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28.09.2009

Steinheim-Tag: Reportage zu einer erfolgreichen Veranstaltung am 19. September 2009

Der Stadt Steinheim ist es wieder einmal gelungen, ein großes Engagement der Stadtbevölkerung zu wecken und mit dem Steinheim-Tag zahlreiche neue Ideen und Unterstützungsangebote zu erreichen. Am Samstag, den 19. September 2009, fand diese stadtweite Beteiligungsveranstaltung statt, die gemeinsam von der Stadt Steinheim und der Innnovationsagentur Stadtumbau NRW organisiert wurde. Bereits im Vorfeld wurde ein Malwettbewerb zur Zukunft der Stadt ausgeschrieben, an dem sich mehr als 140 Schülerinnen und Schüler beteiligt hatten. Alle Beiträge wurden vor dem großen Tag eine Woche lang in den Schaufenstern der Steinheimer Innenstadt ausgestellt und von den Bürgern der Stadt bewertet. So konnte Bürgermeister Franzke den Steinheim-Tag mit der Vergabe von Preisen beginnen, bevor die gemeinsame Arbeit zu vier Themen des Steinheimer Stadtumbaus in leer stehenden Ladenlokalen der Innenstadt begann. Beim gemeinsamen Grillen zum Ausklang eines bewegten Tages waren sich alle Organisatoren und Teilnehmer einig: In Steinheim lässt sich was bewegen – mit einer so engagierten Stadtgesellschaft kann man auch in schwierigen Zeiten eine neue Zukunft für diese sympathische Stadt schaffen. Die Reportage zum Steinheim-Tag informiert sie hier über die wichtigsten Inhalte und Ergebnisse des Tages und präsentiert ihn auch in zahlreichen Bildern.

Hundert Feuer in Tossehof - Mexikanischer Wandmaler gestaltet Grundschule
Nachdem bereits in den vergangene Monaten erfolgreich mit den Erneuerungsmaßnahmen für das Schulgelände der städtischen Grundschule am Dörmannsweg im Gelsenkirchener Stadtumbau-Quartier Tossehof begonnen wurden, gelang es dem Quartiersbüro nun, ein besonderes Highlight zu setzen. Durch einen glücklichen Umstand gelang es, den mexikanischen Maler Pedro Javier Campos Gaspar, der sich unter dem Namen Cienfuegos [hundert Feuer] einen Namen gemacht hat, für die Gestaltung einer Turnhallenwand zu gewinnen. In Kooperation mit den Schülern entstand innerhalb kürzester Zeit ein imposantes Wandgemälde, das nicht nur optisch, sondern auch soziokulturell einen bedeutenden Beitrag zum Stadtumbau in Gelsenkirchen darstellt und das am vergangenen Freitag unter großer Beteiligung eingeweiht wurde. Weitere Informationen zum Stadtumbaugebiet Tossehof finden Sie hier.

Ergebnisse der Transferwerkstatt „Rechtliche Aspekte des Stadtumbaus“ online
Am 15. September 2009 fand in Fulda die dritte Transferwerkstatt der Bundestransferstelle Stadtumbau West statt, die unter dem Thema „Rechtliche Aspekte des Stadtumbaus in West und Ost“ stand. Ziel der Veranstaltung war es, einen Überblick über rechtliche Aspekte des Stadtumbaus zu geben und Problemstellungen sowie Lösungswege anhand von konkreten Praxisbeispielen in West- und Ostdeutschland vorzustellen und zu erörtern. Die Veranstaltung gliederte sich in mehrere Themenblöcke: Nach einem Überblicksreferat wurde an dem westdeutschen Beispiel Bremerhaven und dem ostdeutschen Beispiel Leipzig der Einsatz des zur Verfügung stehenden Instrumentariums präsentiert. Am Nachmittag erfolgte eine inhaltliche Vertiefung zu den Themenstellungen des Umgangs mit verwahrlosten Immobilien und der Förderung von privaten Initiativen im Stadtumbau. Die Bundestransferstelle hat die Ergebnisse dieser Werkstatt bereits online gestellt, so dass Sie sich hier über Inhalte und Ergebnisse der Veranstaltung informieren können.

minibib statt Bücherbus“: Modell einer innovativen Mini-Stadtteilbibliothek
Im Rheinland wie im Ruhrgebiet haben „Büdchen“ Tradition und sind dort selbstverständlicher Teil der infrastrukturellen Grundausstattung. Im Kölner Stadtgarten ist vor kurzem ein Büdchen der besonderen Art aufgestellt worden: Hier gibt es keine Süßigkeiten, Bier oder Sprudel, sondern Bücher. Es handelt sich um die „minibib“, eine kleine Dependance der Stadtbibliothek in idyllischer Lage. Die bundesweit einmalige Initiative zur Leseförderung verleiht Bücher auf Vertrauensbasis - ohne Gebühren und ohne Ausweis. Zudem ist das außerordentlich gelungene „Lesezeichen“ praktisch gebaut, sieht gut aus und integriert sich bestens in seine grüne Umgebung. Es stellt damit auch eine kostengünstige und innovative Variante der Stadtteilbücherei dar, die auch in Quartieren des Stadtumbaus zur Verbesserung des Infrastrukturangebots und zur Schaffung eines weiteren Alleinstellungsmerkmals und damit einer Verbesserung des Images einen Beitrag leisten könnte. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Internationale Stadtquartiere – Potenziale und Aktivitäten von MigrantenInnen für eine integrierte Stadtentwicklung
Die Bedeutung der Themen Migration und Integration wird im Rahmen der Stadtentwicklung in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Aktuelle Schätzungen prognostizieren für einzelne Städte einen Zuwachs der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bis zum Jahr 2030 auf über 40 Prozent. Bereits jetzt haben sich in nahezu jeder Großstadt Quartiere gebildet, deren Bevölkerung durch eine vielfältige nationale und kulturelle Herkunft gekennzeichnet ist. Häufig werden diese Quartiere einer multiplen Benachteiligung ausgesetzt, weshalb ihnen eine besondere Aufgabe im Integrationsprozess zukommen muss. Die Fachtagung „Internationale Stadtquartiere“ diskutiert zusammen mit Experten aus den Bereichen Wohnungspolitik und Stadtentwicklung aktuelle Strategien und Ansätze im Umgang mit benachteiligten Stadtquartieren. Das genaue Programm der Veranstaltung am 30. Oktober 2009 in Oberhausen finden Sie hier.

Eigentümerstandortgemeinschaften – Neue Partner für die Stadtentwicklung
Eigentümerorientierte Ansätze der Stadtentwicklung gewinnen in Zeiten der kommunalen Finanznot zunehmend an Bedeutung. In Deutschland konzentrierten sich derartige Initiativen in den vergangenen Jahren noch sehr stark auf Business Improvement Districts bzw. Immobilien- und Standortgemeinschaften. Nach und nach wird dieser zunächst für Geschäftsstandorte konzipierte Ansatz aber auch auf Wohn- und Mischquartiere übertragen. Aus diesem Grund thematisiert eine Tagung des Instituts für Städtebau Berlin anhand unterschiedlicher Beispiele bisherige Erfolge und Ergebnisse dieser eigentümerorientierten Konzepte. Dabei sollen neben Chancen und Risiken auch Vor- und Nachteile gegenüber anderen Strategien der Quartiersentwicklung diskutiert werden. Weitere Details zu dieser Fachtagung, die vom 21. bis zum 23. Oktober in Berlin stattfindet, finden Sie hier.