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30.09.2013

Stadtumbau Bochum: Im Westend wurde der erste Feierabendmarkt eröffnet
Viele Städte haben einen Wochenmarkt. Bochum bekommt nun einen ganz besonderen. Am vergangenen Freitag wurde der Moltkemarkt auf dem neu gestalteten Springerplatz im Bochumer Stadtumbaugebiet Westend eröffnet. Der Umbau des zentralen Platzes im Griesenbruch geht dem Ende entgegen. „Zeit für einen Neuanfang“, sagten sich der Chef des Hofsteder Frischemarkts, Herwig Niggemann, Friedrich Schmidt [Bäckerei Schmidtmeier] und Werbeprofi Thorsten Strozik. Auf dem Springerplatz – vor dem Krieg der größte und wichtigste Marktplatz der Stadt – will das Trio einen Wochenmarkt etablieren, den es in Bochum und Umgebung so noch nicht gibt. Eine der wichtigsten Besonderheiten: die Zeit. Während herkömmliche Wochenmärkte in der Regel von 8 bis 13 Uhr geöffnet sind, bieten die Händler im Griesenbruch ihre Waren dienstags und freitags von 16 bis [mindestens] 20 Uhr an. Angesprochen sind gerade auch Berufstätige. Ausführliche Informationen zu diesem interessanten und sicherlich nachahmenswerten Projekt einer quartiersbezogenen Standortaufwertung und zu den zahlreichen weiteren attraktiven Angeboten und Besonderheiten dieses neuen Marktes finden Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Jugendliche reaktivieren im Programmgebiet Schalke ein leer stehendes Ladenlokal

Ein leer stehendes Ladenlokal an der Liboriusstraße wurde im Gelsenkirchener Programmgebiet „Schalke“ von den Verantwortlichen genutzt, um den Jugendlichen des Stadtteils ein konkretes Angebot zu machen: Nutzt diesen Freiraum, entwickelt und gestaltet eure Ideen und lasst einen lebendigen Ort nach euren Vorstellungen und Bedürfnissen entstehen – so lautete die klare Ansage. Das war im März diesen Jahres. Nun steht die Gestaltung im Erdgeschoss kurz vor dem Abschluss. Fensterflächen und Wände sind nach eigenen Ideen der Jugendlichen gestaltet. Graffitis, Grafiken und farbliche Akzente geben dem Ort ein neues Flair. Die ersten Sitzmöbel sind eingetroffen und geben Raum für einen durchgängigen Wunsch der Jugendlichen: Es soll ein Ort zum Quatschen, Musik hören und Chillen werden. Abgerundet wird das Ambiente von einer mit den Jugendlichen entworfenen und gebauten Theke, die sicherstellt, dass man auf Limo, Milchkaffee und Co nicht verzichten muss. In dieser schönen Atmosphäre wird dann weiter geplant und getan. Mehr Informationen zu diesem außergewöhnlichen Engagement von Jugendlichen und zu seinen kreativen Ergebnissen finden Sie hier. Oder lassen Sie sich dieses Projekt von den Jugendlichen selbst erklären und sehen ihnen bei ihrer wirklich sehenswerten Arbeit zu – in unserem heutigen Video der Woche.

Ehrenamt: Immer mehr Bürger packen in „klammen Kommunen“ mit an
Sich ehrenamtlich zu engagieren war schon immer die Sache der Deutschen. Allenfalls die Angelsachsen machen ihnen da noch etwas vor. Doch in Zeiten enger städtischer Etats packen die Bürger mehr denn je mit an. Über 36 Prozent arbeiten längerfristig freiwillig, und ein Großteil von ihnen bis zu fünf Stunden pro Woche. Auf die Frage des Umfrage-Instituts Emnid, wie sie dem hoch verschuldeten Staat am ehesten helfen würden, antwortete lediglich knapp ein Drittel der Bundesbürger mit „Gar nicht. Ich zahle schon genug Steuern.“ Die anderen zeigten sich sehr wohl bereit, Einwanderern Deutsch beizubringen [17 %], Spielplätze und Parks zu säubern [15 %] oder Klassenzimmer zu streichen [11 %]. In einem am vergangenen Wochenende erschienenen Artikel der WAZ wird diese hohe und wachsende Bereitschaft, sich selbst für eine Verbesserung der Lebensbedingungen in unseren Städten und Gemeinden zu engagieren, mit einer Vielzahl interessanter und vorbildhafter Beispiel aus Nordrhein-Westfalen belegt und illustriert. Den Link zu diesem Artikel finden Sie hier.

