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29.10.2012

Stadtumbau Remscheid: Schrottimmobilie wird abgerissen
Es ist ein Erfolg für Remscheid-Honsberg: Nach jahrelangem Ringen wird nun die Schrottimmobilie des ehemaligen Möbelhauses in der Honsberger Straße abgerissen. Bereits 1999 war das Gebäude abgebrannt, nun soll auf dem Gelände eine attraktive Grünfläche für das Quartier geschaffen werden. Neben dem Bau des neuen Stadtteilzentrums „Neue Mitte“ am Honsberg kann damit ein weiteres für die Stadtteilentwicklung sehr wichtiges Projekt endlich realisiert werden, um den Aufwertungsprozess im Quartier weiter voranzubringen. Damit wird neben dem von der Innovationsagentur begleiteten Prozess zur Aufwertung des Honsberger Südens insgesamt ein weiterer wichtiger Baustein des Stadtumbaus in Remscheid umgesetzt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Leverkusen: Neue Ideen zur Entwicklung Opladens erarbeitet
In Leverkusen soll nicht nur das Gelände der neuen bahnstadt opladen nachhaltig entwickelt werden, auch das angrenzende Zentrum Opladens soll im Rahmen eines Stadtteilentwicklungskonzeptes fit für die Zukunft gemacht werden. Auf der zweiten Bürgerveranstaltung wurden nun vielfältige Ideen und Konzepte zur nachhaltigen Aufwertung Opladens vorgestellt. Dabei standen insbesondere die Themen „Wohnen“ und „Einkaufen“ im Vordergrund. Neben neuen Mehrgenerationen-Wohnkonzepten sollen verschiedene Maßnahmen zur Leerstandsbekämpfung zukünftig im Fokus stehen. So bestehen Bestrebungen, die ungünstig geschnittenen und zu kleinen Ladenlokale durch Zusammenlegungen attraktiver zu gestalten. Auch eine Verlängerung der Fußgängerzone bis zum Bahnhof und ein Opladen-Carrée am oberen Ende der Bahnhofstraße könnten zusätzliche Entwicklungsimpulse erzeugen und zudem die Innenstadt Opladens mit der neuen bahnstadt opladen verbinden. Nähere Informationen zu diesen Überlegungen und Planungen finden Sie hier.

Innenstadt Unna: Stadt schafft Anreize für innerstädtische Baulückenschließung
Auch die Stadt Unna sucht nach Wegen zur nachhaltigen Stärkung des Innenstadtbereiches und setzt dabei auf eine zielgerichtete Baulückenschließung. Bereits jetzt ist der Innenstadtbereich Unnas durchaus attraktiv, wie die bisherige Vermarktungsquote verschiedener neuer Wohnraumangebote zeigt. Von insgesamt 13 barrierefreien Wohnungen in unterschiedlicher Größe im Innenstadtbereich sind nur noch drei zu haben. Bereits jetzt zeigen sich erste Erfolge auch für den Einzelhandelssektor: Verhandlungen über die Vermarktung zweier Ladenlokale sind weit fortgeschritten. Die Stadt Unna plant nun, die Baulückenschließung weiter zu forcieren und weitere Anreize für Investoren zu schaffen. In einer geplanten Ratsentscheidung sollen dazu Ablösebeträge für Stellplätze von Innenstadtgrundstücken verringert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Innenstadt Solingen: ISG-Gründung in Planung
In Solingen gibt es Bestrebungen zur Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft [ISG]. Rund 90 Bürgerinnen- und Bürger folgten am vergangenen Freitag der Einladung des Walder Werberings, der Industrie- und Handelskammer sowie des Einzelhandels und des Initiativkreises, um sich über das Modell einer ISG zu informieren. Wichtige Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung, die von einer ISG in Solingen übernommen werden sollten, sind nach Ansicht der Teilnehmenden eine gezielte Aufwertung der Innenstadt zur Leerstandsbekämpfung sowie eine Verringerung der Verschmutzungen im Zentrum Waldes. Eine Arbeitsgruppe soll jetzt im Januar zusammenkommen, um über konkrete Maßnahmen für die Innenstadtentwicklung und die mögliche Gründung einer ISG zu beraten. Ausführlichere Informationen zu diesen Planungen finden Sie hier.

Innenstadt Schwerte: Großinvestition in Aussicht
In Schwerte ist Eile geboten: Um geplante Investitionen in Höhe von 30 Mio. Euro für die Schwerter Innenstadt samt Bahnhof, Fußgängerzone, Sparkasse und Umfeld der Rohrmeisterei generieren zu können, muss zunächst das „Integrierte Handlungskonzept“ verabschiedet werden. Dann können die maßgeblich vom Land sowie von privaten Investoren finanzierten Aufwertungsmaßnahmen zur Stärkung der Innenstadt umgesetzt werden. Unter anderem ist geplant, den Stadtpark stärker einzubinden, der Zugang zum City-Bereich umfangreich aufzuwerten sowie das Bahnhofsgebäude barrierefrei zu gestalten. Näheres dazu finden Sie hier.

