Aufbruch Nord

© Abbildung: Stadt Herten

In Langenbochum und Paschenberg sind nach dem Rückzug des Bergbaus und der Schließung der Schachtanlage Schlägel & Eisen 3/4/7 etwa 3.000 Arbeitsplätze verloren gegangen – mit den entsprechenden Folgen für die lokale Wirtschaft, das Stadtbild und das soziale Leben in beiden Stadtteilen. Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept [INSEK] Herten-Nord hat die Stadt 2009 die Zukunft in Angriff genommen.

Für alle 17 Wohnquartiere im Stadtumbaugebiet erarbeitete die Stadt Herten gemeinsam mit Fachleuten und den Bürgern Quartierssteckbriefe. Wer wissen möchte, welche Qualitäten jedes Viertel bietet und welche Empfehlungen es für energetische Sanierung und zukünftige Entwicklungen gibt, fragt bei der Stadt Herten nach.

Auch das Wohnumfeld muss stimmen. Im Berliner Viertel wurden Wege und Plätze mit den Anwohnerinnen und Anwohnern neu geplant. Die Umgestaltung fand ihren festlichen Abschluss 2013 mit dem „Berliner Picknick“. Im Schieferfeld und an der Otto-Lenz-Straße wurden die Spielplätze erneuert. Beide Spielplätze werden rege genutzt. Die Kreuzung Otto-Lenz-Straße ist umgebaut, sodass der Bereich jetzt freundlich und einladend wirkt.

Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Schlägel & Eisen 3/4/7 entstand ein etwa 3 Hektar großer Stadtteilpark mit Sportangeboten für Junge und Ältere. Der zentrale Platz des neuen Gewerbegebietes ist für die Jugendlichen reserviert. Sie hatten sich für den großzügig bemessenen Treffpunkt eine Parkours-Anlage und Liegebänke gewünscht und auch bekommen.

Bis zum Frühjahr 2014 wurde die Langenbochumer Kranzplatte, ein wichtiges Nahversorgungszentrum, umgebaut. Sie erscheint nun moderner und gepflegter. Bei der Planung waren die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kaufmannschaft intensiv eingebunden. Neu gestaltet ist auch der gegenüberliegende Platz der Bergleute mit dem barrierefreien Aufgang zum neuen Stadtteilpark auf dem Gelände von Schlägel & Eisen.

Das ehemalige Zechengelände bildet als neues Gewerbegebiet den zweiten wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkt in Herten-Nord: Auf einer 7,2 Hektar großen Fläche sollen sich vor allem „demographiefeste“ Betriebe ansiedeln, die auch für das Alter ihrer eigenen Belegschaft sinnvoll Vorsorge treffen.

Weiterführende Informationen: www.herten.de/wirtschaft/stadtumbau/neustart-innenstadt.htmlwww.herten.de/wirtschaft/stadtumbau/aufbruch-nord-langenbochum-und-paschenberg.html

2019-08-09T12:03:13+02:00