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29.11.2010

Weitere Beschreibungen von nordrhein-westfälischen Stadtumbau-Projekten in aktualisierter Fassung online gestellt
Wie bereits in den vergangenen Wochen, haben wir auch heute wieder drei Projektbeschreibungen zu den Maßnahmen des nordrhein-westfälischen Stadtumbaus in aktualisierter Fassung online gestellt. Der Fokus liegt heute auf erfolgreichen Ansätzen zur Stabilisierung und Stärkung der Innenstädte von Mittelzentren. Die Projekte zeigen exemplarisch, wie sich durch baulich-gestalterische Maßnahmen und eine funktionale Ergänzung ein Attraktivitätsgewinn und eine nachhaltige Stärkung der Zentren herbeiführen lässt. Das Beispiel der Mittelstraße in Gevelsberg zeigt, dass die zeitgemäße Gestaltung des öffentlichen Raums eine wichtige Voraussetzung für die Stärkung der Zentrumsfunktion ist. Das benachbarte Projekt „Ennepebogen“ in Gevelsberg verfolgt das Ziel einer Steigerung der Attraktivität der Innenstadt als Wohnstandort durch die Schaffung von Grün- und Freiräumen. Der Stadtumbau in der Innenstadt Lünens verdeutlicht wie durch qualitätvolle städtebauliche Aufwertung und die Ansiedlung neuer Funktionen im Zentrum dessen nachhaltige Stärkung herbeigeführt werden kann.

Projekt der Woche: Stadtregal Ulm – Umnutzung einer ehemaligen Fabrikhalle zu einem Loftgebäude mit individuell gestaltbaren Wohnungen und Büroflächen
Die Projektentwicklung „Stadtregal“ in Ulm zeigt beispielhaft die Potenziale der Sanierung und Umnutzung eines ehemaligen Industriegebäudes zu attraktiven Wohnungen und Büros. Im Rahmen des Projekts wurde eine 235 Meter lange und 30 Meter breite Produktionshalle der ehemaligen Magiruswerke bis auf ihr Stahlbetonskelett zurückgebaut und in mehreren Bauabschnitten zu Wohnungen, Büros und Gewerbeeinheiten umgewandelt. Dabei dient das intakte Stahlbetonskelett als eine Art Regal für Wohn- und Arbeitsflächen. Die jeweiligen Nutzer erwerben nur die Fläche und sind in Ausbau und Raumaufteilung ihrer Einheit in der neuen Immobilie fast vollkommen frei. Eine vielfältige Nutzungsmischung sichert die Attraktivität und Funktionsfähigkeit der Immobilie. Eine detaillierte Beschreibung dieses innovativen Umnutzungsprojekts finden Sie hier.

Veröffentlichung zum Modellvorhaben Kirchenumnutzungen des MWEBWV
Zahlreiche Kirchengebäude in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren aufgegeben und profanisiert. Die Bandbreite an Standorten und Gebäudetypen reicht von kleinen Kapellen in Dörfern über Kirchengebäude der Moderne in den Wohnsiedlungen der 1950er Jahre bis hin zu gründerzeitlichen Kirchenbauten in den Innenstädten und innerstädtischen Wohngebieten. Viele dieser Kirchengebäude stehen unter Denkmalschutz und prägen das Erscheinungsbild eines Dorfs oder Stadtteils. Wie sich diese Gebäude einer neuen Nutzung zuführen lassen, hat das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in einem Modellvorhaben untersucht. Ein Ergebnis dieses Modellvorhabens ist die Veröffentlichung „Kirchen im Wandel – Veränderte Nutzung denkmalgeschützter Kirchen“, die eine Vielfalt von Beispielen Guter Praxis wie auch planerische und konzeptionelle Empfehlungen enthält. Zur Bestellung bzw. zum Download der Veröffentlichung gelangen Sie hier.

Veranstaltungsreihe: Aktuelles Forschungskolloquium der Fakultät Raumplanung mit Schwerpunkt zu Wohnen und Stadterneuerung
Das Forschungskolloquium der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund informiert über neue Forschungsarbeiten und ist ein Forum für Gastreferentinnen und -referenten. Die Veranstaltungen möchten auf aktuelle Forschungsfelder hinweisen, Verknüpfungen zwischen Forschungsprojekten deutlich machen und Perspektiven der Weiterentwicklung der Raumplanung als Wissenschaft aufzeigen. Inhaltliche Schwerpunkte des aktuellen Forschungskolloquiums im Wintersemester 2010/11, das immer donnerstags ab 14.15 Uhr stattfindet, liegen auf wohnungspolitischen Steuerungsinstrumenten und strategischen Ansätzen der Stadterneuerung. So sind die Themen der kommenden Veranstaltungen unter anderem „Altersgerechtes Wohnen“, „Handlungskonzepte Wohnen“ und „Städtebauliche Aufwertungsstrategien für zentrumsnahe Stadtteile“. Diese Schwerpunktthemen werden jeweils an aktuellen Beispielen aus der Praxis erläutert und diskutiert. Weitere Informationen und das Programm des Forschungskolloquiums stehen Ihnen hier zur Verfügung.