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30.06.2008

Betriebsferien der Innovationsagentur vom 30. Juni bis zum 29. Juli 2008
Die Innovationagentur Stadtumbau NRW macht Sommerpause bis zum 29. Juli 2008. Wir nutzen die Zeit der Sommerferien, um das ereignisreiche erste Halbjahr 2008 aufzuarbeiten, und um neue Kräfte für die zweite Hälfte des Jahres zu sammeln. Danach sind wir wieder mit vollem Einsatz für Sie da!

4. Sitzung des Lenkungskreises der Innovationsagentur
Der Lenkungskreis der Innovationsagentur, bestehend aus den 20 Mitgliedskommunen der Agentur, den Bezirksregierungen und dem Landesministerium MBV, hat am vergangenen Montag das Programm der Innovationsagentur für das nächste halbe Jahr diskutiert und abgestimmt. Als Schwerpunkte wurden dabei, neben der Weiterführung der Modellprojekte der Agentur, die Umgestaltung der öffentlichen Räume und der Umgang mit der kreativen Umnutzung von Infrastruktur definiert. Außerdem wird es im nächsten Halbjahr eine verstärkte inhaltliche Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Hochschulen der Region geben sowie eine Stadtumbautagung. Wie schon im letzten Jahr, wird auch in diesem eine Stadtumbaulounge veranstaltet, die in lockerer Atmosphäre und anhand von spannenden Beispielen neue Lösungsansätze für problematische Hochhäuser erörtern möchte. Der News-Service der Agentur wird Sie auch im zweiten Halbjahr weiterhin kompetent über diese und andere Themen informieren.

Reader Zwischennutzung und Alternative Einzelhandelskonzepte online
Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW versucht mit dem Konzept der Best-Practice-Reader aktuelle Problemfelder der Mitgliedskommunen aufzugreifen und innovative Beispiele mit kreativen Lösungskonzepten zusammenzustellen. Auf diese Weise sollen die Kommunen Anregungen bekommen, wie sie diese besser bearbeiten können. Der Reader „Zwischennutzungen“ befasst sich dabei konkret mit neuen Ideen, um brach gefallene Flächen temporär nutzen zu können. Neben detaillierten Begriffsbestimmungen und zahlreichen Zwischennutzungsbeispielen gibt der Reader auch Beispiele für die rechtliche Ausgestaltung von Zwischennutzungsverträgen an die Hand. Der Reader „Einzelhandel im Wandel“ versucht anhand von unterschiedlichen Konzepttypen Ansätze aufzuzeigen, wie die Versorgung der Bevölkerung in der Fläche auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Die Beispiele sind dafür in unterschiedliche Kategorien unterteilt, wie z.B. Regionale Förderkonzepte, bewohnergetragene Strukturen oder Ladengemeinschaften. Zusätzlich ist jeder Einzelhandelstyp mit dem Hinweis versehen, für welchen spezifischen Siedlungstyp er besonders geeignet sein könnte. Die Innovationsagentur plant, dieses erfolgreiche Konzept auch in Zukunft als eine Dienstleistung weiter anzubieten.

Projekt der Woche: experimentcity
In einer Stadt leben für gewöhnlich viele kreative Kräfte, die von sich aus oftmals auch innovative Nutzungen für brach gefallene Flächen oder Gebäude entwickeln. In den meisten Fällen agieren diese Kräfte jedoch nur vereinzelt. Mit dem Projekt „experimentcity“ aus Berlin wurde versucht, diese Kräfte und Potenziale zu bündeln, um letztendlich damit die gesamtstädtische Entwicklung positiv zu beeinflussen. Dabei übernimmt experimentcity vor allem auch die Vermittlerfunktion zwischen unterschiedlichen Akteuren und vernetzt diese. Auf der umfangreichen Homepage kann man sich zudem ausführlich über die verschiedenen Projekte informieren. Weitere Details zu diesem spannenden Ansatz können Sie wie immer hier im Projekt der Woche nachlesen.