Projekt der Woche: Rothener Hof – Ehrenamtliches Engagement verwandelt einen alten Kuhstall in ein attraktives Bürgerzentrum
Im Rahmen des Projektes „Rothener Hof“ haben es engagierte Bürger im Dorf Rothen in der Gemeinde Borkow [Mecklenburg-Vorpommern] geschafft, einen denkmalgeschützten ehemaligen Kuhstall zu einem Ort der Begegnung, Kultur und Arbeit umzunutzen. Durch das große Engagement der Mitglieder des Vereins „Rothener Hof e.V.“ konnte nicht nur der denkmal-geschützte Kuhstall erhalten und ein vielfältiges Kulturangebot geschaffen und etabliert werden, das Projekt „Rothener Hof“ hat darüber hinaus auch neue Arbeitsplätze geschaffen. So wurden im Laufe der Jahre nicht nur eine Schreinerei und eine Schmiede eingerichtet, sondern auch ein Café eröffnet. Zudem werden den Bewohnern Rothens sowie den zahlreichen Besuchern nun vielfältige Veranstaltungen und Aktionen geboten. Weitere Informationen zu diesem beeindruckenden Projekt finden Sie hier.

Fachtagung: Praxis-Check Quartier – Vision und Wirklichkeit
Mit dem „Masterplan altengerechte Quartiere NRW“ hat das NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter wesentliche Aussagen zur Quartiersentwicklung skizziert. Durch jahrelange Erfahrungen verfügt die Freie Wohlfahrtspflege über profunde Kenntnisse in diesem Handlungsfeld. Nach mehreren Fachtagungen zu Grundlagen der Quartiersentwicklung und Konzeptentwicklung für ihre Umsetzung will die Veranstaltung „Praxis-Check Quartier“ nun ein konstruktives „Streitgespräch“ zwischen Expertinnen und Experten aus Wohlfahrtspflege, Kommunen, Seniorenvertretung, Pflegekassen, Pflegediensten, Wohnungswirtschaft und Ministerium eröffnen. In vier moderierten Gesprächsrunden mit der Journalistin Cornelia Benninghoven werden vier Thesen diskutiert und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Weitere Informationen zum Programm dieser Veranstaltung, die am 19. November 2013 in der AWO-Begegnungsstätte Gelsenkirchen stattfindet, finden Sie hier.

Video der Woche: frei:raum – Jugendliche in Gelsenkirchen-Schalke reaktivieren ein leer stehendes Ladenlokal
Ein leer stehendes Ladenlokal an der Liboriusstraße wurde im Gelsenkirchener Programmgebiet „Schalke“ von den Verantwortlichen genutzt, um den Jugendlichen des Stadtteils ein konkretes Angebot zu machen: Nutzt diesen Freiraum, entwickelt und gestaltet eure Ideen und lasst einen lebendigen Ort nach euren Vorstellungen und Bedürfnissen entstehen – so lautete die klare Ansage. In unserem heutigen „Video der Woche“ erklären die Jugendlichen selbst, was sie daraus gemacht haben und welche Hoffnungen sie damit verbinden. Und sie lassen sich bei ihrer engagierten Arbeit auch über die Schulter gucken – zu Recht nicht ohne Stolz auf das, was sie nun gemeinsam geschaffen haben. Den Link zu diesem in jedem Fall sehr sehenswerten Video finden Sie hier.

Veröffentlichung: Was bringt’s? – Die Wirkungen der Mitwirkung
»Was bringt’s?« mit dieser Frage rief die Redaktion des Online-Magazins „PLANUNG-NEU-Denken“ zum Anfang des Jahres dazu auf, sich mit dem Thema »Wirkungen der Mitwirkung« auseinanderzusetzen. Die Resonanz auf diesen Aufruf war so groß, dass es mit der Aufbereitung der Ergebnisse länger als erwartet gedauert hat. Aber nun ist aus dieser Arbeit eine voluminöse „Doppelausgabe“ des Online-Magazins entstanden, in der eine Vielzahl von Autorinnen und Autoren Stellung zu diesem schwierigen Thema beziehen. Es gibt keine abschließenden Antworten, aber zahlreiche „erste Befunde“ und immer wieder Hinweise darauf, wie wichtig es ist, die Wirkungen der Mitwirkung weiterhin und intensiver in den Blick zu nehmen. Den Link zu ausführlicheren Informationen zu dieser Veröffentlichung, ihren Inhalten und ihren Autoren finden Sie hier.