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28.09.2015

Stadtumbau Bochum: Hustadt-Film feiert Premiere auf dem Stadtteilfest
Sieben Jahre hat der Umbau gedauert, rund zehn Millionen Euro gekostet. Seit Sommer präsentiert sich die Hustadt in einem neuen, bunten Gewand. Aus der heruntergekommenen Trabantenstadt ist ein farbenfrohes Wohnviertel geworden. Diesen Wandel dokumentiert der Imagefilm „Die Hustadt zeigt ein neues Gesicht“. Beim diesjährigen Stadtteilfest am vergangenen Samstag auf dem Brunnenplatz feierte der Film Premiere. Die zwölfminütige Dokumentation wurde aus Mitteln für den Stadtumbau West sowie mit Unterstützung der VBW finanziert und lässt die letzten Jahre Revue passieren. Ausführlichere Informationen zu dieser „Erfolgsgeschichte Hustadt – im Film wie auch in der Realität – finden Sie hier.

Stadtumbau Bottrop: „Vision 2030+“ – Schrumpfen schafft auch Chancen

Bottrop hat durch den demographischen Wandel in den letzten Jahren vier Prozent seiner Einwohner verloren und wird bis 2030 weitere vier Prozent verlieren. Parallel dazu werden die Menschen immer älter. „Das schafft Probleme, die man intelligent zu Potenzialen umnutzen kann“, sagt Wirtschaftswissenschaftler Dr. Michael Kersting vom Bochumer Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik [RUFIS]. Das Institut begleitet die Stadt im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“ und sieht Bürger und Verwaltung beim Umgang mit dem Strukturwandel schon recht gut aufgestellt: „Bottrops Verwaltung agiert nicht nach dem Feuerwehrprinzip, sondern ist beim Moderieren von Wandlungsprozessen im Vergleich zu anderen Städten schon ziemlich weit.“ Bei der Entwicklung einer „Vision 2030+“ kann Bottrop nach Kerstings Einschätzung profitieren von den Erfahrungen mit der „Innovation City“ sowie von Städten wie Gelsenkirchen oder Recklinghausen, die den Abschied vom Bergbau schon hinter sich haben, und zu Teilen auch vom Infrastruktur-Umbau in Ostdeutschland. Ausführlichere Informationen zu dieser Analyse und Einschätzung der Bottroper Situation und ihrer Zukunftsperspektiven finden Sie hier.

Stadtumbau Altena: Erfolgreicher als geplant…
Altena entwickelt sich – so lässt sich die Gesamtsituation kurz zusammenfassen. Ein Jahr nach Eröffnung des Burg-Erlebnisaufzugs stellt sich die Stimmung über die Stadtentwicklung überwiegend positiv dar. „Die Resonanz auf den Erlebnisaufzug hat unsere Erwartung deutlich übertroffen“ berichtet ein fröhlich gestimmter Bürgermeister. Dr. Andreas Hollstein [CDU] lässt die Zahlen sprechen: Für das erste Betriebsjahr waren 50.000 zahlende Besucher die Grundlage der Investitions-Berechnung. Im vergangenen Monat konnte schon der 100.000. Aufzugs-Gast begrüßt werden. Das belebe die Innenstadt und die Lenneterrassen, die schon im Jahr 2011 im Rahmen des Stadtumbaus in Altena fertiggestellt wurden, so Dr. Hollstein. „Die Parkplätze sind stärker ausgelastet und im Umfeld des Aufzugs hat sich einiges getan. Die Innenstadt ist wieder attraktiv“. Mehr Informationen zu dieser Erfolgsgeschichte „Stadtumbau Altena“ finden Sie hier.