Tagung: Spielräume der Zukunft – auch für Erwachsene und Senioren – Herausforderungen für die Wohnumfelder
Am 25. April 2008 öffnete die diesjährige NRW-Landesgartenschau in Rietberg ihre Pforten. Wie schon im Rahmen der vergangenen Landesgartenschauen werden der VdW Rheinland Westfalen und der Verband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau NRW gemeinsam eine Fachtagung anbieten. Diese findet am 14. August 2008 zum Thema „Spielräume in der Zukunft – auch für Erwachsene und Senioren – Herausforderungen für die Wohnumfelder“ in Rietberg statt. Unter anderem werden in diesem Zusammenhang die Themen „Bewegung brauchen Kinder und Senioren“, „Spielplatzgestaltung und Bewohnermitwirkung“ und „Innovative Spielräume erhöhen die Attraktivität von Wohnanlagen für Jung und Alt“ behandelt. An die Tagung schließt sich ein Rundgang unter fachkundiger Führung über die Landesgartenschau an. Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Sicherheitsgefühl als Standortfaktor?
Die weitergehende, auch strategische Bedeutung des Sicherheitsgefühls von Bewohnerinnen und Bewohnern für die nachhaltige Funktionalität von Wohnquartieren, aber auch ganzer Wohnstandorte ist Gegenstand der Betrachtung des Seminars. Es soll beleuchtet und erklärt werden, wie und warum das negative Sicherheitsempfinden einzelner Bewohner oder ganzer Bewohnergruppen dazu beitragen kann, dass ein gesamtes Wohnquartier und auch ein gesamter Stadtteil hiervon massiv in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Anhand einer vom EBZ durchgeführten, kleinräumigen Untersuchung, bei der 250 Essener Wohnungs- und Immobilienunternehmen befragt wurden, soll aufgezeigt werden, dass dieses Thema schon heute ein bedeutender, jedoch noch zu gering geschätzter Faktor in der Vermarktung von Immobilien ist. Abschließend werden praxisorientierte Hinweise gegeben, wie unerwünschten Entwicklungen in diesem Bereich frühzeitig und wirkungsvoll entgegengewirkt werden kann. Weitere Details zur Veranstaltung des EBZ in Bochum am 15.08.2008 finden Sie hier.

Buch: Quartiersforschung zwischen Theorie und Praxis
Wohnviertel, Stadtquartiere und Kieze sind für BewohnerInnen nicht mehr und nicht weniger als die lokale Verankerung in der [Groß]stadt und der globalisierten Welt. In der Wissenschaft gibt es inzwischen vielfältige Diskurse über den lokalen Nahraum, nicht zuletzt im Kontext raumtheoretischer Debatten. Aber auch als strategische Planungskategorie ist das Quartier wichtig, da es als Meso-Level zwischen Regional-, Stadt- und Individualebene in den letzten Jahren geradezu Karriere gemacht hat. Stadtentwicklungsprogramme wie "Soziale Stadt" oder "Stadtumbau Ost und West" sowie privatwirtschaftliche Wohnungsmarktakteure konzentrieren sich mehr und mehr auf das Quartier als konzeptionellen Kern. Mit dem Ziel, einen vertieften Dialog anzustoßen, zeigen die AutorInnen dieses ersten Bandes der Reihe „Quartiersforschung“ aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und der Praxis wichtige Themenfelder einer intensivierten Quartiersforschung auf. Das Spektrum der Beiträge reicht von kritisch-raumtheoretischen über kommunale bis hin zu wohnungswirtschaftlich-städtebaulichen Betrachtungen. Das Buch „Quartiersforschung: Zwischen Theorie und Praxis“ vom Herausgeber Olaf Schnur können Sie unter der ISBN 978-3531160986 für ca. 39,90€ bestellen. Zusätzliche Informationen gibt es hier