nah an aktuelle Leitbilder einer kompakten Stadt der kurzen Wege und der Nutzungsmischung im Städtebau. So lässt sich also scheinbar mit Migrantinnen und Migranten Stadt machen. Das Seminar „Wohnwünsche und Bedürfnisse von Migranten“ am 15.Mai in Bochum gibt eine erste Orientierung zum Thema, vermittelt wichtige Fakten und Daten und sensibilisiert die Wohnungsunternehmen für eine bessere Vorbereitung, Planung und Durchführung strategischer und sozial sinnvoller Maßnahmen. Weitere Informationen zur Veranstaltung des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft [EBZ] finden Sie hier wie gewohnt auf unserer Homepage.

Innenstädte: Trends – Perspektiven – Handlungsfelder
Nach einer für viele Innenstädte schwierigen Phase mit Identitätsverlusten, Entmischung, Verödung, Abwanderung und architektonischer Gestaltlosigkeit wird aktuell häufig von einer Renaissance dieser zentralen Stadträume gesprochen. Die „Leipzig-Charta“ der EU vom Mai 2007 sieht hierfür sogar europaweit positive Anzeichen. Der Bund ist inzwischen mit einem Programm zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik aktiv geworden. Angesichts der sich verschärfenden interkommunalen Konkurrenz erkennt man zusehends die Bedeutung attraktiver Innenstädte für eine positive Entwicklung der Stadt insgesamt. Es eröffnen sich vielfältige Handlungspotenziale, die im Rahmen integrativer Entwicklungskonzepte und -projekte genutzt werden müssen. Erforderlich sind dabei nicht nur beträchtliche öffentliche Investitionen, sondern immer mehr auch die Aktivitäten privater Investoren, die über vielfältige Maßnahmen versuchen, den innerstädtischen Raum aufzuwerten und zu „bespielen“. Hohe Besucherzahlen in vielen Städten belegen, dass Innenstädte peripheren Kunstwelten des Handels und der Freizeit den Rang ablaufen können. Detaillierte Informationen zur Veranstaltung des difu am 19. und 20. Mai in Berlin finden Sie hier.

Städtebau und Vergaberecht – Aktuelle und neue Entwicklungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im Städtebau
Öffentliche Aufträge im Baubereich haben sowohl auf europäischer Ebene als auch im nationalen Wettbewerb eine sehr hohe wirtschaftliche Bedeutung. Deshalb bedarf es umfangreicher Regelungen. Die Europäische Kommission hat sich dieser Aufgaben angenommen und entsprechende Richtlinie
erlassen, um einen marktgerechten Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt gewährleisten zu können. Bedingt durch die Komplexität des Verfahrens kommt es bei der öffentlichen Auftragsvergabe zu Umsetzungsschwierigkeiten, die zu Wettbewerbsverzerrungen und damit zu rechtlichen Problemen führen können. In diesem komplizierten und rechtlich umstrittenen Spannungsfeld liegt der besondere Fokus der Tagung auf dem Vergaberecht im Städtebau. Aufbauend auf den aktuellen Entwicklungen der Vorschriften auf europäischer und nationaler Ebene sowie Schlussfolgerungen aus den Rechtsprechungen des EuGH werden die Anforderungen an die Vergabe öffentlicher Aufträge im Städtebau vorgestellt und diskutiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Anwendung des Vergaberechts bei städtebaulichen Verträgen, PPP und Business Improvement Districts. Von besonderem Interesse und großer Aktualität ist dabei die Korruptionsprävention bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und die möglichen Fehlerfolgen hinsichtlich Schadensersatz und Amtshaftung. Mehr Informationen zum Seminar des Instituts für Städtebau der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung am 19. und 20. Mai in Berlin finden Sie hier.