Quartierserneuerung NRW: „Besser wohnen – energetische Sanierung plus
Sozialer Wohnungsbau in einer neuen Dimension – das ist das Projekt „Besser Wohnen – Energetische Sanierung plus“. Die Gemeinschaftsinitiative des nordrhein-westfälischen Städtebauministeriums [MBWSV NRW] mit sechs Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet hat zum Ziel, durch energetische Sanierung und eine Verbesserung des gesamten Umfeldes einen besseren Wohnstandard zu erreichen. Gleichzeitig wird die Bezahlbarkeit der Mieten gewährleistet. Bei einer Quartiersbereisung hat sich Minister Michael Groschek, Schirmherr der Initiative, jetzt ein Bild der sechs Starterquartiere in Essen [2], Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Duisburg gemacht. „Die beteiligten Wohnungsunternehmen bewirtschaften nicht nur einzelne Wohnungen und Gebäude, sondern nehmen das Quartier als Ganzes in den Blick“, sagte der Minister zum Auftakt in Essen. „Besser wohnen, das bedeutet über die energetische Sanierung hinaus Aufwertung des Freiraums, Verbesserung der sozialen Infrastruktur, Abbau von Barrieren und Optimierung von Nahversorgung und Nahmobilität.“ Spätestens 2016 soll die Initiative vom Ruhrgebiet auf ganz NRW ausgeweitet werden. Allein die ersten sechs Starterquartiere werden aus privaten und öffentlichen Mitteln eine Investitionssumme von mehr als 120 Millionen Euro generieren. Ausführliche Informationen zu dieser neuen bemerkenswerten und sicherlich zukunftsweisenden Initiative von Minister Groschek finden Sie hier.

Veranstaltung: Abrechnung von Städtebauförderungsmaßnahmen des Städtebaulichen Denkmalschutzes 
Im Rahmen des Werkstattgesprächs „Abrechnung von Städtebauförderungsmaßnahmen im Städtebaulichen Denkmalschutz“ wird die grundsätzliche Abrechnungssystematik bei Städtebauförderungsmaßnahmen vorgestellt und erörtert. Über gegebenenfalls unterschiedliche länderspezifische Herangehensweisen soll ein Erfahrungsaustausch zwischen den Referenten und Teilnehmern angestoßen werden. Anhand eines Praxisberichtes wird außerdem gezeigt, wie Maßnahmen des Städtebaulichen Denkmalschutzes umgesetzt und abgeschlossen werden. Nach einem gesonderten Blick auf die Förderung und Abrechnung bei ortsbildprägenden Gebäuden wird das Werkstattgespräch mit einer Diskussions- und Fragerunde beendet. Das Programm zu dieser Veranstaltung, die am 8. Oktober 2015 in Magdeburg stattfindet, mit allen für eine Anmeldung notwendigen Informationen haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Veranstaltung: Fachseminar „Städtebau und Energie“ 
Die Bundesregierung hat zur Energiewende eine Reihe neuer Rahmensetzungen beschlossen bzw. in Arbeit, die erhebliche Auswirkungen auf Gebäudebestand und Neubau haben werden. Dazu gehören u.a. die Novelle des EEG, der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz und die 2. Stufe der EnEV in 2016. Begleitend werden Forschungsaktivitäten im Energiebereich weiter intensiviert bzw. KfW-Programme zur energetischen Stadtsanierung usw. weitergeführt. Schwerpunkte des Fachseminars „Städtebau und Energie, das am 26. und 27. November in Berlin stattfindet, sind vor diesem Hintergrund aktuelle Beiträge zu den neuen Rahmensetzungen, zur Umsetzung energetischer Quartierskonzepte und zu den Möglichkeiten und Grenzen energieoptimierten Bauens. Detaillierte Informationen zum Programm dieses Fachseminars und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier

Veröffentlichung: Leerstehende große Immobilien neu beleben
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] hat in einem Forschungsprojekt Strategien der Städte Bocholt, Elmshorn, Dessau-Roßlau, Mülheim an der Ruhr, Nürnberg, Offenbach und Peine im Umgang mit großen leerstehenden Immobilien untersucht. Aus der Analyse haben die Wissenschaftler Handlungsempfehlungen für die Steuerung entsprechender Projekte formuliert. Die nun vorgelegte Veröffentlichung der Forschungsergebnisse richtet sich besonders an Vertreter aus der Kommunalpolitik und Fachleute in Kommunalverwaltungen. Sie beschreibt anhand der Handlungsfelder "Standort", "Objekt", "Akteure" und "Instrumente" die wesentlichen Schritte für eine erfolgreiche Projektentwicklung. Über diesen Link können Sie diese Veröffentlichung direkt herunterladen oder auch in gedruckter Version bestellen.