Innenstadt Altena: Innenstadtschwächung durch Schlecker-Pleite
Auch die Stadt Altena kämpf seit langem mit zunehmenden Leerständen im Innenstadtbereich. Die Schließung der drei Drogeriefachmärkte in der Innenstadt im Zuge der Schlecker-Pleite verschärft nun die Probleme weiter. Die Grünen befürchten, dass die Altenaer ihr Geld jetzt verstärkt in Nachbarkommunen ausgeben und weitere Kaufkraftverluste auf den Altenaer Einzelhandel zukommen werden. Nun machen die Grünen politisch Druck und forderten im Rahmen einer Ratssitzung die Verwaltung auf, Gespräche mit Investoren über eine Ansiedlung im Innenstadtbereich zu führen und darüber hinaus Kontakte zu Eigentümern von geeigneten lmmobilien herzustellen. So soll verhindert werden, dass sich die Abwärtsspirale in Altena weiter fortsetzt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier sowie hier.

Innenstadt Werne: Bedrohung der Innenstadt durch Outlet-Center?
In Werne wird aktuell eine Diskussion geführt, die auch in zahlreichen anderen Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens top-aktuell ist: die Schwächung von Innenstadtbereichen durch neue großflächige moderne Einkaufszentren in der Peripherie. Die Stadt Werne versucht zwar, im Rahmen von Maßnahmen und Events, wie beispielsweise ein Late-Night-Shopping, die Innenstadt als Standort zu stärken. Allerdings sorgt die zunehmende Verlagerung sogenannter zentrenrelevanter Randsortimente von der Innenstadt an die Peripherie für eine Schwächung der Innenstädte. Das Land Nordrhein-Westfalen versucht mittlerweile verstärkt, diese Entwicklung zu steuern und so gibt es mittlerweile striktere Richtlinien und Begrenzungen zur Errichtung von großflächigen Einzelhandelszentren. Dennoch: nach dem ersten großen Outlet-Center in Ochtrup sind alleine in NRW vier weitere geplant. Somit dürfte die Diskussion auch zukünftig weiter brisant bleiben. Näheres dazu finden Sie hier.

NRW-Städte: Diskussion um City-Maut entbrannt
Das Konzept ist nicht neu, aber es wird kontrovers diskutiert: die Einführung einer City-Maut für Großstädte in Nordrhein-Westfalen. Da dem Land NRW nach wie vor Finanzmittel zur Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur fehlen, wird nun über die Einführung eines „Eintrittsgeldes“ zwischen sieben und zwölf Euro für alle, die tagsüber mit dem Auto in die Innenstadt fahren wollen, diskutiert. Zwar hat sich NRW-Verkehrsminister Michael Groschek noch nicht festgelegt, aber bereits jetzt formiert sich Widerstand. In Hilden ist man der Ansicht, dass die City-Maut der falsche Ansatz sei und die Verlagerung der Finanzierungsprobleme vom Land auf die Kommunen Probleme langfristig nur verschärfen werde. Vielmehr seien intelligente Verkehrsalternativen zum Auto gefordert. Auch aus Gelsenkirchen kommen kritische Stimmen: Andreas Est, kommissarischer Vorsitzender der CDU in Gelsenkirchen-Buer, sieht in den Planungen einen klaren Widerspruch zur notwendigen weiteren Stärkung der Innenstadt Buers. Laut Est könne man nicht „eine Stärkung der Stadtzentren fordern, die Verlagerung von Einkaufsmöglichkeiten auf die grüne Wiese bedauern und gleichzeitig das Fahren in die Innenstadt zusätzlich besteuern und verteuern.“

Projekt der Woche: Ein quartiersbezogenes energetisches Sanierungskonzept für das „Zöllnerviertel“ in Weimar
Das Projekt „Zöllnerviertel“ in Weimar zeigt einen beispielhaften Ansatz, die wirtschaftliche und technische Machbarkeit einer hoch effizienten energetischen Sanierung von Altbauten im innerstädtischen Bereich mit Mischstruktur quartiersbezogen zu untersuchen und umzusetzen. Damit greift das Projekt eine in vielen Gemeinden und Städten Deutschlands bestehende Problematik auf: die Umsetzbarkeit sowie die Finanzierung der energetischen Sanierung eines ganzen Stadtquartiers inklusive einer klimagerechten Energieversorgung. So liegt ein zentraler Fokus des Projektes auch auf der Prüfung und Vorbereitung einer Übertragbarkeit auf andere Quartiere. Im Rahmen des Projektes soll für das Zöllnerviertel eine dezentrale, weitgehend autarke Versorgung mit einem hohen Anteil an regenerativer Energie realisiert werden. Ausführlichere Informationen zu diesem modellhaften Projekt finden Sie hier.