Neheim-Nord

© Jörg Hempel

Das Stadtumbaugebiet setzt sich aus dem Industrie- und Gewerbestandort entlang der Möhnestraße einschließlich des Möhneparks und den östlich angrenzenden Wohngebieten Waldsiedlung Loquet und Moosfelde zusammen. Die Stadtumbaumaßnahme in diesem Gebiet verfolgt die folgenden zentralen Ziele:

  • Sicherung des Industrie- und Gewerbestandortes Möhnestraße
  • Weiterentwicklung des Dienstleistungsstandortes Neheim und Ausbau der Cluster [Licht und Design]
  • Stärkung der Innenstadt durch Einrichtungen und Angebote im Bereich der Freizeit- und Kulturwirtschaft an der Möhnestraße
  • Aufwertung eines innenstadtnahen Wohnstandortes zu einer attraktiven Adresse.

Durch die Aufgabe bzw. Verlagerung der Firmen Hillebrand und Thorn entstand im Teilgebiet Möhnestraße bereits vor einigen Jahren im zentralen Bereich eine Industriebrache mit ungenutzten Produktions- und Lagergebäuden. Um den Dienstleistungsstandort Neheim zu stärken und Teile der leer stehenden Immobilien einer neuen Nutzung zuzuführen, wurde das Kaiserhaus [ehem. Kaiser Leuchten] als Mittelstandszentrum und Tagungszentrum entwickelt. Für die positive Wirkung des Kaiserhauses ist es wichtig, das Umfeld in eine Neugestaltung einzubeziehen. Aus diesem Grund wurde die Neugestaltung des öffentlichen Raumes - ausgehend von der Innenstadt entlang der Möhnestraße - ebenso ein wichtiges Thema des Stadtumbaus wie die Aufwertung des Gebäudebestandes und das Einbringen neuer Funktionen und Nutzungen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit bildet das Wohngebiet Moosfelde mit der Waldsiedlung Loquet. Der zentrumsnahe Wohnstandort unterlag hohem Handlungsdruck durch die Leerstandsproblematik im wohn- und infrastrukturellen Bereich sowie durch die zum Teil belastende soziokulturelle Situation. Räumlicher Schwerpunkt der Aufwertungsbemühungen in Moosfelde bildete das Quartierszentrum. Dieses spielt als Ort der Versorgung, der Begegnung zwischen unterschiedlichen Bewohnergruppen und der Identifikation eine zentrale Rolle für die Entwicklung Moosfeldes. Durch Leerstände und gestalterische Defizite v.a. im Feiraum war diese Funktion stark gestört. Andererseits bestanden starke Anknüpfungspunkte in Form einer aktiven Bürgerinitiative, der gesprächsbereiten Wohnungsbaugesellschaften sowie weiterer bürgerschaftlichen Initiativen.

Weiterführende Informationen: www.arnsberg.de/stadtentwicklung/stadtumbau-west/stadtumbaugebiet_neheimnord.php

2019-08-05T15:19:47+02:00